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am 25. Juli 2014
Im deutschen Reich liegt alles darnieder, der Krieg von dem noch niemand weis, dass er mal der dreißigjährige heißen wird liegt in den letzten Zügen, als die Kölner Kaufmannstochter Katharina nach der Heimat ihres Mannes Venedig reist. Dieser ist ein Luftikus mit mehr Interesse an der Mitgift als an der Ehefrau. Er bringt sie nach Candia, wo er sie mit einer verträten Dienerin, einem Leibwächter und sonst fast nichts zurücklässt um in Arabien Geschäfte zu machen. Sie nimmt daraufhin ihr Leben selbst in die Hand und baut Wein an um zu überleben, eine gute Übung. Als die Osmanen die Insel angreifen beginnt für sie ein langes und aufregendes Abenteuer auf dem wir als Leser sie und ihr Begleiter durch Ägypten, die arabische Halbinsel bis in den heutigen Jemen begleiten. Dabei wird sie in Mord und Totschlag verwickelt, mache Intrige, Verat, Spionage und Gegenspionage und - die Autotin kommt schließlich aus der Romantikecke- auch die Liebe kommt nicht zu kurz, das aber nie so, dass es den Spannungsbogen bricht oder in rosaroten Kitsch abgleitet. Das Buch ist ein echter Charlotte Thomas, ein historischer Roman vom feinsten.
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Das ferne Land – eine ferne Zeit – 1645 – Katharina ist unsere Hauptakteurin, die die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann, der schon Jahre verschwunden ist – in Arabien gestorben sei. Er hatte alles – auch Katharinas Geld – in den Handel mit Weihrauch gesteckt – und somit ein riesiges Vermögen hinterlassen – ein wertvolles Erbe sozusagen. Krieg kommt auf im Land und Katharina setzt einen Kundschafter auf das Erbe an, der herausbekommt, dass sie wohl um das Vermögen betrogen werden soll. Sie reist daraufhin selbst nach Arabien, um herauszufinden, was es mit der Nachricht des Kundschafters auf sich hat.

Massimo – ein Handlungsreisender nimmt sie in ihre Obhut, da sie als junge Frau in diesen Zeiten kaum allein reisen kann. Aber Massimo spielt nicht mit offenen Karten … Vertrtauen kann Katharina ihm nicht – ihr bleibt aber nichts anderes übrig, als mit ihm zu reisen …

Der Orient und eine ferne Zeit erstehen vor dem geistigen Auge des Lesers, so erging es mir und ich bin noch immer gefangen in den Szenen, die mehr als bildhaft authentisch vor dem Leser ausgebreitet werden. Es ist die Art und Weise, in der Charlotte Thomas ihre Idee präsentiert, die mich wieder einmal für ihren Roman gefangen genommen hat, wie dies auch schon bei allen ihrer Vorgängerromane der Fall war. Dieser Roman ist losgelöst von einer Serien und kann separat gelesen werden.

Ein farbenprächtiges Spektakel ist es, welches gewaltig und episch geschrieben ist, so dass ich sagen kann, dass man es hier nicht nur mit einer spannenden historischen Unterhaltung zu tun hat, sondern auch mit anspruchsvoller Literatur, die leicht und locker flüssig zu lesen ist – ein perfekter Spagat, der Lust macht auf mehr – falls man die Autorin nicht kennt. Wenn man Fan von Charlotte Thomas ist, ist es eh klar, dass man das Buch liest, weil ihre Art zu schreiben süchtig macht.

Historische Romane liegen mir, weil sie unterhaltsam sind und rund um eine fiktive Geschichte Historie dargelegt wird, wie dies auch hier der Fall ist.

Die fiktive Geschichte entführt den Leser authentisch in den Orient – in eine ferne Zeit in einem fernen Land und lässt dies lebendig werden, lässt den Leser eintauchen und davontreiben. Die Geschichte ist neben aller Spannung – die die risikoreiche Handlung mit sich bringt – außerdem auch sehr lehrreich und informativ in Bezug auf die sachlichen Inhalte.

