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Produktinformation
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Eine delikate Jugendsünde aus Polizeischulzeiten scheint ihre späten Konsequenzen nach sich zu ziehen, und wie fatal diese sind, müssen bald alle Beteiligten erfahren. Spielt der Hausmeister im Arnold-Schwarzenegger-Stadion eine Schlüsselrolle? Was haben die Hobbypolizisten der "Wehr-Initiative Grazer Sicherheit" damit zu tun? Wieso geht Brenner der Werbeslogan für eine lokale Biermarke nicht aus dem lädierten Kopf? Natürlich fließt noch reichlich Blut und viel Wasser die Mur hinunter, bis Brenner die richtigen Antworten parat hat.
Gnadenlos lässt Wolf Haas seinen Kult-Detektiv durch die ebenso skurrile wie spannende Story irren und spart dabei nicht mit satirischen Seitenhieben, treffenden Milieuschilderungen und erstaunlichen Lebensweisheiten. Die kunstfertig gestrickte Handlung ist so reich an Überraschungen und Cliffhangern, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Ein anderer Grund dafür ist natürlich der -- wenn man sich auf ihn einlässt -- äußerst einnehmende Erzählstil, der als intimer Plauderton daherkommt und dabei einen betont burschikosen Sprachwitz entwickelt.
Regelrecht poetische Qualität wird dabei in ihren besten Momenten durch die ausgefeilte Nonchalance erreicht. Den mit dem Leser auf Du und Du stehenden Ich-Erzähler lässt Haas in einem selbstironischen Coup am Ende sogar selbst noch in Erscheinung treten und findet so einen würdigen Abschluss der kultigen Krimireihe. Mit dem Verstummen des fiktiven Erzählers endet der sechste und letzte Brenner-Roman, doch es bleibt zu hoffen und wohl auch zu erwarten, dass Wolf Haas bald wieder seine erzählerische Ingeniosität unter Beweis stellen wird. --Mathis Zojer
Aus dem Jenseits und vom ewigen Erzählerleben ist dann nichts mehr zu erfahren. Simon Brenner ist nach seiner sozialen Talfahrt als Detektiv und ehemaliger Polizist in seine steirische Heimat geflüchtet und hofft auf einen Neubeginn bei alten Erinnerungen, «quasi Jugendtage, Freunde, Liebe, Moped und und und». Er hat sich wohl aus Verzweiflung selbst in den Kopf geschossen, ist zunächst aber überzeugt, dass sein ehemaliger Kollege, der nunmehrige Grazer Kripo-Chef, ihn umbringen wollte. Nach wochenlangem Koma führt er seine Aufklärungsarbeit weiter, in einem typischen Winkel des allerneuesten Österreich, wo die «Osterweiterung» schon ihre unterweltlichen Blüten treibt, wo rechtsradikale Bürger sich wehrhaft gebärden. In solchen Kreisen soll Brenner halbamtlich für die Polizei arbeiten. Für die Frühpension ist es noch zu früh, für eine Dienstwohnung zu spät. Überhaupt ist es spät in seinem Leben.
Alt ist er noch nicht, aber längst nicht mehr jung genug für jene Frau, mit der er anbandeln will, was ihm auch in den anderen Romanen nie recht gelingen wollte. Nach diesem endgültigen Schluss hat Simon Brenner keine Zukunft mehr, als Romanfigur wird es ihn (laut Autor) nicht mehr geben. Umso interessanter aber ist die Frage nach den zukünftigen Plänen von Wolf Haas.
Franz Haas
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Für mich diesmal als halber Grazer ein besonderes Vergnügen das Buch zu lesen, da man sich wirklich vorstellen kann, wie Brenner durch die Innenstadt wandert. Wolf Haas ist es wunderbar gelungen die besondere Atmosphäre, die von dieser Stadt ausgeht einzufangen und wiederzugeben.
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