Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Roman handelt von dem Geheimnis des Glücks. Thassadit Amzwar, eine junge Berberin aus der Kabylei, hat das Grauen des algerischen Bürgerkriegs überlebt und strahlt dennoch vor Glück - und das permanent. Mit ihrem ungebremsten Frohsinn verzaubert sie ihre Freunde und Bekannte in ihrer neuen Heimat Chicago, die süchtig nach ihrer Gegenwart werden. Auch Russell Stone, gescheiterter Autor und Literaturdozent an der Uni, ist von Thassa fasziniert und grübelt über ihr Glücklichsein: Liegt es an Thassas Charakter, ist es eine Krankheit oder gar genetisch bedingt? Dann gerät der Fall Thassa in die Medien und der Genomiker und Biotech-Unternehmer Thomas Kurton wird auf sie aufmerksam. Seine Labortests überzeugen ihn von der Existenz eines Glücks-Gens. Thassa wird zum Objekt der medialen und wissenschaftlichen Begierde und von einer Welle aus Medienrummel und religiösem Fanatismus überrollt. Kann ihr Glück dem Medienwahnsinn und der Profitgier der Biotechniker standhalten?
Mit Das größere Glück hat Powers einen klugen Roman über den Wahn der Naturwissenschaften und den daraus resultierenden gesellschaftlichen Konsequenzen geschrieben, der hochaktuelle ethische und philosophische Fragen stellt. Er entwirft das düstere Bild einer korrumpierten Wissenschaft und setzt sich kritisch mit den wissenschaftlichen Versuchen der genetischen Perfektionierung des Menschen auseinander. Dieses brisante Thema verpackt Powers gekonnt in eine literarisch reflektierte, komplex konstruierte und spannend erzählte Geschichte, die dem Leser großen Lesegenuss bereitet. Sehr empfehlenswert! -- Alexandra Plath
Pressestimmen
Greift die Zukunft nach uns oder wir nach der Zukunft?
Susanne Weingarten, BRIGITTE