Erzählt wird die Geschichte von Minka, einem 15-jährigen Mädchen, das zur Zeit der Donaumonarchie ihre erste große Liebe erlebt, vom Kind zur Frau reift und schließlich alle gesellschaftlichen Zwänge (inklusive Mieder) abstreift und ihren ganz persönlichen Weg geht.
Ab der ersten Zeile lebt, liebt und leidet man mit der tapferen kleinen Minka, und möchte sie zum Schluss am liebsten umarmen und Beifall klatschen, so wunderbar ist diese Protagonistin, die Nebenfiguren und überhaupt das ganze Buch!
Sprachlich leicht und flüssig schafft Susanna Kubelka ein wunderbar pralles, buntes Bild der damaligen Gesellschaft, sodass man ganz und gar zurückversetzt wird, ins fröhliche k. und k.-Österreich des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts, und sich bemerkenswert wohl fühlt dort ("Küss die Hand!"). Am Rande erfährt man erstaunliche, lustige und hochinteressante Dinge über den Alltag in der Donaumonarchie (die Autorin recherchierte acht Jahre lang für "Das gesprengte Mieder"!).
Nun bleibt nur noch zu sagen: Lesen Sie dieses Buch, und vielen Dank, Frau Kubelka!