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Das glücklichste Volk: Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas
 
 
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Das glücklichste Volk: Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas [Gebundene Ausgabe]

Daniel Everett , Sebastian Vogel
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Pressestimmen

»Everetts Buch zerfällt in zwei Teile, einen dramatischen … Abenteuerbericht über sein Leben im Dschungel, und in eine zweite, oft verknappte Darstellung seines Linguistik-Abenteuers. Sprache und Kultur sind für ihn untrennbar verbunden. Nur so konnte er zu einem Verständnis für das ganz Andere dieser uralten Jäger-und-Sammler-Kultur gelangen.« (spiegel online )

»Vor 30 Jahren kam er das erste Mal hierher: als Missionar! Wollte ihnen seinen Glauben bringen. Aber alles sollte anders kommen. Es ist ein intellektuelles und persönliches Abenteuer, von dem Everett jetzt erzählt.« (ARD Titel Thesen Temperamente )

»Drei Bücher in einem – Expeditionsabenteuererzählung, anthropologischer Spracherforschungsbericht, philosophischer Essay – hat der amerikanische Linguistik-Professor Daniel Everett über seinen mehrjährigen Aufenthalt bei den Pirahã-Indianern geschrieben. Und alle drei sind aufschlussreich, unterhaltsam, spannend und den Blick weitend, geradlinig übersetzt von Sebastian Vogel.« (Süddeutsche Zeitung )

Kurzbeschreibung

Die Abenteuer eines Forschers im Urwald von Brasilien

Er zog aus, die Pirahã im brasilianischen Urwald zum Christentum zu bekehren, doch am Ende war er es, der durch die Begegnung mit diesen auf ihre Weise glücklich lebenden Menschen seinen Glauben verlor. Fesselnd erzählt der Abenteurer und Forscher Daniel Everett von einer völlig fremden Welt, die ihn mit einer ungewöhnlichen Sprache sowie einer ganz anderen Art zu denken konfrontierte.



Als Daniel Everett 1977 mit Frau und Kindern in den brasilianischen Urwald reiste, wollte er als Missionar den Stamm der Pirahã, der ohne Errungenschaften der modernen Zivilisation an einem Nebenfluss des Amazonas lebt, zum christlichen Glauben bekehren. Er begann die Sprache zu lernen und stellte schnell fest, dass sie allen Erwartungen zuwiderläuft. Die Pirahã kennen weder Farbbezeichnungen wie rot und gelb noch Zahlen, und folglich können sie auch nicht rechnen. Sie sprechen nicht über Dinge, die sie nicht selbst erlebt haben – die ferne Vergangenheit also, Fantasieereignisse oder die Zukunft. Persönlicher Besitz bedeutet ihnen nichts. Everett verbrachte insgesamt sieben Jahre bei den Pirahã, fasziniert von ihrer Sprache, ihrer Sicht auf die Welt und ihrer Lebensweise. Sein Buch ist eine gelungene Mischung aus Abenteuererzählung und der Schilderung spannender anthropologischer und linguistischer Erkenntnisse. Und das Zeugnis einer Erfahrung, die das Leben Everetts gründlich veränderte.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
116 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr interessant 10. März 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Als Nachkomme einer Missionarsfamilie ist es wohl nicht verwunderlich, aber ich konnte es kaum erwarten dieses Buch in meinen Händen zu halten, um mit dem Lesen zu beginnen.

Vielleicht sollte man zunächst die Bilder im Buch ansehen. Es sind oft Aufnahmen, die uns direkt in die Gesichter der Piraha-Indianer im brasilianischen Urwald blicken lassen. Gesichter voller Offenheit und Freundlichkeit.

Der Missionar Daniel L. Everett, der auch Professor für Linguistik ist, reist mit 26 Jahren in das Amazonasgebiet zu den Pirahas. Er will diesen Menschen die Liebe Gottes verkünden. Er will ihnen von Jesus erzählen.
Dazu allerdings muss er die Sprache der Piraha lernen. Sie kennen weder Farbbezeichnungen noch Zahlen. Niemals sprechen sie über Dinge, die sie nicht selbst erlebt haben. Die Vergangenheit, die Zukunft und auch der persönliche Besitz eines jeden Einzelnen bedeutet ihnen nichts. Sie haben eine völlig andere Art zu denken, gemessen an der Art wie wir es gewohnt sind.

