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Kundenrezensionen

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Leider kenne ich Joe Nesbös bisherige Kriminalromane mit Harry Holle nicht. Noch nicht. Denn dieser hier, der macht glatt Lust auf mehr davon.

In Oslo ist Sommer. Ein schrecklich heißer Sommer sogar. Ein nicht enden wollendes Hoch, das den Menschen nur eines beschert: Hitze, Hitze und wieder Hitze. Harry Hole, Hauptkommissar des Morddezernates ist allerdings an einem kritischen Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Seine Kollegin Ellen kam kürzlich bei einem Einsatz ums Leben. Harry versucht schon seit Wochen den Schuldigen in Tom Waaler, (s)einem Arbeitskollegen, zu entlarven. All seine Energie steckt der heruntergekommene Harry Hole in seine privaten Investigationen, bis alles um ihn herum beinahe zusammenbricht. Seine Freundin Rakel macht das nicht mehr mit. Harry mutiert zum klassischen Alkoholiker - befindet sich in einer Endlosschleife. Kommt mit seinen Ermittlungen gegen den vermeintlichen Waffenschmugglerboß, Tom Waaler, aber auch nicht weiter. Kurz bevor er von seinem Chef, Bjarne Moeller, tatsächlich suspendiert wird, passiert in der Stadt aber ein grausamer Mord und einige Tage darauf verschwindet eine weitere Frau spurlos. Harry findet sich langsam damit ab, dass er Tom Waaler nichts nachweisen kann und muss schließlich sogar mit ihm, seinem ärgsten Feind!, zusammen an diesen mysteriösen Mordfällen arbeiten ...

Inwiefern es bei Joe Nesboes Protagonisten Harry Hole, Parallelen zu Henning Mankells Kommissar Kurt Wallander gibt, vermag ich nicht zu sagen. Für mich waren Henning Mankells Krimis immer besonders ... ähhh ... naja, langweilig nicht, aber ich habe da immer sehr lange gebraucht, bis ich Zusammenhänge deuten konnte und dieser Wallander führte sich m.E. etwas zu doof auf, für einen Mann. Ich lese jetzt keinen Henning Mankell mehr, habe ich mir geschworen.
Joe Nesboe möchte ich allerdings ein großes Lob aussprechen. Mich hat die Person Harry Hole sehr fasziniert. Seine Tiefen sind bei weitem nicht so abstoßend, dass mich die Person an sich abgestoßen oder gar aufgeregt hätte. Die Problematik des Alkoholismus ist leider sehr gut nachvollziehbar. Die Problematik die sich durch eine Beziehung mit einem Alkoholiker &(!) workaholic (Wenn's denn einen Fall gibt, ist Harry zu 100% für seinen Job da) ergibt, wird nur angeschnitten. Man fühlt sich als Leser nicht zu sehr überhäuft mit nutzlosem Privatleben eines Kommissars. Das gefällt mir. - Die Spannung bleibt, obwohl man als Leser zwischendurch schon etwas nervös wird, weil die ermittelnden Kommissare scheinbar auf der Leitung sitzen, durchweg auf hohem Niveau. Der Schreibstil ist angenehm bis überdurchschnittlich. Ein paar mysteriöse Szenen (ich vermute es handelt sich um die Gedanken des "kranken" Mörderhirns) bereiteten mir Kopfzerbrechen, auch noch nach mehrmaligem Lesen. Aber sei's drum.
"Das Fünfte Zeichen" ist für mich jedenfalls ein spanneder Krimi, der sich nicht wie ein Déjà Vu (ich meine, etwas schon da Gewesenes) liest, sondern war für mich ein Leseerlebnis (ich nenne das immer gerne "Kino im Kopf"), das völlig neue Rätsel aufgibt. Hervorragend geschrieben und kaum aus der Hand zu legen. Kann ich nur empfehlen.

