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Was sind das für Klumpen im Wasser? ... Vibeke blinzelte an die Decke ... und spürte, dass ihr Herz zu rasen begann. Wie ein Paukenschlag eröffnet ein gruseliger Mord das im doppelten Sinne starke Buch. Auf fast 500 Seiten ermittelt der schon bekannte Osloer Hauptkommissar Harry Hole. Diesmal steckt er selbst in einer gefährlichen Krise.
Hole kommt nicht über den gewaltsamen Tod seiner Kollegin Ellen hinweg, fängt an zu trinken und verliert auch seine Freundin Rakel. Verflixt glücklich kann er sich schätzen, einen Chef wie Bjarne Moller zu haben, der für ihn schon manche Kohlen aus dem Feuer geholt hat. Schöne Fiktion, wenn ein Hauptkommissar völlig betrunken zum Dienst kommen, der arroganteste, egoistischste Arsch, den man kennt. Tatsache bleibt: er ist eben der Beste! Aber irgendwann fällt auch hier das Wort Kündigung.
Jo Nesbø spielt brillant mit unserem Unterbewußtsein, man liest, überliest oder überfliegt wohlmöglich gar einen Satz und dennoch: man merkt sich, dass, ganz nebenbei, ein Briefumschlag abgegeben wird, der lange nutzlos und auch ohne irgendwie wichtig für den Handlungsverlauf zu sein, auf einem Schreibtisch herumliegt, der aber dann, zig Seiten später einen grausamen Inhalt offenbart. Das ist schlichtweg perfekt. Je strenger, strikter und straffer Nesbø die Spannungszügel in der Hand hält, desto atemraubender wird die dramatische Geschichte. Da schreibt einer mit knallharter Disziplin, kein Halbsatz wird dem Zufall überlassen, jede Formulierung birgt schon künftiges Geschehen in sich. Sachlich, manchmal fast sparsam schreibt der Ökonom, Musiker und Schriftsteller, nordisch kühl, keine ausschweifenden Beschreibungen, keine emotionalen Ausbrüche. Es ist, wie es ist, basta. Keine Bange, die Spannung ist alles andere als sachlich und kühl, die ereignisreiche Geschichte mit ihren kurzen Kapiteln fesselt gnadenlos bis zur letzten Seite.
Der jungen Frau, die ermordet aufgefunden wird, wurde ein Finger abgeschnitten und unter einem Augenlid finden die Ermittler einen rötlichen Diamant in Form eines fünfzackigen Sterns. Ein Mord, der inszeniert wirkt, eine bestialische Täter-Handschrift trägt. Was aber tun, wenn keine wirklichen Verdachtsmomente, oder bekannten Muster vorliegen und der Täter kein alter Bekannter" zu sein scheint? In der Tüte lag ein langer, schlanker Finger mit rotem Nagellack auf dem Fingernagel. Am Finger steckte ein Ring. Ein Ring mit einem sternförmigen Edelstein mit fünf Zacken. Ein weiterer Mord geschieht ... --Barbara Wegmann
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
'Lesen, unbedingt!' (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
'Jo Nesbø legt viele falsche Fährten. Das gehört zu seinem Job. Doch die Art, wie hinter jeder Spur ein kleines Drama aufscheint, adelt seinen spannenden Krimi zu intensiven Gesellschaftsporträt. Ein Superknisterbuch.' (WOMAN)
'. . . Psychologisch fesselnd und sehr eigenwillig: ein Krimi-Mix, der dem 45-jährigen wohl bald wenig Zeit für sein zweites Talent lassen wird: Er singt in der Pop-Band Di Derre.' (MAXI)
