Meiner Meinung nach der beste Kriminalroman von Pierre Magnan.
Zwar ohne den bekannten Kommissar Laviolette aus den anderen Romanen, doch mit einer Intensität und Spannung geschrieben, die mich in den Bann gezogen hat. Dazu eine wunderbare Sprache, fast schon Poesie, aber niemals auch nur eine Zeile langweilig. Ein Könner seines Faches, dieser Pierre Magnan.
Eine Familie wird brutal ausgelöscht, verschont wurde nur das Baby in der Wiege. Dieses Baby, ein Junge, sucht nun im Erwachsenenalter nach Gründen, nach dem oder den Mörder/n, nach der 'Wahrheit', will Rache üben als er sie gefunden glaubt, doch es kommt ihm immer ein anderer zuvor.
Er 'tötet' sein Elternhaus, indem er es abreisst. Doch er findet keine Ruhe.
Der Schluss - die Wahrheit - ist ein Paukenschlag am Ende der Geschichte.
Wunderbar erzählt, lässt dieser Roman eine dramatische Geschichte in einer rauhen, doch herrlichen Landschaft Frankreichs erstehen.
Man glaubt sie selbst zu hören, die Blätter, die in der Dunkelheit in den Bäumen rauschen, die heimlichen Schritte in der Nacht, spürt selbst das kurze Entsetzen vor dem Mord.
Gescheite, spannende Unterhaltung, die ich mit viel Spass und Freude gelesen habe.