Perlentaucher.de
Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 05.08.2000
Hans-Jürgen Schmitt erzählt die Vorgeschichte des Bandes, dass nämlich jemand vom "Circulo de Lectores" (Bertelsmann) in Barcelona dem Dichter zum 80.Geburtstag einen Jubiläumsband aus den vier bei Suhrkamp erschienenen Langgedichten vorschlug. Paz wollte ein fünftes dabeihaben neben "Sonnenstein", "Weiß", "Nachtstück von San Ildefonso" und "Von der Kladde zur Klarheit" noch "Charta des Glaubens". Die Zahl fünf war wichtig, da sie sich zusammensetzt aus der 3 als "Zahlensymbol unserer Kultur" und der 2 als Symbol des Ursprungspaars. So also ist das "Delta" zu seinen fünf Armen gekommen, und als Einführung und Abschluss gibt es Kurzgedichte dazu. Schmitt weist darauf hin, dass die Langgedichte ("Von der Kladde zur Klarheit" ist umbenannt in "Nocheinmal durchwacht) weniger schwer zu lesen sind als gemeinhin angenommen, man müsse sie nur als "Wanderung" begreifen. Aus "Sonnenstein" und "Nachtstück von San Ildefonso" zitiert er, gibt gewissermaßen Proben seiner eigenen Wanderung, um Paz als "bis heute unerhört modern und unentbehrlich" zu zeigen. Dieser Band, so Schmitt, liest sich als "poetisches Vermächtnis" des 1998 gestorbenen Dichters.
© Perlentaucher Medien GmbH
Pressestimmen
»Das fünfarmige Delta liest sich im Rückblick wie ein poetisches Vermächtnis.« (
Süddeutsche Zeitung )