Charlotte Thomas bietet einfach immer wieder großartige Historienunterhaltung mit Hintergrund, die überhaupt nicht klischeebehaftet ist, sondern im Gegenteil glaubwürdig, sogar sinnlich und nicht kitschig und auf jeden Fall real. Das Ende ist dann natürlich wieder fulminant und grandios, wie nicht anders zu erwarten. Ich könnte mir gut vorstellen, das Buch als Verfilmung zu sehen.

Gerade das Abwechslungsreiche ist es, was für mich das Buch ausmacht, es ist eine Art Thriller mit Spionageelementen, es ist aber auch Liebesgeschichte und es ist natürlich Geschichtsepos und auch eine Art Beschreibung der Reise.

Absolut genial – LESEEMPFEHLUNG !!!
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am 20. Mai 2014
Anno Domini, 1645. Katharina lebt auf Candia (dem heutigen Kreta), als sie die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann in Arabien verstorben sein soll. In seinem letzten Brief an sie berichtete er allerdings noch von einem gigantischen Weihrauchvorrat, den er erstehen konnte und mit dem er das große Geld machen wollte. Da er dieses Geschäft nur mithilfe von Katharinas Mitgift durchführen konnte, ist sie fest entschlossen, sich das Geld wiederzuholen. Ihre Trauer über den Verlust ihres Ehemannes hält sich in Grenzen, hat er sie doch schon vor Jahren allein zurückgelassen, erst in Venedig und später auf Candia, und sie nur aufgrund ihrer wohlhabenden Herkunft als einziger Tochter eines Kölner Kaufmannes geheiratet.

Candia wird von den Osmanen überfallen und Katharina sieht sich vorerst völlig mittellos. Durch Zufall gerät sie in Kontakt mit dem Schwager des Statthalters, der ihr das notwendige Reisegeld vorstreckt. Dafür soll sie sich in Arabien einen ganz bestimmten Führer nehmen, den Venezianer Massimo Bagliero. Mit diesem hat Faliero noch eine Rechnung offen und hofft, ihn durch Katharinas Beobachtungen vor Ort als Spion entlarven zu können.

Gemeinsam mit ihrer treuen Haushälterin Jokasta und ihrem Diener Pjotr macht sich Katharina also auf die Reise in das ihr völlig unbekannte Land und es gelingt ihr tatsächlich, mit Massimo gemeinsam auf die Suche nach ihrem Weihrauch zu gehen.
Doch ihr geheimer Auftrag bleibt nicht lange verborgen und zwischen Katharina und Massimo baut sich bald eine gewisse Anziehung auf, die jedoch immer wieder durch Intrigen, Geheimnisse und Missverständnisse durchkreuzt wird.

Neben den äußerst lebendig gezeichneten Figuren – egal ob nun die schwatzhafte Jokasta, der schweigsame, aber immer aufmerksame Pjotr, die große, sich ihrer Schönheit gar nicht bewusste Katharina, oder anderen – wird dieses Buch vor allem durch die wunderbaren Beschreibungen von Land und Leuten ein echtes Leseerlebnis. Egal ob Protagonisten gerade mit einer Karawane durch die Wüste reiten oder auf einem Schiff auf dem Nil unterwegs sind, man ist als Leser geradezu mit dabei. Auch Gebräuche und Sitten der unterschiedlichen Völker zur damaligen Zeit werden gut dargestellt.

Die Liebesgeschichte zwischen Massimo und Katharina passt sich gut und unterhaltsam in diesen aufregenden Reisebericht ein und so hat mir die Lektüre uneingeschränkt großen Spaß gemacht!
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am 18. Mai 2014
Ich habe bisher noch keinen historischen Roman der Autorin gelesen, was ich nach der Lektüre von "Das ferne Land" bitter bereue, denn dieser Roman, der den Leser ins ferne Arabien des 17. Jahrhunderts führt, weiß auf ganz besondere Weise zu verzaubern.

