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Das europäische Geschichtsbuch: Von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert
 
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Das europäische Geschichtsbuch: Von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert [Gebundene Ausgabe]

Frédéric Delouche
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 2., Aufl. (Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608946500
  • ISBN-13: 978-3608946505
  • Größe und/oder Gewicht: 27,6 x 23 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 74.630 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das erste Geschichtsbuch von europäischem Format- ein Geschichtsbuch von Europäern für Europäer

Fünfzehn Historiker aus dreizehn Ländern Europas legen das erste grenzüberschreitende Geschichtsbuch von europäischem Format vor. In ihrem herausragenden Werk verortet sich das alte und neue Europa historisch und entwirft seine Leitlinien für das 21. Jahrhundert.

Klappentext

Mit den Augen der »Anderen« die europäische Geschichte erfassen, die Weltgeschichte aus anderen Perspektiven in den Blick nehmen wollen, das ist das Ziel des europäischen Geschichtsbuchs. Alle Autoren schreiben mit an der Geschichte der Anderen, des Nachbarn, sei er geografisch nah oder fern, sei er ein früherer Feind und ein gelegentlich schwieriger Freund. Das erste grenzüberschreitende Werk zur Geschichte Europas von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert - das erste wirklich europäische Geschichtsbuch!

Die Autoren Jacques Aldebert (Frankreich) Johan Bender (Dänemark) M. Jan Krzysztof Bielecki (Polen) Jiri Grusa (Tschechien) Scipione Guarraccino (Italien) Ignace Masson (Belgien) Kenneth Milne (Irland) Foula Pispiringou (Griechenland) Juan Antonio Sanchez y García Saùco (Spanien) António Simões Rodrigues (Portugal) Ben W. M. Smulders (Niederlande) Dieter Tiemann (Deutschland) Robert Unwin (Großbritannien) Edgar Wolfrum (Deutschland) Redaktion M. Jan Kieniewicz (Polen)


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
DAS EUROPÄISCHE GESCHICHTSBUCH - Von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert ist eine europäische Initiative von Frédérice Delouche. Die 15 Autoren kommen aus 13 Ländern Europas. Eingeteilt ist das Buch in 13 Kapitel, denen ein Vorwort des Herausgebers und ein Vorwort des Verlegers und Grundbetrachtungen mit dem Titel "Wesenszüge Europas" sowie Fragen an die europäische Geschichte vorangehen.

Die einzelnen Kapitel mit jeweils zahlreichen Untergliederungen sind in folgende Themenbereiche gegliedert:
-Von Tundra zu Tempel (Ur- und Frühgeschichte- 4. Jahrhundert v. Chr.)
-Das römische Weltreich (6. Jahrhundert v. Chr. -5. Jahrhundert n. Chr.)
-Das Byzantinische Reich und das Abendland (6. -11 Jahrhundert)
-Das christliche Europa im Mittelalter (11.-13. Jahrhundert)
-Die Renaissance- Krise und Aufbruch (14.-15. Jahrhundert)
-Begegnung mit der Welt (15. -18. Jahrhundert)
-Reformation und Absolutismus (16. Und 17. Jahrhundert)
-Die Aufklärung und die Ideen der Freiheit (1700-1815)
-Europa auf dem Weg zur Moderne (Das 19. Jahrhundert)
-Auf dem Weg zur Selbstzerstörung (1900-1945)
-Von der Teilung zur Öffnung (1945-1985)
-Rückkehr und Verwandlung Europas (1985-2011)

Im Rahmen der Grundbetrachtungen möchte ich die Gedanken hervorheben, die die sprachliche Vielfalt als Ursache der Zersplitterung hinterfragt. 43 Sprachen werden in Europa gesprochen und es werden drei Schriftsysteme verwendet, die alle auf Konsonanten-Systemen beruhen. Das sollte man sich bewusst machen.