Die aktuell (November 2014) komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:

Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann
Der Leopard
Die Larve (2011)
Koma (2013)

.
PS.
Wenn Ihnen Meine Bewertung(/Rezension) gefallen hat, oder bei der Entscheidung geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen.
Nur auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. (Dankeschön ;-)
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am 18. November 2006
Ich habe dieses Buch in norwegischen Original gelesen und muss sagen, dass dies hier der bislang beste Nesbø ist (ich lese in chronologischer Reihenfolge). Es fällt die von anderen bereits erwähnte angenehme Pace der Handlung auf. Es ist aber auch der erste Nesbø, in dem der Autor den richtigen Grad an Verschleierung vor dem Leser gefunden hat, etwas, das bei den ersten Romanen oftmals nervte. Die Auflösung kommt Nesbø-typisch zwar weiterhin aus heiterem Himmel mit Beweismaterial welches dem Leser zum Teil vorenthalten wird, es entsteht jedoch nicht das Gefühl, andauernd ausgesperrt zu werden.

Wer das Buch kauft, um Nesbø kennen zu lernen, dem empfehle ich zunächst zumindest Rotkehlchen (Rødstupe) und Die Fährte (Sorgenfri) zu lesen, die zwei wichtige Personen einführen: Ellen und Beate.

Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Harry Hole-Roman (Frelseren), der zufällig schon hier neben mir liegt und laut Verkaufszahen aus Skandinavien noch besser sein sollte.
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am 26. Mai 2013
Es ist immer schwierig, eine Rezension gegen den allgemeinen Trend zu schreiben. Aber manchmal kann man nicht über seinen Schatten springen. So erging es mir mit Jo Nesbos -Das fünfte Zeichen-. Ich schätze den Autor sehr, war aber verwundert, wie sehr er sich hier dem gängigen Klischee-Thriller-Krimi zugewandt hat. Wie oft noch muss man Romanstoffe lesen oder hören, in denen ein Killer mystische Zeichen am Tatort zurücklässt, diverse Körperteile seiner Opfer abtrennt und abenteuerliche Gesamtkunstwerke für die Ermittler vorbereitet? Meiner Ansicht nach ist dieses Strickmuster ziemlich abgedroschen. Bei -Das fünfte Zeichen- kommt hinzu, dass Nesbo am Ende des Plots jede Menge Zusatzdetails konstruieren muss, um diese "Nummer" abzusichern. Das wird auch dadurch nicht besser, dass Nesbo versucht verschiedene Handlungsstränge wie den Mord oder einen Waffenschmuggel irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Das hat mir nicht besonders gut gefallen. Der Ermittler Harry Hole ist eine starke Figur, in diesem Fall verkauft ihn uns Nesbo jedoch erst als haltlosen Trinker, der später derart abstinent ist, dass man die Einganssequenzen der Geschichte kaum glauben kann. Wie gesagt, die Geschmäcker sind verschieden. Ich war jedenfalls für einen Roman von Jo Nesbo ziemlich enttäuscht. Für den Vorleser Heikko Deutschmann gilt das nicht. Er liest den Stoff gekonnt und gut.

Harry Hole ist am Ende. Mehr betrunken als nüchtern bekommt er in seinem Job wenig "gebacken". Auch das Verhältnis zu Rakel ist zerbrochen. Sein Kollege Tom Waaler ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Ein Erfolgspolizist, wie er im Buche steht. Doch Hole verdächtigt ihn, ein Waffenschmuggler zu sein. Da passt es sich nicht gut, als ein psychopathischer Mörder sein Unwesen treibt und seinen Opfern jeweils einen Finger abtrennt und Diamanten an den Tatorten zurücklässt. Denn jetzt müssen Waaler und Hole zusammen ermitteln. Sie kommen dem Täter schnell auf die Spur, aber Waaler will nicht nur die Morde aufklären, er will auch Harry auf seine Seite ziehen...

