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Das empathische Gehirn: Spiegelneurone als Grundlage menschlicher Kommunikation
 
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Das empathische Gehirn: Spiegelneurone als Grundlage menschlicher Kommunikation [Taschenbuch]

Nadia Zaboura
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 34,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 151 Seiten
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 2009 (25. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3531163906
  • ISBN-13: 978-3531163901
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 126.285 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Nadia Zaboura hat in ihrem Buch [...] erstmals den Bogen von der neurowissenschaftlichen Erforschung der Spiegelzellen zur Kommunikationsforschung gespannt. Sie bietet einen Überblick für alle, die sich damit beschäftigen, wie ihre Worte beim anderen ankommen." POLIZEI, Jänner-März 2009

Werbetext

Spiegelneurone als Grundlage menschlicher Kommunikation


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Entdeckung der Spiegelneurone hat der Neurowissenschaft das Tor zum Gegenüber geöffnet und es ermöglicht, ein völlig neues Gebiet, nämlich die biologischen Grundlagen der sozialen Welt zu erforschen. Dass dies bei den Pächtern dieser Region, den Soziologen, Psychologen und Kommunikationswissenschaftern für Empörung sorgt, ist nicht verwunderlich. Waren doch soziale und kommunikative Belange bisher den Geisteswissenschaften vorbehalten.

Nadia Zaboura versucht mit ihrem Buch eine interdisziplinäre Brücke zu bauen. Sie beschreibt die Thematik vorallem aus der Perspektive der Soziologie und stellt sie im ersten Teil vor den spannenden Hintergrund der Geschichte des Leib-Seele-Problems und der philosophischen Grabenkämpfe, welche die Wissenschaft des Geistes seit Descartes in die Krise geführt haben. Der Bogen führt dabei über Descartes, Leibnitz, Husserl, Merleau-Ponty zu Darwin, Gehlen und Mead.
Die darauf folgenden biologischen Ausführungen erscheinen mir dagegen oberflächlich, unklar und teilweise fehlerhaft. Es ist nicht zu übersehen, dass die Autorin hier für sie unsicheres Terrain betritt.
Im weiterem Verlauf befasst sie sich u.a. mit phylogenetischen und ontogenetischen Aspekten von Resonanzphänomenen, einer Diskussion im Kontext der Alltagspsychologie mit der Betonung auf Imitation und Simulation und den Konsequenzen, die sich für Anwendungen aus den verschiedensten Bereichen ergeben.

Obwohl das Buch in den letzten Abschnitten versöhnlich wird und zu einem holistischen Ansatz aufruft ' vorallem der Exkurs in östliche Traditionen und die Besinnung auf Maturana hat mir gefallen - haben mir einige polemische Stellen viel vom Lesevergnügen genommen. Schon am Anfang wird ein mutmasslicher Feind ins Visier genommen. Zitat: "Eine sich geschickt in Szene setzende Gruppierung von Neurowissenschaftlern propagiert einen physikalischen Reduktionismus und versucht sich damit gleichzeitig an einem erneuten Angriff auf das eigenständig sinnhaft und intentional handelnde Subjekt und das Primat der Ratio." Dem stellt sie den Trend des "somatic turn" in der Soziologie gegenüber und will auch ihre Arbeit in dieser Tradition verstanden wissen. Dass sich Nadia Zaboura selbst vorteilhaft in Szene zu setzen weiss, kann man im Web gerne nachprüfen. Darüber musste ich schmunzeln und das Recht auf Selbstdarstellung sei jedermann unbenommen. Ich kann aber auch der Argumentation selbst nicht folgen, da sich die angesprochenen Forscher eben auf der biologischen Ebene mit intentional handelnden Subjekten befassen und diese auf der abstrahierten Ebene der Geisteswissenschaft keinesfalls anzweifeln, auch wenn das manchmal so interpretiert wird. Auch die "Ratio" ist ein Sinnkonstrukt des menschlichen Geistes, und somit auf das selbe biologische Substrat angewiesen. Ein persönlicher Dialog mit Singer, Bauer, Roth, Hüther, Spitzer et. al. würde den Konflikt wahrscheinlich schnell als Missverständnis entlarven. Dass diese Polarisierung mehr von der sensationsgeilen medialen Rezeption evoziert wird, als von den Autoren selbst, sollte gerade einer Medienfachfrau klar sein.