Die jugendliche Katherina erhält eine tragische Nachricht, denn ihr Ehemann Giacomo ist im fernen Arabien gestorben, hat zuvor jedoch ihr gesamtes Erbe in Weihrauch investiert. Völlig mittellos hadert die junge Frau mit ihrem Schicksal, nur um sich dann gemeinsam mit ihrem russischen Diener Pjotr und ihrer Haushälterin Jokasta auf das Abenteuer Orient einzulassen, denn sie will ihr Erbe zurückholen und sich den Weihrauch aneignen. Doch so eine Reise ist bereits für einen Handelsreisenden sehr gefährlich, wie sieht es da erst bei einer blutjungen Witwe aus?

Charlotte Thomas gelingt es vor allem die damalige Zeit und die Sitten und Gebräuche des fernen Landes aufleben zu lassen. Als Leser riecht man förmlich den Duft der Gewürze und spürt die Sonnenhitze auf seiner Haut.

Zudem besticht der Roman durch gut gezeichnete Charaktere, selbst die Nebenrollen sind Personen, deren Schicksal man gern verfolgt und in die man sich gut hineinversetzen kann.

Vor allem als Leserin bekommt man mit diesem Buch alles was man von einem historischen Roman erwartet: gut recherchiertes, geschichtliches Hintergrundwissen, Intrigen, Liebe, Freundschaft und tolle Landschaftsbeschreibungen, die einem das Träumen an ferne Orte leicht machen.

Mit Elan habe ich dieses tolle Buch gelesen und freue mich schon auf weitere historische Romane der Autorin.

Fazit: Fesselnde Lektüre, die aus dem Genre "historische Romane" mehr als nur hervorsticht. Lesenswert, ich empfehle das Buch sehr gern weiter!
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Candia, 1645: Die junge Katharina muss ihre Interimsheimat Candia (Kreta) verlassen, als die Insel von den Türken erobert wird. Als sie erfährt, dass ihr Ehemann, ein Kaufmann, im heutigen Jemen verstorben sein und ihr reiche Weihrauchvorräte hinterlassen haben soll, macht Katharina sich gemeinsam mit ihrer Haushälterin Jokasta und ihrem kampferprobten Diener Pjotr auf die Reise. Und weil die eigene Reisekasse schmal bestückt ist, übernimmt sie den Auftrag den ebenso so charmanten wie zwielichtigen Massino Bagliani zu beschatten, der verdächtigt wird ein als Spion für die Türken gegen die Venezianer zu arbeiten. Doch um ihre Reise antreten zu können, muss sie Bagliani zunächst einmal davon überzeugen als ihr Reiseführer zu wirken – und Massimo ist alles andere als willig…

In gewohnt gekonnter Manier setzt Charlotte Thomas auch in diesem Roman ihre vielschichtigen Charaktere in Szene und schickt Katharina & Co auf eine abenteuerliche Reise. Erfreulicherweise wird der Leser nicht zu Beginn des Romans von einer Vielzahl von Figuren erschlagen, stattdessen werden diese nacheinander und in überschaubarer Reihenfolge eingeführt. Und so hat der Leser Katharina, Jokasta, Pjotr und alle anderen schon bald liebgewonnen und kann sich über deren Schrullen und Schwächen ebenso wundern wie auch den Kopf schütteln. Gemischt mit einem tollen Cocktail aus Spionageabenteuer, Liebesgeschichte und Reiseerzählung begleitet der Leser Katharina von Kreta nach Ägypten und auf die arabische Halbinsel und es ist den faszinierenden Beschreibungen der Autorin zu verdanken, dass man als Leser auf jeder Seite das Gefühl hat, mit allen Sinnen auf dieser Reise dabei zu sein.

Eine besondere Freude ist zudem das liebevoll gestaltete Buch mit seinen hübschen Illustrationen und seinem stimmungsvollen Cover – hier auch ein dickes Lob an den Verlag und die verantwortlichen Illustratoren.

