Auch ich habe mich auf die Fortsetzung der "Glasbläserin" und der "Amerikanerin" gefreut, wobei mir die "Glasbläserin" deutlich besser gefallen hat, als die "Amerikanerin", in der ich das Schicksal Maries doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen fand. Ebenso ergeht es mir jetzt im "Gläsernen Paradies" mit der 17-Jährigen Wanda, die unbedingt ihren Richard heiraten will, so nebenbei ein kleines Kind (die Tochter von Marie) versorgt, während sie eine Glasbläser-Genossenschaft gründen will, um den anstehenden Verkauf der Gründler-Glashütte abzuwenden. Das alles macht sie mit links, ist dabei zwar gelegentlich müde und angestrengt und auch traurig, weil Richard sie so wenig versteht und sich nur um seine eigene Glasbläser-Ausstellung kümmert, aber realistisch finde ich das nicht. Entweder hält sich Wanda für die Super-Power-Frau aus Amerika oder sie ist einfach viel zu naiv - es ist schon klar, dass dieses Vorhaben nicht gelingen kann.
Schade, aber anscheinend war doch nach dem ersten Band die Luft aus der Glasbläser-Saga raus, in dem ich die Atmosphäre in der thüringischen Glasbläserstadt Lauscha sehr gut getroffen und das Schicksal der drei Glasbläser-Töchter recht authentisch geschildert fand. Die Nachfolgebände sind lange nicht so fesselnd, wie der erste Teil der Saga. Die Fortsetzungen kann ich daher nicht wirklich empfehlen.