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Das egoistische Gen
 
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Das egoistische Gen (Taschenbuch)

von Richard Dawkins (Autor)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 7., überarb. Neuausg. (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499196093
  • ISBN-13: 978-3499196096
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 335.029 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die These: Unsere von Generation zu Generation weitergebenden Gene formen uns nicht nur, sie steuern und dirigieren uns, um sich selbst zu erhalten. Alle biologischen Organismen dienen somit vor allem dem Überleben und der Unsterblichkeit der Erbanlagen und sind letztlich nur die 'Einwegebehälter' der 'egoistischen' Gene.

Autorenporträt

Richard Dawkins ist Evolutionsbiologe und lehrt an der Universität Oxford; er ist erster Inhaber des neu eingerichteten Charles-Simonyi-Lehrstuhls für Allgemeinverständliche Naturwissenschaft. In Deutschland wurde er bekannt durch die Bücher 'Der blinde Uhrmacher' und 'Das egoistische Gen'.

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81 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Viel zu genzentrisch und spekulativ, 29. April 2008
Von Lena Waider "Leseratte" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
"Das egoistische Gen" ist mir als Buch viel zu spekulativ. Angeblich sind Lebewesen nur Überlebensmaschinen ihrer Gene, um die es bei der Evolution geht, beim Menschen dann aber komischerweise doch wieder nicht, denn der könne sich über die Macht der Gene hinwegsetzen. Dafür gebe es jetzt die Meme (in Kapitel 11 schlägt Dawkins erstmalig die Memetik vor), die untereinander um Speicherplätze in unseren Gehirnen konkurrierten.

Ich rate dennoch dazu, das Buch zu lesen, denn es spielte für die Geschichte der Evolutionstheorie eine wichtige Rolle. Allerdings kann man es kaum als wissenschaftlich bezeichnen. Die vorgetragenen Thesen werden nur unzureichend begründet und sind vermutlich sogar falsch, wie Mersch (Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem) unlängst plausibel aufzeigte.

Irritierend ist auch so manche Begriffsungenauigkeit. Im Kapitel 9 "Der Krieg der Geschlechter" wird zwar ausnahmsweise einmal etwas eingehender auf die größte Erfindung der Evolution, die Sexualität, eingegangen, dennoch ist auch hier ständig von natürlicher Selektion die Rede. So heißt es etwa auf Seite 266: "Die natürliche Auslese hat die großangelegte Täuschung auf einem recht niedrigen Niveau gehalten, indem sie die Fähigkeit jedes Partners, beim anderen Unehrlichkeit zu entdecken, verschärft hat." Dawkins macht hier keine klare Trennung zwischen natürlicher Selektion (Lebensraum = Natur) und sexueller Selektion (Lebensraum = Population). Auch müssen ja nicht unbedingt alle Eigenschaften ein genetisches Fundament besitzen, denn immerhin meint er wenig später zu den variablen menschlichen Paarungssystemen (280) selbst: "Diese erstaunliche Vielfalt lässt vermuten, dass die Lebensweise des Menschen in einem hohen Maße von der Kultur und weniger von den Genen bestimmt wird."

Welche Vorteile die Sexualität und die sexuelle Selektion besitzen, wird nicht hinreichend erläutert. Auch stellt sich die Frage, wie sich die getrenntgeschlechtliche Fortpflanzung unter dem Paradigma des egoistischen Gens überhaupt durchgesetzt haben konnte, denn schließlich verhalten sich die Weibchen dabei keineswegs gen-egoistisch, geben sie doch im Vergleich zur gleichfalls in der Natur praktizierten Parthenogenese (Jungfernzeugung) uneigennützig die Hälfte ihrer Gene ab. Möglicherweise orakelte Simone de Beauvoir deshalb in Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau (33): "Vielleicht wird die Mitwirkung des Mannes in der Fortpflanzung eines Tages überflüssig: das ist anscheinend der Wunsch zahlreicher Frauen". So gesehen handelt es sich bei der "Theorie der egoistischen Gene" um eine Evolutionstheorie aus männlicher Sicht, denn gen-egoistisch verhalten sich bei der getrenntgeschlechtlichen Fortpflanzung nur die Männchen.

Auch in den Folgeabschnitten bleibt der spezifische männliche Beitrag an der Fortpflanzung und der Evolution eher im Dunkeln, selbst wenn Dawkins im Zusammenhang mit uneigennützigem Verhalten seitenlang auf die Organisation von Insektenstaaten zu sprechen kommt. So wundert er sich einmal (302), dass Honigbienen mehr in männliche Drohnen als in Königinnen investieren. Das Zauberwort lautet hier: Variation.

Die Ausführungen sind sicherlich interessant und lehrreich, an den entscheidenden Stellen aber auch wieder sehr ungenau. So bekommt man zunächst ausführlich die besonderen Verwandtschaftsverhältnisse in Ameisenstaaten erklärt (290ff.), mit der sich die Theorie der egoistischen Gene (bzw. der Verwandtenselektion) angeblich besonders gut bestätigen ließen, denn schließlich seien die Arbeiterinnen untereinander stärker verwandt (nämlich zu 3/4) als mit möglichen eigenen Töchtern (nur zur Hälfte), um dann aber auszuführen (302): "Ein sehr viel schwererer Schlag für unsere elegante Theorie ist die Tatsache, dass sich bei einigen Arten die junge Königin auf ihrem Hochzeitsflug nicht mit einem, sondern mit mehreren Männchen paart. Das bedeutet, dass der durchschnittliche Verwandtschaftsgrad ihrer Töchter untereinander weniger als 3/4 beträgt und in extremen Fällen sogar bis auf 1/4 absinken kann."

