«Mythen, Symbolik, Rituale», so lautet der Untertitel des Buchs «Das geheime Leben des Geldes», der den Inhalt eigentlich viel besser beschreibt. Und weiter: «Was der Umgang mit Geld über uns selbst verrät». Der zweite Teil des Untertitels lieferte mir erst den Anreiz, das Buch überhaupt zu kaufen. Denn Erkenntnisse, die wir nicht auf unseren jetzigen Umgang mit Geld anwenden können, würden mir - und auch anderen Lesenden - ja kaum etwas nützen.
Das heisst nun nicht, dass die Erkenntnisse nur aus heutiger Zeit stammen müssten. Im Gegenteil: Von König Midas über die Mythologie bis hin zur heutigen Kreditkarte wartet der Autor Tad Crawford mit unendlich vielen Geschichten auf, die uns etwas über die Symbolik und Bedeutung von Geld erzählen. Für mich als Sammler alter Banknoten ein besonderer Leckerbissen war dabei die Analyse der wunderschönen Schweizer Gauchat-Noten, die bis vor kurzem noch Gültigkeit hatten. All diese Beschreibungen helfen uns, den tieferen Sinn des Geldes zu verstehen. Zudem ist das Buch unterhaltend geschrieben. Kein Bestseller zwar, aber ein seriöses Sachbuch.