Das Buch beginnt mit der Thematisierung der ersten Menschen in Europa, den Neandertalern und den Cro-Magnon-Menschen, berichtet von der so genannten neolithischen Revolution und den großen steinzeitlichen Grabbauten, wie etwa den Megalith-Denkmälern in Frankreich, England, Irland und Malta, um sich dann mit der Metallzeit und dem damaligen Handel im Mittelmeerraum zu befassen. Man ist erstaunt, zu welch künstlerischen Hochleistungen man zu jenen Zeiten schon in der Lage war. So wurde ein "Kultwagen" im Gräberfeld von Hallstatt ausgegraben, der an den Kunstfertigkeiten unserer Vorfahren keine Zweifel lässt.

Im Rahmen der Darstellung der griechischen Kolonisation wird Heraklit in einem Spezialmerkkasten hervorgehoben und dessen wichtigste Gedanken kurz erläutert. In der klassischen Antike dann ist es Perikles und die Verfassung Athens, die betont werden. Später liest man Näheres zu den Sophisten und der Wahrheit.

Es ist natürlich unmöglich das gesamte Buch hier in Kurzform wiederzugeben. Das allein würde 5 Seiten und mehr beanspruchen. Mein Eindruck ist der, dass alle wesentlichen geschichtlichen Sachverhalten und das Denken in den verschiedenen Epochen sehr gut dargestellt worden sind. Die 250 Abbildungen und das Kartenmaterial vervollständigen die Texte.

Vor einigen Jahren kaufte ich mir die 20 bändige Ausgabe "Welt- und Kulturgeschichte" der ZEIT, die ich immer noch zu schätzen weiß und habe einige Textvergleiche vorgenommen, um zu sehen, ob im vorliegenden Buch auf alles Wesentliche eingangen worden ist, was die europäische Geschichte anbelangt.

Mein Eindruck ist, dass es gut gelungen ist, unsere europäische Geschichte facettenreich bis zum heutigen Tag zu beleuchten und Zusammenhänge herzustellen, aus denen sich die besser Zeitläufte begreifen lassen. Wir müssen uns mit der europäischen Vergangenheit auseinandersetzen, um in der Zukunft ein vereintes Europa möglich zu machen. Fehler gilt es aufzuspüren und zu analysieren, um sie zukünftig zu meiden. 50 Millionen Tote im 2. Weltkrieg solten uns zu denken geben.

Ein gutes Buch, das ich gerne empfehle.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Dieses Buch beschreibt die Geschichte Europas von der Besiedlung durch den modernen Menschen bis zur Finanzkrise.

Zu Beginn wird erörtert, was Europa eigentlich ist: Ist es der Kontinent, obwohl dieser eng an Afrika und Asien grenzt? Liegt es an der gemeinsamen Geschichte, obwohl auch Nordafrika zum Römischen Reich gehörte? Ist es die Kultur, obwohl deren Ursprünge in Asien liegen?

Das Buch ist so geschrieben, dass es den einzelnen EU-Ländern gerecht wird. Deshalb stehen weniger einzelne Herrscher, sondern die Beziehungen zwischen den Ländern und deren Hintergründe im Vordergrund. Immer wieder kam es zu Kriegen, Naturkatastrophen usw., auf die die Gesellschaften reagieren mussten. Dazu gehört die Abwehr der Türken durch das Heilige Römische Reich ebenso wie der Drang in neue Länder. Dieser Beginn der Globalisierung hatte vor allem wirtschaftliche Gründe, wenngleich die Religion vorgeschoben wurde. Hat die Entdeckung Amerikas nun den Spaniern genützt? Nein, denn das dort erbeutete Gold und Silber wurde für unnützen Luxus und Kriege ausgegeben, sodass es z. B. in den Niederlanden die Anfänge des Kapitalismus finanzierte... Für die eroberten Länder bestanden die Konsequenzen sowohl in (absichtlicher als auch unbeabsichtigter) Ausrottung als auch im Fortschritt (Bildung, Eisenbahn usw.)