FAZIT: Ein ebenso spannender wie in jeder Hinsicht unterhaltsamer Reiseroman, in dem der Leser die Figuren mit allen Sinnen durch einen äußerst faszinierenden Landstrich begleiten darf. Definitiv ein Buchtipp!
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am 11. September 2014
Katherina Orsini, jung, blond, Kölnerin, hat ein Problem: Erst büxt ihr venezianischer Ehemann mit ihrem Vermögen aus, und dann ist er auch noch tot. Wildentschlossen, seine im heutigen Jemen versteckten Weihrauchvorräte zu finden, macht sie sich auf eine Reise, die vor fast vierhundert Jahren mehr als abenteuerlich war und heute vermutlich von den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes verhindert werden würde. Behilflich auf dem schweren Weg sind ihr ihre treuen Diener Jokasta und Pjotr sowie der ortskundige Venezianer Massimo, der praktischerweise arabische Wurzeln hat, ein wenig Handel treibt, möglicherweise für mehr als eine Seite spioniert und nebenbei zufällig verdammt gut aussieht.

Charlotte Thomas erzählt Katherinas Abenteuer gewohnt flüssig und intelligent. Was mir besonders gut gefallen hat: Katherina – endlich mal eine historische Romanheldin, die definitiv nicht heilkundig ist, aber gerne dafür gehalten wird. Rote Haare hat sie auch nicht, dafür ist sie ein wenig zu lang geraten, kämpft ständig mit ihrer Körpergröße und hat ein auf einer solchen Reise gut passendes Hobby. Eine lebendige und sympathische Hauptfigur. Zweiter Pluspunkt: Die exotische Kulisse zwischen Ägypten und Jemen. Sitten, Landschaften, Märkte, Menschen werden dank eindrucksvoller Recherche lebendig, ohne dass der Text je belehrend wirken oder sich in weitschweifigen Beschreibungen verlieren würde. Und ganz nebenbei ist man noch erstaunt, wie selbstverständlich über lange Zeit verschiedene Religionen ganz friedlich miteinander leben konnten.

Ein klein wenig kritisch möchte ich anmerken, dass die Geschichte nicht allzu viele Überraschungen parat hält, insbesondere wenn man schon mehr als ein Buch von Charlotte Thomas gelesen hat. Die eine oder andere Figur kommt einem dann seltsam bekannt vor, die (und dies ist kein Spoiler) absehbare Liebesgeschichte entwickelt sich routiniert nach dem Schema Sie hassen sich – sie lieben sich- und dann kommt das große Missverständnis, das das Happy End in Gefahr bringt.

"Das ferne Land“ ist ein schöner Unterhaltungsroman mit Schwerpunkt LIebesgeschichte und leichtem Abenteuer-Touch, der besonders durch seinen ungewöhnlichen Hintergrund besticht. Die liebevolle Gestaltung des Hardcovers mit Lesebändchen und Illustrationen trägt zusätzlich zum Lesevergnügen bei.
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Candia, heutiges Kreta, 1645: Als Katharina die Nachricht erhält, dass ihr Ehemann im fernen Arabien verstorben sei und ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen habe, traut sie ihren Ohren kaum. Der Taugenichts, der das Erbe ihres Vaters verprasst hat, scheint doch noch zu Geld gekommen zu sein. Sie beschließt, mit ihrer Haushälterin Jokasta und dem Russen Pjotr nach Arabien zu reisen. Als Faliero, ein angesehener Mann der Stadt, davon Wind bekommt, setzt er sie auf den Verräter Massimo an, den Katharina für ihre Reise als Dragoman, als Fremdenführer, engagieren soll. Die ungleiche Weggemeinschaft beginnt ihre Reise in den Orient, auf ihrem Weg zahlreiche Abenteuer, karge Wüsten und gefährliche Liebschaften.

