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Das geheime Leben der Worte [Blu-ray]


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Produktinformation

  • Darsteller: Sarah Polley, Tim Robbins, Javier Camara, Eddie Marsan, Steven Mackintosh
  • Regisseur(e): Isabel Coixet
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 28. Oktober 2011
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 116 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B005EJIJ82
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.716 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Ein einsamer rauer Fleck, irgendwo im Graublau des Atlantik. Eine Ölbohrinsel, auf der ein schwerer Unfall passiert ist. Eine mysteriöse Frau kommt hierher, wo sonst nur Männer arbeiten. Hanna ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie wird als Krankenschwester angeheuert, soll einen Verletzten versorgen. Josef hat bei der Explosion schwerste Verbrennungen erlitten. Er ist vorübergehend erblindet. Während er das Gespräch sucht, bringt sie kaum ein Wort über die Lippen. Und doch entwickelt sich eine einzigartige Intimität zwischen den beiden, eine Verbindung voller Geheimnisse, Sehnsüchte, Trauer, Schmerz und Freude. Eine Begegnung, die beider Leben verändern wird.

Movieman.de

Isabel Coixets Filme haben etwas an sich, für das die Vokabel "intensiv" schon fast nicht mehr ausreicht. Nicht nur sind es ihre Geschichten und Charaktere, die enorm bewegen und den Zuschauer dazu zwingen, sich mit sich selbst und dem eigenen Leben auseinander zu setzen, es ist die Art, wie hier erzählt wird und was sie dem Publikum an Auseinandersetzungs-Spielraum anbietet. Bei "Das geheime Leben der Worte" handelt es sich keinesfalls um eine tragisch-romantische Liebeskomödie im üblichen Sinn, sondern um ein Kleinod ganz anderer Kategorie. Nicht die Handlung treibt hier voran, es ist die Poesie und Stille, die allem zugrunde liegt, was im Zuschauer geschieht und dies mag, lässt sich dieser darauf ein, eine ganze Menge sein. Das, was zwischen den Worten im Verborgenen liegt, wird hier nach außen gekehrt. Selbstverständlich benötigt es dafür auf der Rezipientenseite einen gewissen Sinn für das "Dazwischen", aber diesen zu erleben - und sei es das erste Mal - macht es einem die Regisseurin wirklich nicht schwer. Einsamkeit ist hier ein wichtiges Wort aber nicht das einzige, denn das Wort steht nie allein und doch ist es das Wort an sich, welches zu existieren eine Leere braucht, ohne die es kein Wort wäre. Falls sie sich solche Fragen noch nie gestellt haben und vielleicht Lust daran haben, schauen Sie in dieses kleine Meisterwerk hinein. Sie werden sich verändern! Fazit: "Intensiv" ist nicht genug.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist solide. Es bietet kaum Fehler an, überrascht aber auch nicht durch außergewöhnliche Brillanz. Ähnlich sieht es mit dem Ton aus. Das Konzept ließ viel Platz für Stille und leise Unterhaltungen, weshalb mit satten Effekten nicht gerechnet werden sollte. Eine sehr sensible Arbeit, wovon auch die Extras zeugen.

Bild: Das klare, lediglich selten von stimmungsvollen Überbelichtungen etwas beeinträchtigte Bild bietet sehr schöne Farbstimmungen (Hanna vor Boot, 00:07:30), die sich der Natur gut anpassen. In dunkleren Einstellungen weichen hingegen schon mal die Kontrastwerte ein wenig auf, so dass ganze Bildteile im Schwarz verschwinden. Dieses Spiel mit Licht und Schatten sollte aber als ästhetisches Stilmittel begriffen werden. Insgesamt bleibt das Bild von Rauschen fast völlig verschont und auch die Kompression arbeitet, bis auf minimales Bildruckeln in schnellen Kamerabewegungen, recht stabil. Lediglich ganz schwach lässt sich hin und wieder leichtes Grieseln am dunklen Nachthimmel vermerken (über Bohrinsel, 01:12:24). Eine durchweg solide, wenngleich nicht überraschende Leistung.