Everett beschreibt seine Erlebnisse bei den Piraha-Indianern spannend wie einen Abenteuerroman. Im ersten Teil erzählt er vom Leben, vom Alltag dieser uns so fremden Menschen. Anschließend kommt der Wissenschaftler in ihm durch und er erläutert gut verständlich die Sprache der Piraha.

Der dritte Teil des Buches ist für mich der wichtigste: Nach einiger Zeit wird der Missionar klar und unmissverständlich von den Piraha dazu aufgefordert, endlich mit dem Gerede über Jesus aufzuhören. Sie sagen ihm, dich Daniel mögen wir, aber mit deinem Jesus, den wir nicht sehen, wollen wir nichts zu tun haben. Das trifft den Missionar hart. Er muss über seine nächsten Schritte nachdenken. Während eines Heimaturlaubs, der erste nach fünf Jahren im Urwald, übersetzt der in Kalifornien geborene Professor für Linguistik an der Illinois State University Daniel L. Everett das gesamte Markusevangelium in die Sprache der Piraha-Indianer. Mit Hoffnung kehrt er zu ihnen zurück. Immer wieder liest er ihnen seine Übersetzung vor, spielt ihnen sogar auf einem Kassettenrecorder den gesprochenen Text vor - alles ohne Erfolg.

Am Ende seines Buches schreibt der Autor: "Die Pirahas sind ein ungewöhnlich glückliches, zufriedenes Volk. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass die Piraha glücklicher, lebendiger und besser an ihre Umwelt angepasst sind als jeder Christ und jeder andere religiöse Mensch, den ich jemals kennengelernt habe." Das sagt der Missionar Daniel Everett als er mehrere Jahre mit den Piraha-Indianern zusammengelebt hat. Er hat seinen Glauben an Gott verloren.

Die Entscheidung seinen Gott aufzugeben macht sich Everett nicht leicht. Er vergleicht sehr intensiv seinen Glauben mit der Lebenseinstellung der Pirahas. Kritisch betrachtet er sein eigenes Leben. Er war Jahrgangsbester seiner Bibelschule und trotzdem wird ihm klar: "Im stillen Kämmerlein war ich Atheist. Und darauf war ich keineswegs stolz."

Laut Werbung verlor der Missionar Daiel L. Everett seinen Glauben durch die Begegnung mit den Piraha-Indianern. Everett macht aber deutlich, dass die Begegnung mit ihnen nur das I-Tüpfelchen war, das dafür sorgte, dass er es schließlich für alle Welt vernehmlich aussprach.

Vor Menschen die ehrlichen Herzens sagen, sie können nicht glauben, habe ich mehr Respekt als vor den vielen Karteileichen unserer Kirchenarchive. Daniel L. Everett tat es und musste schwer für die Wahrheit bezahlen. Viele seiner Freunde blieben weg und seine Familie zerbrach.

Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu
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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gabriele B. VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Die Piraha sind eine ca. 400 Personen zählende Gemeinschaft, die an einem Nebenfluss des Amazonas vom Jagen, Sammeln und Fischen leben. Sie begnügen sich mit einem Minimum an sozialer, politischer und ökonomischer Organisation. Sie haben eines der einfachsten Verwandtschaftssysteme der Welt, kennen keine politischen Führer, legen keine Vorräte an, sondern essen, wenn sie zu essen haben, und hungern, wenn der Jagderfolg ausbleibt.

Wenn mal ein Schiff anlegt, tauschen sie Lebensmittel gegen Werkzeuge, die sie anschließend im Dschungel verrotten lassen, und auch gegen Alkohol, der ihnen allerdings schlecht bekommt und sie aggressiv macht.