Katharina wird gleich zu Beginn des Romans, der mit der turbulenten Belagerung Candias startet, als starke, überaus hochgewachsene Frau charakterisiert, die ihren eigenen Weg geht. Seit dem Tod ihres Vaters lebte erst in Venedig, dann in Candia, alles auf Geheiß ihres ständig abwesenden Ehemanns. Seit zwei Jahren hat sie nichts mehr von ihm gehört, dann kommt die Nachricht seines Todes. Eine typische Frauengestalt des historischen Romans? Mitnichten. Charlotte Thomas gelingt mit „Das ferne Land“ ein erfrischender Roman, der nichts von Klischees wissen will. Katharina mag stark sein, hat aber noch zahlreiche andere Facetten. So zeichnet sie beispielweise gerne, was in der abendländischen Kultur Frauen nicht erlaubt ist, gleichzeitig aber dazu führt, dass die Kapitel von tollen Umgebungsbeschreibungen angefüllt sind.

Dieser historische Roman hat alles, was man sich wünschen kann. Neben den Landschaftsbeschreibungen finden sich viele spannende Szenen, etwa als die Reisegemeinschaft durch die Wüste reist und überfallen wird oder Schiffsbruch erleidet. Auch die Liebe bleibt nicht auf der Strecke, findet aber ganz ungezwungen und authentisch ihren Eingang in den Roman. Es gibt viel über Land und Leute zu lernen, ein angeschlossenes Glossar erklärt fremdländisch klingende Begriffe und Wissen wird ganz automatisch transportiert. Ein rundum gelungener Roman also!

Was auch zu seinem Gelingen beiträgt, ist die tolle Figurenkonstellation. Im Hintergrund zieht Faliero, ohne dass er selbst groß auftritt, wie ein Puppenspieler seine Strippen. Gegenspieler ist Massimo, der facettenreicher kaum sein könnte. Man kann den zwielichtigen Mann niemals komplett einschätzen. Ist er nun Böse oder Gut? Verräter oder Wohltäter? Katharina steht zwischen den beiden Männern. Faliero bezahlt ihre Reisekosten, wenn sie ihm stets Bericht erstattet über Massimos Machenschaften und Kontakte. Zu dem fühlt sie sich aber zusehends hingezogen und möchte ihm nur allzu gerne glauben, dass Faliero ihn in einem falschen Licht sieht.

Ein farbenprächtiger Roman mit so vielen tollen Elementen – da kann man nur begeistert sein!
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TOP 500 REZENSENTam 21. April 2014
Mit ihrem neuen Buch " Das ferne Land" , entführt Charlotte Thomas ihre Leser in den Orient. Vom heutigen Kreta, durch die heutige Türkei und dann entlang der alten Karawanenstraßen, den Nil entlang bis weit nach Arabien hinein, erlebt der Leser eine interessante und spannende Reise , die eine kleine Gruppe Reisender auf Kreta startet, nachdem die Türken die Insel eroberten. Spannend und mehr als unterhaltsam vermittelt die Autorin dem Leser sowohl viele Eindrücke der verschiedenen Länder und Kulturen , als auch eine spannende und abenteuerliche Geschichte einer kleinen Reisegruppe , die den Weg nach Arabien wagt .Die Liebe spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, wird aber kitschfrei und wunderschön erzählt.

1645 bricht die junge Katharina, die Tochter eines venezianischen Kaufmanns, nach Arabien auf, nachdem sie vom Tod ihres Ehemannes erfährt, der ihre Mitgift, einen Beutel voller Gold ,in Arabien gegen eine große Ladung Weihrauch tauschte und diese nach Europa verschiffen wollte. Durch den Tod ihres Gatten ist sie nun selbst gezwungen ,den wertvollen Weihrauch aus Arabien zu holen , da ihr ein Kundschafter berichtet, dass sie um ihren Besitz betrogen werden soll. Dass sie mit dieser Reise ein großes Abenteuer wagt, wird Katharina erst auf der Reise nach und nach klar. Trotz ihrer Begleitung, die aus ihrer Dienerin Jokasta und Pjotr, einem russischen Söldner besteht, ist sie auf einen Führer angewiesen, der in Gestalt von Massimo und seines Begleiters zu ihnen stößt. Die Reise birgt für alle große Gefahren, wird aber auch zu einem großartigen Abenteuer, dem sich auch Katharina nicht entziehen kann.

