"Das fünfte Flugzeug" ist ein erstaunlich spannender Thriller, der die gängigen Verschwörungstheorien rund um den 11. September 2001 in eine rasante, jedoch stets augenzwinkernd erzählte Geschichte verpackt. Ein abgetakelter Journalist spürt den Piloten des mysteriösen fünften Flugzeuges auf, das am 11. September über die Radarschirme geisterte. Doch noch ehe er den Mann befragen kann, kommt der ums Leben - und der Journalist Max Fuller und die Tochter des Piloten werden von den finsteren Drahtziehern des 11. September quer durch Amerika gejagt. Mich haben an diesem Buch zwei Dinge fasziniert. Das eine ist die in diversen Blogs diskutierte Frage nach dem Autor. Der Verlag teilt im Klappentext mit, dass John S. Cooper ein Historiker aus Vermont und das Buch aus dem Amerikanischen übersetzt sei. Dummerweise ist das amerikanische Original nirgendwo erhältlich, ein John S. Cooper aus Vermont im Internet nicht zu finden und der Name des Übersetzers, Sam van Heist, vorsichtig formuliert höchst merkwürdig. Etliche Blogs gehen davon aus, dass das Buch von einem deutschen Autor geschrieben wurde. Wenn dem so ist, kann nur dem Verlag zur Vermarktung des Buches gratuliert werden - und dem Autor für die Beschreibung des Alltags in Amerika. Wer den Journalisten Max Fuller auf seiner Odyssee nach Florida begleitet, der spürt: Hier schreibt einer, der Amerika verdammt gut kennt.
Fazit: Ein raffiniert vermarktetes, spannendes und sehr amerikanisches Buch.