Zusammenfassend will die Autorin zeigen, dass mit der Entdeckung der Spiegelneurone zwar grundlegende, unbewusst basale Funktionen der Kommunikation erklärt werden können, nicht aber die kognitiven, höheren Funktionen, die erst Entscheidungsfreiheit und Sinnerfassung ermöglichen.
Das steht auch keinesfalls im Widerspruch zur Neurophysiologie. Dass die Autorin dabei kaum auf die Verbindungen der Spiegelneurone zu zahlreichen anderen neocortikalen und limbischen Arealen eingeht, vorallem solchen, die an Funktionen des bewussten Entscheidens oder reflexiven Denkens beteiligt sind, mag zu diesem Schluss geführt haben. Gerade die Verbindung mit parietalen Arealen lassen auf eine Kopplung mit assoziativen Funktionen schließen, und die Verbindungen mit den für kognitive Operationen zuständigen Bereichen des Frontallappens sind weit mehr als eine einfache Sperre, wie im Buch dargestellt. Der Integration des Spiegelsystems in das gesamte Nervensystem ist zwar ein kurzer Absatz gewidmet, trotzdem erscheint dieser fundamentale Aspekt fahrlässig unterbelichtet. Insgesamt wird das Spiegelsystem zu isoliert und abgeschlossen betrachtet.
Kein Neurowissenschaftler wird behaupten, dass sich die höheren kommunikativen Fähigkeiten ausschließlich auf das System der Spiegelneuronen begründen. Dass wir bei der Erforschung dieser Vorgänge erst am Anfang stehen, ist gerade den Forschern mehr als bewusst. (siehe auch das Qualia Problem...)

Als Einstieg in die Thematik der Spiegelneurone ohne Vorwissen ist das Buch keinesfalls zu empfehlen. Wer eine popularwissenschaftliche Einführung sucht, dem sei Bauer empfohlen. Wer es ganz genau wissen will (neurologisches Vorwissen vorausgesetzt), sollte direkt zu Rizzolatti/Sinigaglia greifen. Das jüngst erschienene Buch ist mit Abstand das Beste zum Thema (in Deutsch).
Wer sich für die Aufregung interessiert, die die Entdeckung der Spiegelneurone im Feld der Philosophie und Soziologie verursacht hat, und wen der sperrige, aber leider übliche Soziologensprech nicht stört, wird mit diesem Buch fündig.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Laut großer Forscher sind Spiegelneurone die wichtigste wissenschaftliche Entdeckung dieser Dekade. Denn diese Nervenzellen lassen den Menschen das nachempfinden, was in Anderen vorgeht. Empathie lautet also das große Stichwort - man denke nur an die Wichtigkeit von Soft Skills in der heutigen Arbeitswelt.
Somit ist dieses Buch genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen und liefert erstmals eine fundierte wissenschaftliche Betrachtung der Spiegelneurone. Dabei ist der Autorin vor allem ein interdisziplinärer Ansatz sehr wichtig - was bei mir zum ein oder anderen Aha-Effekt geführt hat. Schließlich wird dieser Ansatz in den wenigen anderen Veröffentlichungen zum Thema eher nicht verfolgt.

Inhaltlich schildert Nadia Zaboura zunächst, was wirklich hinter dem Begriff "Intersubjektivität" steckt. Danach zeigt sie, wie Intersubjektivität im Lauf der Wissenschaftsgeschichte definiert wurde und wie sich das Verständnis dafür verändert hat. Wichtige Stationen sind hier neben Descartes und Husserl auch Merleau-Ponty und Mead. Im Anschluss kommen dann direkt die Spiegelneurone: ihre Entdeckung, die neurobiologischen Grundlagen und die Auswirkungen auf den Menschen.
Wie wichtig die körperliche Resonanz der spiegelnden Nervenzellen für die Gattung Mensch ist, erklärt die Autorin dann mit Bezug auf Tomasello, dem bekanntesten zeitgenössischen Anthropologen (arbeitet am Max-Planck-Institut in Leipzig). Hier wird dem Leser erstmals bewusst, welche Bedeutung die Spiegelneurone vor allem für Neugeborene und die gesamte kindliche Entwicklung haben müssen.
Nach einem Kapitel über die Theory of Mind befasst sich Nadia Zaboura am Schluss mit der Frage, welche Auswirkungen die Spiegelneurone in alltäglichen Bereichen unseres Lebens haben (z.B. auch bei der Nutzung des Internets), so auch weshalb Autisten sich schwer in Andere hineinversetzen können.

Insgesamt macht das Buch sehr gut klar, dass es eben doch mehr als neurologische Prozesse braucht, um das Verhalten Anderer zu antizipieren und miteinander zu kommunizieren.
So gehen Geistes- und Neurowissenschaften hier eine harmonische Beziehung ein, anstatt sich wie gewohnt gegeneinander zu plazieren - eine ganz neue Sichtweise! Und somit allen Lesern zu empfehlen, die sich mit dem Phänomen Spiegelneurone beschäftigen wollen, die von den Grundlagen menschlicher Kommunikation und Empathie fasziniert sind und aus ganzheitlicher Perspektive mehr darüber erfahren wollen.

Wer sich auf die durchaus anspruchvoll formulierten Gedanken und Thesen (dies ist keines der typischen Empathie-Ratgeber von der Bestseller-Liste) einlässt, wird auch bei sich selbst bald die Wirkungsweise von Spiegelneuronen feststellen können.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
schwierig ohne vorkenntnis 10. Februar 2010
ohne vorerfahrung in diesem bereich, finde ich dieses buch sehr schwer zu lesen.
Es sind sehr viel eFremdwörter enthalten.
Für mich als Literatur für eine Hausarbeit ohne viel Begleitliteratur sehr problematisch.
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