Am Ende wird die Eingangsfrage hinsichtlich des möglichen Beitritts der Türkei zur EU erneut gestellt. Jedoch lässt sich keine endgültige Antwort finden. Jedenfalls bedeute Europa Jerusalem, Athen und Rom.

***

Mir hat das Buch gut gefallen. Neueste archäologische Erkenntnisse u. a. zur Besiedelung des ländlichen Galliens während der römischen Besatzung werden einbezogen.

Die Aufarbeitung der europäischen Teilung während des Kalten Krieges ist gut gelungen und geht auch auf die vom neuen Bundespräsidenten Gauck erwähnte unterschiedliche Erinnerungskultur ein: Im Westen gedenkt man des Nationalsozialismus und im Osten des Kommunismus.

Auch die Geschichte der EU wird anschaulich dargestellt, u. a. mit ihren Wurzeln im französischen Interesse an einer Kontrolle Deutschlands, dem Streit zwischen Großbritannien und Frankreich sowie der "schlitzohrigen Strategie" von Eurogruppenchef Juncker, schrittweise immer mehr Macht nach Brüssel zu verlagern. Aber liegt das Geheimnis Europas nicht eher in seiner Vielfältigkeit und dem Wettbewerb zwischen den Staaten?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Prima, endlich gibt es ein Europäisches Geschichtsbuch. Geschichte wird traditionell noch zu stark als Geschichte einzelner Länder und Reiche aufgefasst. Gerade an Schulen beginnt man erst langsam, eine Perspektive einzunehmen, die über das eigene Land hinausweist und dieses in einen größeren Kontext einbettet. Das Europäische Geschichtsbuch kommt da gerade recht. Eine europäische Perspektive einzunehmen ist heute wichtiger denn je, denn es gibt Gemeinsamkeiten, die diesen Kontinent von anderen unterscheiden und die eine gemeinsame Betrachtung erforderlich machen.

Auch unter den Autoren wird der europäische Gedanke konsequent verfolgt. Fünfzehn Historiker aus dreizehn Ländern haben mitgearbeitet, um unter der Regie von Frédéric Delouche insgesamt zwölf Kapitel zu erstellen, die chronolgisch diesen Kontinent unter die Lupe nehmen. Nach einer Einführung zu den Wesenszügen Europas (Geographie, Sprachen, Kultur) beginnt es im ersten Kapitel mit der Ur- und Frühgeschichte bis zum 4. Jahrhundert v. Chr. Auch dies, zeitlich gesehen ein weiter Blick, der von den Neandertalern bis zur griechischen Hochkultur reicht. Nach dem Römischen Reich (2. Kapitel), dem Byzantinischen Reich (3. Kapitel) wird auch dem Mittelalter (4. Kapitel) und der Renaissance (5. Kapitel) eine europäische Perspektive zuteil und nicht anders geht es, denn Christentum und kultureller Aufbruch haben sich europaweit ausgebildet. Im 6. Kapitel wird auf die folgenreiche Expansion nach Übersee eingegangen, die Entdeckungen und Kolonisierungen der Spanier, Portugiesen, Engländer, Franzosen und Holländer (Amerika, Indien, Gewürzinseln, Australien) und die bis heute spürbaren Folgen.

Weitere Kapitel beschäftigen sich mit der Aufklärung, dem Weg in die Moderne (19. Jahrhundert), den Kriegen des 20. Jahrhunderts und dem aktuellen Europa bis einschließlich 2011. Der konsequent europäische Zugriff macht dieses Buch unter den üblichen Geschichtsbüchern zu einer Ausnahme. Der Band ist reichhaltig bebildert und von der Form her eher ein Lesebuch für die historisch interessierte Allgemeinheit. Trotzdem könnten Schüler und Studenten gleichermaßen von der Lektüre profitieren und einen weiten Blick auf die Geschichte des Kontinents gewinnen. Für Idee, Aufmachung und Umsetzung deshalb 5 Sterne.
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