Vielleicht lag es auch an der gekürzten Hörbuchfassung, dass ich mit dieser Geschichte nicht klar kam. -Das fünfte Zeichen- hat mich, im Gegensatz zu vielen anderen Lesern und Hörern, jedenfalls nicht überzeugt. Ich bin der Meinung, dass Jo Nesbo das viel, viel besser kann. Aber sie wissen ja: Das ist eine Einzelmeinung und sie sollten sich selbst ein Bild machen. Meines war die Abbildung einer 08/15 Story mit krudem Hintergrund. Vielleicht hinterlässt -Das fünfte Zeichen- ja bei Ihnen einen hervorragenden Gesamteindruck. Probieren sie es einfach aus...
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am 5. Januar 2012
"Das fünfte Zeichen" ist der fünfte Fall des Osloer Hauptkommissars Harry Hole, einem exzellenten Ermittler, der vor allem durch seine immer wiederkehrenden Alkoholexzesse von sich reden macht. Diesmal allerdings ist es soweit, dass die Schwäche für das flüssige Gift seine brillante Karriere vorzeitig zu zerstören droht. Lediglich die Ausweglosigkeit seines Chefs und mehrere brutal verübte Ritualmorde schaffen es, den abgewrackten Ermittler vor dem völligen Absturz zu retten. Eine spannende Jagd, die neben ihren brisanten Verbrechen immer wieder Harry Holes Kampf gegen die eigenen Dämonen thematisiert. Und so geschieht es, dass es dem verloren geglaubten Kommissar gelingt, wieder einmal über sich hinauszuwachsen.

Gelesen wird der nervenzerreißende Kriminalroman von Schauspieler, Musiker und Hörbuchsprecher Heikko Deutschmann, dem es wunderbar gelingt, die verschiedenen Seiten des Osloer Hauptkommissars Harry Hole nachvollziehbar zu verkörpern. Ob er mit brüchiger Stimme die Aussichtslosigkeit und Zerrissenheit eines immer wieder strauchelnden Mannes verkörpert, dem es einfach nicht gelingen will, sein Leben in den Griff zu bekommen, oder mit Nachdruck in der Stimme die Passagen eines Ermittlers liest, der dafür sorgt, die perfiden Pläne eines Psychopathen zu durchkreuzen: Stets ist seine Lesung von der jeweiligen Situation geprägt und versteht es, den Hörer in einen Strudel von Ereignissen zu ziehen, die bis aufs Äußerste fesseln.

Fazit:
"Das fünfte Zeichen" ist ein sehr komplexes und mitreißend gelesenes Kriminalhörbuch, das vor allem von der Figur des Osloer Hauptkommissars Harry Hole lebt und dazu animiert, mehr von dem facettenreichen Ermittler zu hören.
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am 1. November 2011
Wie konnte ich jahrelang Herrn Nesbo ignorieren? Großer Fehler:-)
Nesbo schreibt klug und wortgewandt. Sein Schreibstil, die Begebenheiten und Beschreibungen in kurzen Kapitel zu packen, zwingt zwar den Leser dazu, sich die vielen Personen(Opferbeschreibungen inklusive) zu merken, aber dies dürfte den meisten Lesern keine allzu große Mühe machen. Selbst wenn der Plot nicht gerade explodiert von Neuem, ist es aber eine Tatsache, das er eines beherrscht: Seine Geschichten sprechen alle Sinne an. Bei Nesbo wird man über den Geruch einer Strasse genauso informiert wie über die Beschaffenheit einer Haut bei Berührung, ebenso was das Auge erfasst und was das Gehirn daraus schließt sowie die Geräusche, die innerhalb einer Situation zwar nebensächlich sind, aber im ALltag halt dazugehören. Und dies schafft er für mich besonders gut bei diesem Fall. Harry Hole, so versoffen wie er auch sein mag, kann und will nicht seinen Instinkt ausschalten, denn das ist der einzige Grund, wofür er lebt. Solche Arbeitstiere kennt man vom eigenen Berufsalltag, und sie erinnern an Kurt Wallander, aber, Nesbo schafft es, Hole als ein sehr einzigartiges Individuum darzustellen, das glaubhaft in seinen Handlungen agiert. So schräg und tragisch sie sein mögen. Dazu kommt noch, das Harry eigentlich an zwei Fällen arbeitet. Bei dem zweiten, parallel geschalteten, läuft Nesbo zur Höchstform auf. Anfängliche Verdachtsmomente Holes verwirft man genauso schnell wieder wie er, nur halt drei Seiten später. Im Hinterkopf aber verlässt einen das Gefühl nicht, dass Holes Instinkt ihm Recht gibt. Und dieses Gefühl zieht sich fast durch 2/3 des gesamten Buches, ohne auch nur einen einzigen klaren Beleg zu liefern.
Da macht auch das etwas schwache Finish des ersten Fall nichts, denn ansonsten wird man wunderbar unterhalten.
Fünf Punkte für Krimi-Spaß mit bildhafter Sprache.
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am 24. Dezember 2013
Hauptkommissar Harry Hole von der Osloer Polizei hat eine Reihe von üblen Problemen: sein Quartalssäufertum, ungute Erinnerungen an Tod und Leid geschätzter Menschen sowie eine zerbrochene Liebe sind dabei nicht die einzigen. In einem ausnehmend heißen Sommer startet nämlich eine Mordserie in Norwegens Hauptstadt. Scheinbar sind besonders Frauen im Visier eines Täters, der sorgfältig ausgewählte Zeichen an den Tatorten (und an den Opfern) hinterläßt. Eine eilig zusammengestellte Polizeitruppe nimmt mit Unterstützung eines Psychologen die Verfolgung auf. Die Hoffnung: Ließe sich ein Muster erkennen, könnte dies direkt zum Täter führen. Harry Hole gibt wieder alles, um hinter das "Warum" zu steigen und das große Ganze zu erkennen - dass dabei nicht sicher ist, ob er im Polizeiapparat selbst nur Freunde hat, erschwert die Sache zusätzlich.

