Der dritte Island-Krimi um sie sympathische Anwältin Dora, aber leider keine Steigerung, eher das Gegenteil.
Richtige Spannungungshöhepunkte bleiben aus, die Handlung plätschert einfach nur vor sich hin, die Wandlung in der Rolle der Sekretärin Bella passiert einfach nur, ohne dass sie tatsächlich etwas verändert.
Und auch wenn der geneigte Fan über den kleinen isländischen Genpool informiert ist, müssen ja nicht alle bis hin zur letztendlichen Belastungszeugin irgendwie verwandt oder zumindest miteinander aufgewachsen sein, ab einem bestimmten Punkt wird's dann eben doch konstruiert.
Klar, lesbar, weckt wie vieles aus dem Genre die Lust auf Island, aber kein wirklich großer Krimi, aber ich bin guten Mutes, es soll ja noch mehr kommen!
Und: Ein klassisches Beispiel, dass Klappentextschreiber anscheinend nie die Bücher lesen, die sie beschreiben. "Doch die wichtigste Zeugin in diesem Fall ringt gerade mit dem Tod". Nein, tut sie nicht. Sie überlebt den Prolog nicht und die ganze Handlung startet erst nach diesem.