Obwohl sie Krankheit und Tod selbstverständlich kennen, helfen sie Everett nicht, als seine Frau und seine Tochter schwer an Malaria erkranken. So greifen sie auch nicht ein, als eine Schwangere ihr Kind nicht allein zur Welt bringen kann, zwar um Hilfe ruft, ihr diese aber nicht gewährt wird und sie vor aller Augen stirbt. An diesen Dingen hat der Missionar schwer zu knacken. Welche Werte, Traditionen, Gesetze und Regeln verbergen sich hinter diesen fremden Verhaltensweisen? Er merkt schnell, dass er vor allem eins lernen muss: die Sprache. Und macht die Entdeckung: diese ist anders als alle Sprachen, die er bisher kennengelernt hat. Die Piraha haben keine Wörter für Zahlen, für Farben, für die Vergangenheit oder die Zukunft. Nur das unmittelbar Vorhandene zählt, das, was sie sehen und erleben können. Sie leben im Hier und Jetzt. Das ist für Everett der Schlüssel für seine These, die Piraha seien das glücklichste Volk.

Das Buch liest sich wie ein Abenteuerroman, spannend von der ersten Seite an und flüssig geschrieben. Auch wer kein Sprachwissenschafter ist, findet sich in den zum Thema Sprache zugehörigen Beispielen zurecht, ja, findet sogar - so wie ich - vielleicht etwas Gefallen daran. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre mit Garantie zur Bereicherung fürs Leben.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von markstein
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist in der Tat "eine Aneinanderreihung von Familiengeschichten und Erlebnissen bei den Pirahas, linguistischen Abhandlungen, Beobachtungen der Pirahas und Ableitungen daraus", wie ein Rezensent hier schreibt. Die Ansicht, dieses Buch sei weder Fisch noch Fleisch ist nachvollziehbar. Der deutsche Titel ist, wie ebenfalls schon gesagt, relativer Nonsens, und es ist auch schade, dass Everett auf die Geschichte seiner "Bekehrung" nur am Rande eingeht. Kurz, allen wesentlichen Kritikpunkten gebe ich statt.

Trotzdem von mir fünf Sterne. Wofür? Für die Einfühlsamkeit,für die Ehrlichkeit,für die Echtheit. Für die Differenzierung und die Verknüpfung von Wissenschaft und eigenem Erleben, für den echten Erkenntnisgewinn den mir dieses Buch liefert. Wie viele Bücher ich auch schon über die Völker Amazoniens (u. a.) gelesen habe, das was hier erlebt und aufgezeigt wurde ist für mich neu - neu in einer Weise, die weit über den bloßen Themenkomplex hinausgeht.

Ich habe viel durch dieses Buch gelernt. Vielen Dank dafür. Unbedingte Kaufempfehlung.
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Mit großem Einfühlungsvermögen widmet sich Daniel Everett jahrelang der Kultur und Sprache dieses Indianervolkes, das fernab von jeder Zivilisation lebt. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von FedericoUno veröffentlicht
Ein Fest für HobbylinguistInnen
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Vor 4 Monaten von Anna veröffentlicht
Faszinierend
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Vor 10 Monaten von Miss Holy veröffentlicht
Buch toll - aber einige Ungereimtheiten über Amazonien
Das Buch ist toll, speziell für Leute die sich mit anderen Lebensformen befassen und für Linguistiker,
Was mich stört: es gibt einige Beschreibungen des... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von w-man veröffentlicht
Informativ bis zu fachspezifisch
Der Missionar und Sprachforscher Everett
hat mit seiner Familie lange bei den Piraha gelebt, das Buch ist der Bericht seiner Erfahrungen
und Schlüsse daraus. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Marie Panek veröffentlicht
Buch ist einwandfrei, Versand hat leider etwas lange gedauert
Einwandfreies Buch wie beschrieben. Sehr nette Verkäuferin. Der Versand hat etwas gedauert, aber im enddefekt hat dann doch alles super geklappt.
Vor 17 Monaten von Julia veröffentlicht
Das glücklichste Volk
Ich bin noch nicht dazugekommen, das Buch zu lesen. Beim Überfliegen hatte ich den Eindruck,dass es ein Buch ist, das man unbedingt lesen sollte. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Haavard Seeböck veröffentlicht
Titel und Inhalt - weit voneinander entfernt
Der Sprachforscher Prof. Daniel Everett reist mit seiner Familie in den brasilianischen Dschungel um die dort lebenden Piraha-Indianer zu missionieren und ihre Sprache zu erlernen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Andrea L. veröffentlicht
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