In diesem Buch kommentiert Daniel Odier den tantrischen Grundlagentext "Spandakarika".
Der Text zielt vor allem darauf ab, zu einem verfeinerten körperlichen Bewusstsein zu führen, und zu einer Vibration - ähnlich wie bei einem Saiteninstrument - die man Spanda" nennt. Die ganze Abhandlung, das sog. Spandakarika", ist eben diesem dem Spanda gewidmet. Es wurde von Vasugupta oder Kallata im 9. Jahrhundert verfasst. Das Spanda bringt die Wahrnehmung der Dualität zum Schmelzen und führt zu einer ekstatischen Erfahrung der Welt.
Das vorliegende Buch enthält keine historische Kommentierung, sondern vielemehr eine einzigartige mystische, fast intime Kommentierung des "Spandakarika" durch einen Meister. Der Meister Daniel Odier legt zu Beginn des Buches nicht nur Teile seines Wegs ausführlich, klar und ehrlich dar, sondern er kommentiert anschließend das "Spandakarika" in einer innigen Art und Weise.
Der Text ist damit verständlicherweise für einen bloss -ein wenig interessierten- Intelektuellen nicht wirklich verstehbar. Einen solchen Leser braucht der Text aber auch nicht.
Denn das Buch richtet sich offenkundig an den erhlich Suchenden, der damit eine Unterweisung und Hilfe für seine Praxis "von Herz zu Herz" erhält.
Tantra ist -wie Chan/Zen- kein einfacher Weg, und nur derjenige, der bereit ist, seine Konditionierungen vollständig zu durchschauen, und schonungslos seiner Angst vor der Auflösung zu begegnen, wird damit direkt und "schnell" zum Selbst geführt werden können.
Daniel Odier ist ein Meister, was sich nicht nur aus seiner tiefen Art zu Schreiben ergibt, sondern sich auch durch sein einzigartiges Verstehen des Weges zeigt.
Laut meinen Recherechen erhielt Daniel Odier die Meisterübertragung durch seine tantrische Lehrerin Lalita Devi. Weiterhin trägt er den Titel Chan Master Ming Qing (Daniel Odier) welchen er in China offiziell vom Meister Jing Hui verliehen bekam, sein Erwachen und seine Lehrfähigkeit in der Linie von Zhaozhou ist damit offiziell anerkannt.