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Das fragile Absolute
 
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Das fragile Absolute [Gebundene Ausgabe]

Slavoj Zizek


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Aus der Amazon.de-Redaktion

Warum es sich lohnt, das christliche Erbe zu verteidigen, wie Slavoj Zizek im Untertitel von Das fragile Absolute verkündet, darüber weiß man nach der Lektüre nicht unbedingt besser Bescheid. Doch dafür gab es einmal mehr jene Tour de Force durch die unterschiedlichen philosophischen und psychoanalytischen -- gerne von Kant, Hegel, Marx, Adorno und besonders von Lacan erbauten -- Theoriegebäude, für die der slowenische Philosoph und Psychoanalytiker, der gegenwärtig am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen arbeitet, berühmt ist. Nun hat er noch Christus und den Apostel Paulus entdeckt.

Der Einstieg ist deutlich: "Es gibt keinen Christus jenseits des heiligen Paulus." Es gibt keine weich gespülte, "ursprünglich authentische Botschaft Christi", mit der man an Paulus, der die Institutionalisierung der Kirche in die Wege leitete und der eigentliche Erfinder des Christentums ist, vorbeikommt. Danach aber wird enttäuscht sein, wer sich eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Menschenbild des paulinischen Christentums erwartet. Zunächst geht es um die Verbrechen des 20. Jahrhunderts, die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und den stalinistischen Säuberungen. Denn der mit diesen Desastern verbundene Untergang aller Hoffnungen auf eine bessere Gesellschaft, macht die Menschen, die sich nur noch als Opfer und Konsumenten wieder erkennen, anfällig für religiösen Fundamentalismus und Obskurantismus.

Zizeks These ist es nun, dass allen Spielarten heutiger religiöser Sehnsucht der entscheidende ethische Akt fehlt: die Überschreitung der Gesetzesnorm, die zugleich neu definiert, was die Gesetzesnorm ist. Der Mensch muss "für das Gesetz tot sein", zitiert Zizek Paulus, für die Neubestimmung dessen, was gut und was schlecht ist. Das beste Beispiel dafür bietet freilich der Bolschewik, der über eine Spionin eine "strenge und gerechte Strafe" verhängt, die sie nur als "exzessive Vergebung und Großzügigkeit" verstehen kann -- womit die Neudefinition gelungen ist. Auch Zizeks Traktat selbst könnte der Versuch sein, argumentative Stringenz neu zu definieren. Letztlich interessiert ihn alles mehr als die paulinische Kirche -- am Ende etwa das elektronische Netz. --Brigitte Werneburg

Pressestimmen

"Ein provokativer Kommentator des politischen Geschehens." (Süddeutsche Zeitung)
"Die Brisanz der Arbeiten Zizeks besteht darin, daß er die explosive Mischung aus deutschem Idealismus, Psychoanalyse und Post-Marxismus mit Bilderen aus der Popkultur wie auch den politischen Mythen unseres Alltags verwebt." (Elisabeth Bronfen/Jan Freitag)

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