'Fernab von glasklaren Fjorden und Eichen, die ab und an aus dem Unterholz lugen, zeichnet Nesbø ein detailliertes Bild von der Metropole Oslo - und deckt dabei schonungslos menschliche Schwächen auf. Ein Kommissar am Rande des Abgrunds und geschickt ineinander verwobene Handlungsstränge halten die Spannung bis zur allerletzten Seite. Skandinavische Krimikultur vom Feinsten.'(HANDELSBLATT)
'Jo Nesbø, die neue Krimimarke aus dem hohen Norden! Der Norweger kommt mit einer mordsmäßig spannenden Story, einer Ladung guter Ideen und ausgesprochen runden Charakteren daher. Er schildert so intensiv, dass einem beim Lesen das Herz nicht nur vor Aufregung bis zum Hals schlägt, sondern auch vor Freude.' (BILD AM SONNTAG)
'Jo Nesbø hat mit Das fünfte Zeichen einen unglaublich spannenden Krimi geschrieben. Alle Figuren, angefangen beim wunderbaren Kommissar bis zu den kleinsten Nebenrollen, sind fein in ihren Charakteren skizziert. Die Handlung bedient sich dabei klassischer Krimi-Elemente. So wird der Leser immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Doch dabei entpuppt sich Jo Nesbø als wahrer Meister seines Fachs.' (RHEINISCHE POST'
'. . . ein hochkompexer, ultradüsterer, abgründiger Polizeiroman, der beste skandinavische Tradition mit einer manchmal surrealistischen Bilderflut speist. Fabelhaft. Und erschütternd.' (DIE WELT)
'Unter den vielen ähnlich angelegten Kriminalromanen aus Nordeuropa stechen Nesbøs Werke immer wieder hervor, weil er konzentriert durch den Dickicht der Handlung führt, seine Figuren lebensecht zeichnet und in knapper dialogorientierter Sprache ein großes Stimmungspanorama einzufangen versteht.« dpa »Wie Jo Nesbo seine Figuren beschreibt und in raffinierten Wendungen die Spannung bis zuletzt aufrecht hält, ist alles andere als nordisch unterkühlt und lässt selbst Wallander vergessen.' (KLEINE ZEITUNG)
'Das fünfte Zeichen gehört zu den Krimi-Höhepunkten des Jahres.' (Salzburger Woche, Der Standard)
'Spannende Story, überzeugende Charaktere, starker Stil. Hervorragender Krimi!' (MÜNCHNER MERKUR)
'. . . Jo Nesbø, äußerst attraktiver Schrifsteller und Musiker und neuer Krimi-Star aus Norwegen.'(GLAMOUR)
'Ein Krimi mit großartigen Charakteren und spektakulärem Ende.' (FREUNDIN)
'Das fünfte Zeichen ist Spannung, Grusel, Action und Erzählkunst vom Feinsten!' (TZ, München)
'Nesbø gelingt es meisterlich, die Spannung zu halten und brillant aufzulösen. Jeder ist verdächtig, vom Finder der ersten Leiche bis hinauf zum Präsidenten der Polizei.' (HAMBURGER ABENDBLATT)
'Ein Highlight des beginnenden Krimijahres. Mit diabolischer Akribie zeichnet Nesbø seine Figuren, die allesamt verlassene, geschlagene, geschundene Seelen sind. Auch wenn sie nach außen vor Erfolg und Selbstsicherheit nur so strotzen. Nur Harry Hole, der alkoholkranke Osloer Kommissar wirkt von Anfang an schwach, so schwach, dass man geneigt ist anzunehmen, seine pfiffige Ermittlernase sei möglicherweise zu sehr von Whisky umnebelt. Was sie definitiv nicht ist, wie dieser verwickelt aufgebaute Krimi zeigt. Der Leser kann sich getrost in Nesbøs Fänge begeben. Er wird sich daraus nach zwei Tagen rastlosen Lesemarathons äußerst zufrieden wieder befreien.' (Ingrid Müller-Münch WDR5 Mordsberatung)
'Wie Nesbø den versoffenen Harry Hole herumeiern lässt zwischen der Suche nach dem Serienmörder und der Überführung seines aalglatten Kollegen, gehört zum Besten, was das Genre zu bieten hat.' (OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG)