Sowohl der Text auf dem Cover:
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"Das eigene Heimstudio optimal einrichten, Studiotechnik verstehen und für eigene Produktionen anwenden"
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als auch der "Klapptext" der Amazon-Redaktion
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"Denn eins kann auch das hochwertigste Equipment nicht ersetzen: das richtige Know-how bei Aufnahme und Abmischung. Das eigene Musikstudio von Ingo Raven liefert hierzu das nötige Hintergrundwissen."
"Editing, Abmischen, Effekteinsatz und Mastering -- bilden den eigentlichen Kern des Buchs."
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weckte bei mir offenbar eine etwas andere Erwartung.
Es wird nicht detailliert beschrieben, wie das Heimstudio einzurichten ist. Lediglich die 'Gerätschaften' werden vorgestellt. Detaillierte Tipps zur Raum-Akustik, zum Equipment und zur Verkabelung sucht man vergebens.
Auch die Kapitel über Aufnahme und Abmischen hätten, wenn auch nicht umfangreicher, zumindest detaillierter sein können. Generell übt sich der Autor in der Beschreibung von Gerätschaften, Parametern und Techniken. Allerdings bleibt der Bezug zur Praxis meist auf der Strecke. Außerdem werden viel zu oft nebensächliche Ding zu detailliert behandelt, während die wirklich wichtigen Fragen für Anfänger offen bleiben, da diese zu oberflächlich behandelt werden.
Ich hatte deutlich mehr von 'gut 300 Seiten', einer 4,5 Sterne Bewertung und einem Preis von 29,95¤ erwartet.
Es folgt eine genauer Beschreibung der einzelnen Kapitel:
Im ersten Kapitel wird auf 6 Seiten (mit 5 Bildern) kurz ein professionelles Studio vorgestellt. Es wird auf die grundlegende Ausstattung (Mischpult, Effekte, PC, Monitore, "Raum") eingegangen, allerdings hätte ich mir hier etwas mehr erhofft. Es werden z.B. diverse Verbesserungen der Raumakustik genannt ("Schaumstoffnoppen"), aber nicht beschrieben. Weder wie diese Wirken, noch wo diese anzubringen sind, um vom Laien gewinnbringend eingesetzt zu werden.
Kapitel 2 trägt den Titel "Das Homerecording-Studio". 4 Seiten umfassen das Thema "Klangerzeuger". 17 Seiten befassen sich mit "Aufzeichnungsgeräten", wobei im digitalen Bereich detailliert auf Auflösung und Sampling-Frequenz eingegangen wird. Gerade dieser Teil hebt sich positiv von der ansonsten eher oberflächlichen Behandlung ab. Allerdings werden in diesen 17 Seiten auch relativ viele Möglichkeiten vorgestellt, die Anfänger schnell überfordern. Ich hätte mir hier eine deutliche Empfehlung für eine (die am meisten eingesetzte / die beste) Möglichkeit gewünscht oder zumindest ein paar Sätze zur Verbreitung.
Danach folgen 7 Seiten über Mischpulte, die weitere Details vermissen lassen. Zwar werden wichtige Eigenschaften, wie Anzahl Kanalzüge und Subgruppen beschrieben und eine Empfehlung für selbige ausgesprochen, allerdings existieren weitaus mehr Eigenschaften. Beispielsweise die Qualität der integrierten Vorverstärker, die Art der Lautstärkeregelung (Dreh- oder Schieberegler 'Fader') oder aktive / passive Mischpulte werden nicht erwähnt und stellen für Anfänger nicht gerade unwichtige Kaufkriterien dar. Weitere 4 Seiten stellen verschiedene Arten des Einsatzes von Effekten vor (externe Effektgeräte, Plugins, usw.). Die letzten 2 Seiten diese Kapitels behandeln kurz die Abhöranlage und Zubehör (Kabel etc.)
Kapitel 3 behandelt "Das Studio im Computer". Die ersten 7 Seiten diese Kapitels beschäftigen sich mit den Bestandteilen des Computers und hätten meiner Meinung nach etwas gekürzt werden können. Immerhin bekommt der wichtigste Teil "Audiokarten" ganze 4 Seiten spendiert. Hier wird schlicht auf Quantität gesetzt und der Blick auf die Qualität nicht mal erwähnt. Es folgt auf etwa 20 Seiten die Vorstellung von Audiosoftware, wie Cubase und Cakewalk, so wie Sampler und co., wobei vor allem auf die geschichtliche Entstehung, Aussehen und (grober) Funktionsumfang ('Mehrspuraufnahme möglich') eingegangen wird. Wiederum fehlt eine Übersicht über die Funktionen der genannten Programme und eine Empfehlung, so dass der unversierte Nutzer wieder im dunklen tappt. Die letzten 4 Seiten des Kapitels beschäftigen sich mit Software-Effekten bzw. deren Einbindung in die Audioprogramme.