Oslo im brütend heißen Ferienkoma, eine unheilvolle Bedrohung (der Originaltitel "Marekors" = "Pentagramm" gibt da einen Hinweis), eine Faktenfülle sondergleichen und ein von seinen Dämonen getriebener Ermittler: was will man mehr? Wie so oft legt Nesbö viel Wert darauf, die Figuren stimmig erscheinen zu lassen und gibt jedem einen glaubhaften Hintergrund, von der Ex-Affäre eines deutschen Offiziers bis zum Taxi fahrenden Ex-Hacker. Die Schurken sind eiskalt und kreativ, die Guten ringen mühsamst um Gerechtigkeit - und die Spannung entsteht, wenn völlig unklar wird, wer die besseren Karten hat. Spuren versanden, Ideen führen ins Nichts, nicht jeder Plan geht auf. Und dann gilt es im Showdown, das Ruder in letzter Sekunde herumzureißen. Spötter mögen einwenden, wie weit das alles von wirklicher Polizeiarbeit entfernt sei, wie überkonstruiert die Story daherkomme. Da haben sie nun völlig Recht. Die Details des Falles können auch mal an den Haaren herbeigezogen sein. Solange allerdings die Akteure und die Atmosphäre stimmen und der Atem des Lesers regelmäßig stockt, bleibt Nesbö ein großer Krimi-Autor, dessen "Fünftes Zeichen" ebenso großes Kino ist.

Ich gebe zu, nach dem vierten Buch aus der Hand des Meisters bin ich der Sogkraft der Figur Harry Hole mittlerweile erlegen. Auch Fall Nr. 5 muss ich daher wärmstens empfehlen.
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am 12. Juli 2016
Der Artikel ist der Beschreibung entsprechend.
Über den Inhalt kann ich leiser nichts sagen, da ich das Buch verschenkt habe.
Aber die Beschenkte Person gibt an, dass ich 5 Sterne vergeben soll. Es sei ein toller Harry Hole Teil.
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am 20. Oktober 2014
Ich habe zuerst den Schneemann gelesen und jetzt das fünfte Zeichen.
Bei beiden Büchern fand ich den Einstieg etwas schleppend und komplex...
Sobald diese erste Hürde aber überwunden war war auch dieses Buch wieder extrem spannend und mitreißend. Nach ca 3/4 des Buches war der Fall eigentlich gelöst und ich habe befürchtet dass jetzt noch ein ewiger "Nachspann" kommt... Aber weit gefehlt. Durch eine Wendung wurde der Fall nochmal neu aufgerollt und es ging mit mindestens genauso viel Spannung weiter bis zur letzten Seite! Das war sicher nicht das letzte Harry Hole Buch das ich gelesen habe!

