Der Bastei-Lübbe Verlag hat dem Altmeister der SF sicher keinen Gefallen damit getan, seine Bücher neu herauszugeben. Die Übersetzung ist fast immer durchweg schlechter als die alten Heyne oder Goldmann Ausgaben, Druckfehler, nicht passende Wörter, fehlende Passagen etc.
Das Buch selbst ist von der Geschichte her sowieso nicht das beste, obwohl die Idee Spannung zu versprechen scheint.
Der alte Johann Sebastian Smith, stinkreich, berühmt aber sterbenskrank darf nicht sterben- seine Ärzte halten ihn mit allen Mitteln am Leben. Da beschließt er ein riskantes Experiment: Gehirntransplantation. Rein zufällig erleidet da sein äußerst attraktive Sekräterin einen tödlichen Unfall - Geschlechtstransformation.
Und jetzt wirds unglaubwürdig, langatmig, pseudoerotisch: der Geist der Frau lebt im alten Körper weiter und liefert sich mit dem lüsternen alten Mann unentwegt innerere Dialoge. Phantasieen eines impotenen Greises - ich weiss nicht, ob das auf Heinlein zutraf, aber so liest es sich. Das geht bis zum ersten weiblichen Orgasmus des "Helden", als er von einem anderen Tattergreis Hiebe auf den Hintern bekommt.
Ich habe nach der Hälfte aufgehört, und das tue ich selten. Schade, es gibt so viele spannende SF von Heinlein wie den Klassiker Weltraummolusken...
Lasst das Buch liegen.