Kapitel 4 enthält dann die von mir lang erhoffte "Planung eines Recording-Projektes". Auf den ersten 4-5 Seiten wird auf das Arrangement und das "zur Geltung kommen lassen" eingegangen. Auch wenn diese Abschnitte sehr interessant sind, so hätte ich mir hier doch etwas mehr erhofft, als bereits durch die Überschriften geklärt wird. Die folgenden 4 Seiten beschreiben das Prinzip der "Mehrkanalaufnahme", was mir wiederum zu allgemein gehalten ist. Die letzten 2 Seiten behandeln die "Reihenfolge der Instrumente".
In Kapitel 5 folgt dann "Achtung Aufnahme".
Hier wird auf den ersten 6 Seiten wiederum recht oberflächlich auf das Thema Monitoring, die Trennung der Instrumente (leider nur etwa 1 Seite) und den Einsatz beim "Überspielen" eingegangen. Die letzten 1,5 Seiten behandeln das "Richtige Aussteuern".
Kapitel 6 "Aufnahme unterschiedlicher Instrumente" hat mir persönlich mit am besten gefallen.
Hier wird auf etwa 35 Seiten die Aufnahme verschiedenster Instrumente (inkl. mehrerer Seiten "Mikrofonkunde") eingegangen. Auch wenn vieles hätte genauer behandelt werden können oder eine Abbildung zur Positionierung der Mikrofone vieles vereinfacht hätte, wertet dieses Kapitel im Gegensatz zu den bereits genannten das Buch auf jeden Fall auf.
Kapitel 7 "Nachbereitung" vermittelt ebenfalls viele nützliche Informationen.
Auf 18 Seiten werden das "Löschen unbenötigter Dateien", das Schneiden von Aufnahmen, Ein- und Ausblenden und der manuelle Lautstärke- und Tempoausgleich beschrieben. Ein Lob von mir für dieses Kapitel!
Kapitel 8 beschäftigt sich mit dem "Abmischen".
Auch wenn auf 17 Seiten wiederum viele nützliche Informationen vermittelt werden, werden viele Teile meiner Meinung nach zu allgemein gehalten. Außerdem kommt der Autor immer wieder gern vom Hauptthema ab und befasst sich mit Nebensächlichkeiten. Beispielsweise die detaillierte Behandlung von Equalizer-Filtertypen (6 Seiten! Steilheit und co.) hätte man sich sparen können, da zwar auf die technischen Details, aber nicht auf deren genaue praktische Anwendung eingegangen wird.
Kapitel 9 umfasst die "Klangbearbeitung einzelner Instrumente".
Auf ganzen 5 (!) Seiten werden grobe Equalizereinstellungen ("Anhebung bei x Hz") für die wichtigsten Instrumente (3 Seiten Schlagzeug) vorgeschlagen. Hier hätte ich ebenfalls einen erheblich größeren Umfang und ein paar mehr Tonbeispiele erwartet. Nichtsdestotrotz war auch dieses Kapitel interessant. Weitere 6 Seiten befassen sich mit der Stereoverteilung.
Kapitel 10 hat den Titel "So setzen Sie Effekte ein".
Auf den ersten 6 Seiten wird nochmals kurz auf die Einsatzart (Hardware oder Software), Insert-/Aux- und Pre-/Posteffekte eingegangen. Anschließend wird auf etwa 5 Seiten der Halleffekt erklärt. Ebenfalls etwa 5 Seiten bekommt der Delay-Effekt spendiert. Die Bearbeitung der Dynamik wird auf knapp 8 Seiten abgehandelt. Es folgen weitere 7 Seiten auf denen weitere Effekte beschrieben werden.
Insgesamt wird meist die Geschichte der Effekte und deren Parameter beschrieben. Es werden zwar Tipps zum Einsatz der Effekte gegeben, allerdings könnten diese etwas umfangreicher sein. Meist handelt es sich um Hinweise der Art
"Nehmen Sie eine Voreinstellung und probieren Sie herum"
oder
"stellen sie einen Wert zwischen X und Y ein".
Diese sind sicherlich richtig, allerdings auch relativ nutzlos. Die Hörbeispiele zeigen unterschiedliche Einstellung. Allerdings fehlt meiner Meinung nach das "Heranführen an den optimalen Wert". Auch wenn natürlich alles subjektiv ist, sollte zumindest etwas in dieser Richtung enthalten sein.
Kapitel 11 behandelt auf 17 Seiten das "Mastering".
In Kapitel 12 wird auf ganzen 14 Seiten das Brennen einer CD beschrieben.
Im etwa 30 seitigem Anhang werden weitere, eher unwichtige Themen (Stecker-, Kabeltypen, Synchronisation und Surround) beschrieben. Weitere 30 Seiten gehen für das Inhaltsverzeichnis, Internetlinks, das Glossar, den Index und ähnliches drauf.
So kommt man auch auf 304 Seiten!