Mein Fazit: absolute Kaufempfehlung!!
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HALL OF FAMEam 29. Dezember 2005
"Das fünfte Zeichen“ (Claassen 2006 – „Marekors“, 2004) ist nach dem fulminanten Debütroman „Der Fledermausmann“ sowie „Die Fährte“ und „Rotkehlchen“ der vierte in deutscher Sprache erschienene Roman des norwegischen Autors Jo Nesbø mit seinem begnadeten Ermittler Harry Hole. Bjarne Møller, Chef des Dezernats für Gewaltverbrechen in Oslo hat Probleme mit Harry Hole, seinem vifsten, aber eigenbrötlerischen Hauptkommissar. Dies insbesondere mit dessen Alkoholsucht, die wiederum mit dessen Problem mit Tom Waaler, einem weiteren Hauptkommissar, mit Chancen der Nacholger von Møller zu werden, zusammenhängen. Lt. Meinung von Hole steckt Waaler mit der organisierten Kriminalität unter einer Decke und hat beim Tod der Kommissarin Ellen Gjelten Regie geführt. Jegliche Beweise fehlen jedoch. Näheres kann im Vorgängerroman „Rotkehlchen“ nachgelesen werden. Und sommerurlaubsbedingt teilt Møller gerade Waaler und Hole ein, den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Camilla Loen, alleinstehend, wurde am helllichten Tag in der Dusche ihrer eigenen Wohnung erschossen. Die Pistole, die im Mülleimer der Wohnung gefunden wird, erweist sich als Tatwaffe. Keiner der Nachbarn hat etwas gesehen oder gehört. Merkwürdig war nur, dass ihr linker Zeigefinger abgetrennt worden war und unter einem ihrer Augenlider ein rötlicher Diamant in Form eines fünfzackigen Sterns gefunden wurde. Doch Hole weigert sich, mit Waaler zusammenzuarbeiten. So muß er das Verschwinden der Schauspielerin Lisbeth Barli untersuchen. Als ihr abgeschnittener Finger mit einem Ring mit einem sternförmigen fünfzackigen rötlichen Diamanten per Post bei Bjarne Møller eintrifft, ist klar, dass die beiden Fälle zusammenhängen. Und es kommen noch zwei weitere Morde hinzu: Die Empfangsdame eines Rechtsanwaltsbüros, Barbara Svendsen, wird dort ermordet. Gleiches passiert Marius Veland in einem Studentenwohnheim. Dabei taucht auch hier in beiden Fällen ein fünfzackiges Pentagramm auf. So machen Hole und Waaler notgedrungen gemeinsam Jagd auf den Serienmörder. Doch als sich die Nebel des Falles lichten und ein Verdächtiger verhaftet wird, trennen sich wieder deren Wege. Denn für Hole ist die Aufklärung des Falles zu glatt und alles scheint zu stimmen, ohne daß allerdings ein plausibles Motiv vorliegt. Und so kommt es zur Story nach der Story: Das Motiv wird gefunden, der Mörder gestellt – und die Fragen, inwieweit Waaler mit der organisierten Kriminalität zu tun hat und welche Rolle er beim Tod von Ellen Gjelten gespielt hat, werden auch beantwortet. Insgesamt ein trotz seiner 490 Seiten ungemein spannender Roman, der Lust auf weitere Romane von Jo Nesbø mit Hauptkommissar Hole macht.
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am 17. Februar 2006
Okkultisten vollführen Ritualmord an junger Frau
Harry ist Polizist. Harry ist einsam, denn seine Lebensgefährtin hat ihn gerade verlassen. Harry ist besessen davon, den Mord an seiner Kollegin aufzuklären; doch interessiert sich die Dienststelle nicht mehr wirklich dafür. Harry ist unbeliebt, denn er hat Tom Waaler, den beliebtesten Kollegen des ganzen Dezernats, des Mordes beschuldigt.
