Das Leben in dem Königreich Almay ist friedlich und hinter vorgehaltener Hand wird es von manch einem Bewohner gar als langweilig bezeichnet. Da kommt der Wanderzirkus, der zur Prinzenfeier engagiert wird, gerade recht. Doch die Feier wird jäh gestört, ein Gast ohne Einladung bringt die Kälte nach Almay und nichts ist mehr so wie es einmal war.
Das Wandertheater erfreut groß und klein im ganzen Land. Dort gibt es viel zu sehen, Clowns, schöne Tänzerinnen, ein fantastischer Zauberer, Kraftmenschen, viel Show, Glitzer und Prunk. Die junge Pippa ist die Assistentin des Zauberers und gleichzeitig seine Tochter. Pippa hat es nicht einfach, ihrem Vater kann sie nichts recht machen und zudem beschleicht sie immer wieder das Gefühl, dass irgendetwas überhaupt nicht stimmt. Zusammen mit ihrem Freund August versucht sie das Rätsel zu entschlüsseln.
Scheinwerfer an, Vorhang auf, Manege frei!
Susanne Gerdom entführt in eine wunderbare eigene und vor allem neue Märchenwelt. Von den Elbenbüchern kenne ich die schönen Skizzierungen der Landschaften und Umgebungen bereits, aber mit Das gefrorene Lachen hat sie mich erneut, sehr angenehm, überrascht. Das Königreich Almay und vor allem das Theater baute sich vor meinem Inneren Auge auf und war so anschaulich,dass ich es fast greifen konnte und mir vorkam wie ein Teil dessen.
Die Geschichte ist einfach nur märchenhaft schön, sie mag zwar den Anschein erwecken, dass es um das altbekannt ?Gut gegen Böse? Spiel geht, aber in Wahrheit steckt viel mehr in ihr, lasst euch bloß nicht täuschen. Es ist ein farbenfrohes, verrücktes Abenteuer. Dabei wird der Zuschauer zum Darsteller, verlässt die Tribüne und schaut hinter die Kulissen. Entdeckt die Welt hinter der schillernden Bühne und sieht, dass die Theaterleute bis zum Äußersten gehen und sich auch mal selbst vergessen um eine gute Vorstellung zu bieten. Das Ende überraschte mich nicht, aus dem einfachen Grund, weil ich es genauso gewünscht und erwartet hatte, für mich käme nichts anderes in Frage. Es passt einfach zusammen.
Die Charaktere stecken in den typischen Schubladen mit den Gut und Böse Etiketten und sind dennoch erstaunlich einzigartig. Das was mir besonders wichtig ist, ist dass alle Charaktere eine tragende Rolle in der Geschichte haben, egal wie klein diese sein mag und nicht als Lückenfüller dienen. Das ist Susanne Gerdom in diesem Buch wirklich gelungen.
Vorhang zu, Licht aus, Ende der Vorstellung, ich hoffe es hat Ihnen gefallen!
Fazit
Das gefrorene Lachen ist ein Buch über eine Welt, die den meisten durch einen schweren roten Samtvorhang verschlossen wird. Wer mutig genug ist dahinter zu blicken, soll diese atemberaubend erzählte Geschichte lesen.