Charlotte Thomas hat uns ja schon mit ihren großartigen Venedig-Romanen gezeigt, dass sie in der Lage ist, die Atmosphäre der Serenissima vor den Augen des Leser erstehen zu lassen. In diesem Roman lässt sie das alte Arabien der Sultane und Händler wieder auferstehen. Die Reise entlang des Nils, oder auch später durch die Wüsten oder durchs Gebirge konnte ich als Leser sehr gut nachvollziehen, da die Autorin eine sehr bildhafte Art und Weise hat, dies zu schildern. Die Karawanen ,die sich mühsam durch Hitze und Sand quälten ,standen mir vor Augen . Die Figuren sind so lebhaft und authentisch geschildert, dass ich häufig dachte, da würdest du, trotz aller Strapazen, auch gerne dabei sein und dieses Abenteuer miterleben. Auch die Liebesgeschichte , die Charlotte Thomas in ihre Geschichte einbaut , ist nachvollziehbar und sehr gelungen und an keiner Stelle kitschig. Ich fand`s sehr schade, als dieses Abenteuer endete und ich hoffe bald wieder etwas vom Erzähltalent Charlotte Thomas lesen zu können, aber Gott sei Dank gibt es noch einige Bücher von ihr, die ich noch nicht kenne.

Volle Punktzahl und wenn ich könnte sogar noch mehr, für einen wirklich gelungenen Abenteuerroman.
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am 6. September 2015
Ich habe bereits mehrere Bücher von Charlotte Thomas gelesen und war sehr gespannt auf diese neue.
Zum Inhalt ist bereits einiges geschrieben worden, deshalb gleich zu meinem Eindruck:
Zu Beginn, so fand ich, kam die Geschichte nicht ganz so leicht in die "Startlöcher". Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt und er mindert auch nicht die 5 Sterne, denn sobald die Reise von Katharina beginnt, wird es wunderbar! Ich wurde richtig hineingezogen in dieses ferne Land, die fremdartige Kultur, die anderen Sitten und Bräuche - dazu in einer Zeit, in der in Mitteleuropa und vor allem in Deutschland der 30jährige Krieg tobte. Charlotte Thomas webt einen feinen Stoff aus historischen Informationen, Impressionen, Landschaftsbildern, Düften, Farben, Stimmungen, Liebe und einem spannenden Plot - der (aus meiner Sicht glücklicherweise) nicht zu viel Kriminalität mit sich bringt, anders als zum Beispiel in den "Liebenden von San Marco". Das hätte dieses Buch erschlagen und das scheint Charlotte Thomas gemerkt zu haben. Aber spannend wird es trotzdem...
Ganz klare Leseempfehlung!
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am 10. Juni 2014
Keine Ahnung, warum ich die historischen Romane von Charlotte Thomas erst vor zwei, drei Jahren entdeckt habe, denn im Nachhinein weiß ich, was mir zuvor alles entgangen ist! Aber zum Glück sind Bücher ja keine verderbliche Ware und lassen sich auch noch einige Zeit nach dem Erscheinen lesen.