Jetzt ist Harry ganz, ganz unten, denn seit vier Wochen befindet er sich im Dauerdelirium; Harry ist Alkoholiker.
Seit vier Wochen hat Bjarne Moller, Harrys Chef, nichts mehr von diesem gehört. Moller weiß um Harrys verzweifelte Lage, doch er ist auch Leiter einer Polizeidienststelle. Bisher hat er es immer irgendwie geschafft, Harrys Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch diesmal hat Harry den Bogen überspannt. Moller hat keine andere Wahl als ihm zu kündigen. Doch bis zum Kündigungstermin muss Harry noch antreten und gemeinsam mit Tom Waaler den Ritualmord an einer jungen Frau aufklären.
Wahnvorstellung oder Wirklichkeit
Dies ist die Ausgangssituation von Jo Nesbos Roman „Das fünfte Zeichen“, welcher auch, welche Koinzidenz, der fünfte Band mit dem sympathischen, innerlich zerrissenen Kommissar Harry Hole ist. Gerade das Verständnis, dass der Autor seinem Protagonisten entgegenbringt und die Wärme, mit der er dessen Probleme schildert, heben diesen von der mittlerweile fast unüberschaubaren Zahl der aus Skandinavien stammender Krimis ab.
Dieser Erzählstrang zieht sich neben der Haupthandlung durch den ganzen Roman. Während des spannenden Hauptplots muss Harry neben dem Gespenst des Alkoholentzuges auch noch die Geister der Vergangenheit bekämpfen, um einen klaren Kopf für die Lösung dieses verzwickten Falles zu behalten. Denn trotz aller privaten Probleme wurde sein Ehrgeiz geweckt. Will er wirklich diesem Schnösel Tom kampflos das Terrain überlassen, damit dieser sich im Ruhm der Aufklärung sonnen kann und dies seiner ohnehin glänzenden und makellosen Karriere einen gehörigen Schub verleiht? Harry ist kein Mann, der schnell aufgibt. Wenn er eines im Leben gelernt hat, dann, dass man sich in eine Spur verbeißen muss wie ein Terrier in die Wade des Postboten, wenn man zum Ziel kommen will. Harry und Tom sind dabei zwei Gegenpole, die auch für die unterschiedlichen Strömungen innerhalb des Dezernates stehen: Harry, der Verfechter der kriminaltechnischen Handarbeit und Tom, der technikgläubige Seilschafter.
Nesbo verknüpft diese ganzen intertextuellen Bezüge mit seiner wendungsreichen Story zu einem dramatischen Ganzen. Der Leser erfährt jedoch nicht alle Gesichtspunkte des Falles direkt aus Harrys Sicht, sondern der Autor flicht immer wieder Erzählfragmente anderer Personen ein. Dies ermöglicht dem Leser, eine eigene Sicht der Dinge zu entwickeln, sich auf „eine Seite“ zu schlagen oder Aussagen in Frage zu stellen. Und diese Perspektivenwechsel beziehen sich nicht nur auf den eigentlichen Fall, sondern auch auf die Eindrücke, die der Autor von den Protagonisten und deren Beziehungsgeflecht vermittelt. Dieses Fixierspiel trägt erheblich dazu bei, dass die nervenaufreibende Geschichte bis zum kataklystischen Ende zu fesseln weiß.
Fazit: Eine nervenaufreibende Story bis zum kataklystischen Ende lässt den Leser bis zuletzt mitfiebern. Durch geschickte Perspektivenwechsel bleibt im Dunkeln, wer die Fäden zieht, wer Jäger und wer Gejagter ist. Für alle Liebhaber exquisit komponierter Krimipartituren ein absolutes Muss.
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