Ton: Leider bleibt die Soundaktivität der hinteren Kanäle recht beschränkt. Zwar finden sich immer wieder mal harmonische Kulissendetails, die nicht nur aus der Front klingen, generell aber könnte im Rücken des Zuschauers mehr vor sich gehen. Kulissengeräusche wirken bisweilen sehr nah und plastisch, gerade kleinere Details sind mit einer großen Direktionalität ausgestattet. Dabei bedienen sich Original und deutsche Fassung allerdings nicht immer den gleichen Geräuschen (vgl. Verpackungsgeräusche bei 00:21:40). Sprachlich fallen beide Fassungen sehr ausgewogen aus, selten ergeben ich Konkurrenzmomente zwischen Geräusch und Sprache. Insgesamt handelt es sich um eine sehr leise, äußerst sensible Soundgestaltung, die viel Wert auf das Detail und den stillen Zwischenraum legt.

Extras: Das umfangreich ausgestattete Bonusmaterial teilt sich auf in ein ausführlich die Dreharbeiten, das Drehbuch und die Besetzung dokumentierendes Making Of (31:09 Min.), Deleted Scenes (10:48 Min.) mit einem Kommentar von Isabel Coixet sowie Interviews mit Sarah Polley (4:52 Min.), Tim Robbins (3:33 Min.) und Isabel Coixet (18:43 Min.). Weiter geht es im Folgenden noch mit dem Musikvideo "Codicia" (5:18 Min.), deutschem (1:37 Min.) und englischem (1:18 Min.) Kinotrailer, einem Promo-Reel (1:57 Min.) und zwei spanischen TV-Spots (0:21 Min. und 0:11 Min.). Eine B-Roll (1:57 Min.) bietet Aufnahmen vom Set und hinter "Storyboard und Kostüme" versteckt sich eine Bildergalerie zum Durchskippen. Anschließend werden noch Cast und Crew vorgestellt. Hierzu präsentiert die Disc Textseiten zu Sarah Polley, Tim Robbins, Javier Cámara und Isabel Croixet. Ein IRCT-Spot von Isabel Croixet gegen Folter auf der Welt (0:32 Min.) und eine Trailershow mit sieben Programmtipps beschließen das ansprechende Aufgebot. --movieman.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD .

Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heinrich Steinmetz am 27. Oktober 2006
Format: DVD
Keine Angst vor der Titelaussage.Der Titel verspricht einen dialoglastigen Film. Nicht jedermanns Sache.

Wie dies aber gemacht wurde und wie die Dialoge zwischen einem Unfallopfer auf einer Bohrinsel bei Irland, dargestellt von Tim Robbins, und einer Krankenschwester, dargestellt von Sarah Polley, sich langsam zu einem dramatischen Höhepunkt entwickeln ist beste Kinounterhaltung. Nie langweilig, sondern stetig Spannung aufbauend.

Schon in den ersten fünf Minuten wird einem klar, dass mit der Fabrikarbeiterin (Sarah Polley) irgend etwas nicht stimmt. Sie macht den Eindruck einer traumatisierten, gestörten Frau. In einer Nebenrolle ist Julie Christie (Doktor Schiwago) als Inge, die Leiterin einer in Kopenhagen angesiedelten Hilfsorganisation für Folteropfer zu sehen. Die Person der Inge ist real, existiert tatsächlich und brachte die Drehbuchautorin und Regisseurin Isabel Coixet auf die Idee zu dem Film.

Zum Inhalt will ich nicht mehr verraten. Ich kann den Film uneingeschränkt empfehlen. Die 100 Minuten vergingen viel zu schnell.

Bild und Ton sind nicht zu beanstanden. Besonders das Bild empfand ich als sehr gut.
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Idiosynkrasie am 13. August 2007
Format: DVD Verifizierter Kauf
Ein Kriegsfilm ohne Krieg. Hanna hat im Balkankrieg auf grausamste Weise durch Folter und unvorstellbare Grausamkeiten die Niederungen der menschlichen Psyche erfahren müssen. Seitdem lebt sie verschlossen, ohne Grund zu leben oder zu sterben in einem ritualisierten Tagesablauf. Sie trifft auf einen Mann der bei einem Rettungsversuch schwer verletzt wurde. Er versuchte einen Selbstmord zu verhindern, für den er sich selbst die Schuld gibt. Sie pflegt ihn und sie kommen sich erst durch sanfte Berührungen, dann durch zaghafte Erzählungen näher. Zug um Zug treten die verletzten Seelen zu Tage.
Der Film vermittelt einen beklemmenden Eindruck von den Traumatisierungen die Menschen im Zuge von Kriegen erleiden und mit welchen Verletzungen an Seele und Körper sie ihr Leben, ohne Beachtung durch die Mitmenschen weiter führen müssen. Absolut sehenswert.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Michael Fischer am 23. Januar 2007
Format: DVD
"La Vida secreta de las palabras", so der Original-Titel dieses von Isabel Coixet (u.a. "Mein Leben ohne mich") in Szene gesetzten Dramas, besticht durch (s)eine bedrückende Intensität und (s)eine seltsame, wenngleich betörende Melancholie.