Dieses Mal entführt uns die Autorin zu einem Abenteuer, dass auf Kreta unter venezianischer Herrschaft seinen Anfang nimmt und uns am Nil entlang ins tiefste Arabien führt - und dies im 17. Jahrhundert mit einer Frau als Hauptfigur…
Katharina stammt aus deutschen Gefilden, lebt aber inzwischen auf Candia - dem heutigen Kreta. Als die Osmanen die Insel überfallen, verliert sie ihren gesamten Besitz und kann sich nur mit dem Nötigsten und ihren treuen Bediensteten Pjotr und Jokasta retten. Während sie im Unterschlupf der befestigten Stadt das Ende der Belagerung Candias abwarten, erfährt Katharina, dass ihr Mann Giacomo in Arabien verstorben sein soll - nachdem er aus ihrer Mitgift ein ordentliches Vermögen durch Weihrauchhandel erwirtschaftet hat. Auch wenn Katharina aufgrund der Vernunftehe nicht um ihren Mann trauert, so sieht sie in dem Gehörten doch eine Chance, einem zukünftig sehr ärmlichen Leben zu entkommen. Doch wie soll sie überhaupt nach Arabien kommen? Ohne Geld und als Frau in solchen Zeiten? Da ergibt sich urplötzlich eine Möglichkeit, denn ein einflussreicher Mann aus der Dogenstadt bittet sie, den Händler Massimo Bagliani, der schon häufig den Orient bereist hat, zu beschatten, da man ihn verdächtigt, als Spion für die Osmanen zu arbeiten. Dafür erhält Katharina ein ordentliches Startkapital und überlegt darum nicht lange: gemeinsam mit ihrem kampferprobten Diener Pjotr, der schon seit vielen Jahren der Familie zu Diensten war, und der häufig klagenden, aber auch ihre Schönheit und Reize gekonnt einsetzenden Haushälterin Jokasta auf den Weg… Es soll ein großes Abenteuer für alle Beteiligten werden!

Charlotte Thomas zeigt wieder einmal, wie gekonnt sie Charaktere entstehen lassen kann, denn nach nur wenigen Kapiteln hatte ich das Gefühl, die Protagonisten zu kennen - und dieses Gefühl wurde von Seite zu Seite stärker. Hinzu kommt, dass die Autorin die Figuren glaubhaft sein lässt, was ich in diesem Genre besonders wichtig finde, denn nur zu häufig werden Frauen unserer heutigen Erfahrung angepasst und mit reichlich Modernität ausgestattet. Dies ist bei Katharina nicht der Fall. Sie ist mutig und sicherlich forsch für ihre Zeit, aber in all ihrem Tun bleibt sie in meinen Augen authentisch. Und nicht nur das. Mir hat besonders auch die Beschreibung der Reise, die vielen Details - seien es Gerüche oder Geräusche, die bei mir ein regelrechtes Kopfkino entfacht haben, besonders gut gefallen. Sie haben mir das Gefühl gegeben, in ein richtiges Abenteuer abzutauchen und es hat Spaß gemacht, die spannende Reise mitzuerleben! Nicht zu vergessen natürlich auch die Liebesgeschichte, die sich allmählich entwickelt, aber nie zu viel Raum einnimmt, sondern immer ein Teil der ganzen Geschichte bleibt. So hat mich das Buch schon bald gepackt und ich habe nur zu gerne über die fröhlich plaudernde Jokasta, die im nächsten Moment allen die Ohren voll jammert, den schweigsamen und sehr zurückhaltenden Pjotr, den charmanten und geheimnisvollen Massimo und die pfiffige und abenteuerlustige Katharina gelesen und mich an den Geheimnissen, die im Grunde alle haben, den Intrigen und den ständigen Missverständnissen erfreut - keine einzige Seite wurde mir langweilig! Dass ich dabei noch das ein oder andere interessante Detail gelernt habe und die Farbe der Sonne in der Wüste vor Augen und die Gerüche von Weihrauch, Kaffee und Gewürzen in der Nase hatte, war wirklich das i-Tüpfelchen auf einen wunderbaren historischen Roman.

Ich kann nur sagen, dass ich diesem Roman viele Leserinnen und Leser wünsche, denn er hat es verdient - im Gegensatz zu den kitschigen und wenig authentischen Romanen, die sonst des Öfteren in diesem Genre zu finden sind. Dieses Buch macht richtig Lust auf Abenteuer!

Volle Punktzahl.
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