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Das geraubte Kind
 
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Das geraubte Kind [Gebundene Ausgabe]

Galsan Tschinag
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 318 Seiten
  • Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: 3 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458171843
  • ISBN-13: 978-3458171843
  • Größe und/oder Gewicht: 20,1 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 819.947 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Galsan Tschinag erzählt in seinem neuen, eindrucksvollen Roman eine mündlich überlieferte Legende aus der Mongolei des 18. Jahrhunderts. Einfühlsam schildert er den Kampf der Tuwa-Nomaden um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von China und das Recht, so zu leben, wie sie es von jeher getan haben.Unter dem ovalen Mond, der löchrig und brüchig wirkte, und unter den Wolken, flüchten, auseinanderstiebenden Herden ähnlich, lag, fern und fahl und stumm, der Altai mit seinen Bergen, Steppen, Wäldern, Seen und Flüssen, erstarrt unter dem winterlichen Schild aus Eis und Schnee."
Dort wächst der Nomadenjunge Hynndynn bei Pflegeeltern auf, nachdem seine Mutter kurz nach seiner Geburt gestorben ist. Ihm wird von weit hergereisten Fremden ein ungewöhnliches Schicksal prophezeit. Seine Adoptiveltern erhalten von den Unbekannten eine prächtige Jurte und viele Geschenke, so daß die kleine Familie fast sorgenfrei leben kann.
Als siebenjähriger Knabe wird Hynndynn aus seinem Land entführt, um von hohen Persönlichkeiten in China eine umfasse Bildung zu erhalten. So lernt er höfische Umgangsformen. Er verliebt sich in ein chinesisches Mädchen und kehrt als junger, verheirateter Mann in die Heimat zurück. Dort wird er zum Fürsten ernannt und soll als neues Oberhaupt des Stammes die chinesische Okkupation seiner mongolischen Heimat einleiten. Aber der Tuwa-Stamm wehrt sich. Hynndynn ist hin- und hergerissen zwischen dem in China Erlernten und den alten Traditionen der Nomaden. Schließlich besinnt er sich auf seine Herkunft, bekennt sich zu seiner Heimat und nimmt den Kampf gegen die übermächtigen chinesischen Besatzer auf.

Über den Autor

Galsan Tschinag, geb. 1943 in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Von 1962-68 studierte er Germanistik in Leipzig, seither schreibt er viele seiner Werke auf Deutsch. Er lebt den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar und verbringt die restlichen Monate abwechselnd als Nomade in seiner Sippe im Altai und auf Lesereisen im Ausland. Galsan Tschinag erhielt u.a. 1992 den Adelbert-von-Chamisso-Preis und 2001 den Heimito-von-Doderer-Preis. 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Freiheit der Steppe 16. März 2005
Von "thh666"
Format:Gebundene Ausgabe
Galsan Tschinag ist ein Schamane der Tuwa,einer ethnischen Minderheit in der Mongolei.In seiner Jugend hat er lange Zeit in der DDR gelebt,wo er die deutsche Sprache,in der er auch seine Werke verfasst,nahezu perfekt erlernt hat.Nachdem er in die Mongolei zurückgekehrt war,hat er sein Volk,das während der sozialistischen Herrschaft unterdrückt und umgesiedelt worden war,in einer aufsehnerrengenden Wanderung in seine ursprüngliche Heimat,das Tuwa-Gebrige im Nordwesten der Mongolei zurückgeführt und wieder an die nomadische Lebensweise gewöhnt.
In seinem Buch "Das geraubte Kind" geht es auch um die Geschichte der Tuwa.Ein Kind,das unter seltsamen Umständen geboren wurde und dem prophezeit wurde,es werde abwechselnd acht Jahre auf der Erde und acht Jahre im Himmel verbringen,wird während eines Festes unbemerkt von Chinesen entführt,nach China gebracht und sinisiert.Er wird dort darauf vorbereitet,eines Tages zu seinem Volk zurückzukehren und es auf die Aufnahme in chinesische Mandschu-Reich vorzubereiten.Als er acht Jahre später zu seinem Volk zurückkehrt,wandelt ersich jedoch zum Freiheitskämpfer und führt einen aussichtslosen Kampf gegen den übermächtigen Nachbarn.
Ein Buch über das Recht auf kulturelle Selbstbestimmung,das einen interessanten Einblick in das nomadische Leben und die schamanische Religion bietet.Galsan Tschinag ist ein vielversprechender Autor,der hier ein überzeugendes Werk abgeliefert hat.
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