Coixet, die in ihrer Heimat zu Recht zu den ganz Großen ihres Fachs zählt, lässt ihr Publikum lange Zeit im Ungewissen, ehe sie den verbalen Holzhammer auspackt, um uns mit den Folgen von Folter und den einhergehenden barbarischen Grausamkeiten zu konfrontieren. Dass es hierzu keiner grafischen Umsetzung bedarf, liegt auf der Hand: bloße Worte/Geschichten können nun mal mehr bewegen als jede noch so bluttriefende Splattereinlage. Mit Tim Robbins (u.a. "The Shawshank Redemption") wurde zudem für die Rolle des vom Leben und der Liebe gezeichneten Bohrinselarbeiters Josef einer der beliebtesten, in jedem Fall einer der besten Charakterdarsteller Amerikas verpflichtet. Doch was wäre Tim Robbins in diesem eigenwilligen Film ohne seine kongeniale Kollegin Sarah Polley (u.a. Zack Snyders "Dawn Of The Dead"-Remake)? Die beiden scheinen sich gesucht und gefunden zu haben. Coixet lässt - ganz Frau die sie ist - ihren stets zerbrechlichen Figuren viel Luft zum Atmen. Ihre oft unbequemen Filme lassen sich am ehesten mit Büchern vergleichen; keine profanen Bücher natürlich, sondern solche, die detailverliebt und geistreich sind, eben so wie es "Das geheime Leben der Worte" ist - womit wir wieder beim Thema wären: Das sublime Liebesgeplänkel zwischen Robbins und Polley muss man sich als Zuschauer zuerst "erarbeiten". Die kontaktscheue Hanna (Sarah Polley) fristet ein äußerst bescheidenes, um nicht zu sagen monotones Leben.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lothar Hitzges am 4. Januar 2007
Format: DVD
Die junge Frau Hanna ist eine fleißige Fabrikarbeiterin. Ihr Chef schickt sie für einen Monat auf Zwangsurlaub, weil Hanna freiwillig keinen Urlaub beantragt. Hanna braucht ein Hörgerät und sie wirkt wie ein Autist. Andererseits muss Hanna immer etwas zu tun haben. Da Hanna früher einmal Krankenschwester war meldet sie sich für einen Einsatz auf einer Bohrinsel. Bei einem Unfall wurde ein Arbeiter getötet und ein weiterer schwer verletzt. Bis zur Transportfähigkeit braucht Josef eine Krankenschwester.

Die Bohrinsel leuchtet vom Meer her, wie ein Hotel in Las Vegas. Doch es ist einsam. Nur knapp zehn Menschen arbeiten hier. Alle hochspezialisiert und introvertiert. Der rechte Platz für Hanna und das Essen schmeckt ihr auch. Josef hat schwere Verbrennungen erlitten und ist zunächst auch blind. Doch er ist ein Filou, er flirtet unentwegt mit Hanna und versucht mehr über sie zu erfahren. Auch Hanna ist nicht ganz ohne. Sie hört Josefs Handy ab und erfährt, dass es jenseits des Meeres eine liebende Frau gibt, die sich um Josef sorgt.

Josef und Hanna tragen beide ein großes Geheimnis in sich. Nach und nach entsteht eine Vertrautheit auf einer geheimnisvollen Ebene. Beide erzählen einander von der Tragik Überlebender einer menschlichen Entgleisung zu sein.

Der Film ist leise. Seine Handlung schleicht sich in das Gehirn des Zuschauers, weil die Dosen an Information kaum wahrnehmbar sind. Es sind die vielen Kleinigkeiten, wie zum Beispiels Hannas Hörgerät, die die Figuren entstehen lassen. Pittoreske Szenenbilder, wie der hell erleuchtete Bohrturm, die Plattform mit Blick auf die Unendlichkeit gepaart mit kurzen aber sehr tiefen Dialogen schaffen die passende Atmosphäre für die tragischen Geschichten, von denen zu berichten ist. Gleichzeitig wirkt das Berichtete authentisch und schafft Betroffenheit.
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