Man erfährt daraufhin zwar einiges darüber, warum die Hochzeitsflugbegleiterinnen ("Anstandsdamen") der Königin diese nicht von weiteren Paarungen abhalten, was aber letztlich ohne Belang ist, da dies keineswegs erklärt, warum die zukünftigen Töchter der Königin keine eigenen Nachkommen haben, denn nun könnten sie damit ihre Gene besser weitergeben.

Das Buch ist dermaßen gut geschrieben, dass man sehr leicht über die zahlreichen Ungenauigkeiten, Spekulationen und Widersprüche hinweglesen kann. Genau deshalb sollte man es aber mit Vorsicht lesen und jede einzelne Aussage genau hinterfragen. Evolutionserklärend ist die Theorie der egoistischen Gene sicherlich nicht.
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43 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannend und überzeugend, 5. August 2005
Von Ein Kunde
Als Naturwissenschaftler ist man es ja gewöhnt, daß Begriffe normalerweise nur im Bereich der Gültigkeit einer Theorie bestimmter Aspekte der Realität sinnvoll verwendet werden können - man denke nur an die Charakterisierung eines Massepunktes durch Aufenthaltsort und Geschwindigkeit in der klassischen Mechanik und den Übergang zur Quantenmechanik.

Der eine Teil dieses Buches handelt von Realitäten, die uns alle angehen, nämlich denen des tierischen und menschlichen Verhaltens - Eltern-Kind-Beziehung, Sexualität, Feindschaft, Kooperation, usf. - und baut eine schlüssige Theorie dieser Realität auf, in welcher, anders als in den meisten Philosophien, Religionen und alternativen Theorien, der Begriff "Individuum" nicht gebraucht wird, sondern ebenso nutzlos ist wie im obigen Beispiel "Aufenthaltsort+Geschw." in der Quantenmechanik - eine Schlussfolgerung aus Darwin's Evolutionstheorie, welche dem Buch seinen revolutionären Touch verleiht.

Stattdessen wird die Theorie auf dem Begriff "Gen" - einer Art im Medium DNA kodifizierten Programm - aufgebaut, welches seine Umwelt ( im weitesten Sinne: Das "Individuum" ist auch "nur" noch Umwelt ) so modifiziert, daß die Wahrscheinlichkeit seiner Replikation maximiert wird.

Der zweite Teil führt die "klassischen" Individuen wieder ein, die unter bestimmten engen Vorraussetzungen durchaus auch "Spielgemeinschaften" bilden könn(t)en, in welchen die Durchführung ihres Programmes nicht Leid, Tod, Krieg etc. für sie bedeutet.

Dawkins weist darauf hin, daß Menschen auch durch nicht in DNA kodierte Programme gesteuert werden (Meme nennt er diese), welche denselben evolutionären Gesetzmäßigkeiten unterliegen wie die in Genen kodifizierten Programme - es läßt einen ein bißchen für Popper's Vorschlag "Laßt unsere Theorien sterben, nicht uns an unseren Theorien." bangen.

Fazit: Der kühle und klare Reduktionismus, welcher einem aus diesem Buch entgegenweht, ist erfrischend. Das Buch ist spannend zu lesen und öffnet einen Blick auf Darwin's Theorie, der diese erst richtig verständlich macht.

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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausgabe, 18. Januar 2008
Auf den Inhalt des Buches wurde in den vielen Rezensionen bereits genug eingegangen. Ich möchte kurz auf die Jubiläumsausgabe zu sprechen kommen.
Das Buch ist angenehmer Schrift und sehr hellen Seiten gedruckt. Die Aufmachung ist stabil. Das Buch ist sowohl mit dem Vorwort der ersten Ausgabe als auch mit einem aktuellen Vorwort versehen worden, sowie einigen Einleitungen von Kritikern. Das vermittelt schon vor dem eigentlichen Buch sehr viel darüber was auf den Leser nun zukommt. Vor allem das aktuelle Vorwort Dawkins nimmt einem die Angst ein veraltetes Buch zu lesen.

Diese Ausgabe wurde auch großzügig durch aktuelle Kommentare ergänzt und zwar nicht als störende Fußnoten sondern jeweils nummeriert und nach Kapiteln geordnet am Ende des Buches. Diese Ergänzungen fand ich mitunter das Beste an dieser Ausgabe. Wann immer Dawkins eine strittige These aufstellt geht er im Kommentar dazu kurz auf die danach entstandene Kritik ein und wie er darauf reagiert. Ausserdem gibt es Dawkins die Möglichkeit veraltete Sachverhalte, z.B. Computertechnologien kurz um aktuelle Informationen zu ergänzen.

Für diese Ausgabe gibt es ganz ohne Beachtung des Inhalts (obwohl ich auch diesen hoch bewerte) auf jeden Fall 5 Sterne, vor allem im Preis/Leistungsvergleich mit anderen Büchern.
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3.0 von 5 Sternen Viel Theorie - viel Wissen
In dem Buch steht die Theorie im Vordergrund, dass alles was wir tun und warum wir es tun, von der Absicht der Weitergabe unserer eigenen Gene abhängt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von T. Müller veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen 30 Jahre und noch immer aktuell
Gute Wissenschaft erkannt man daran, dass sie:

1. in sich logisch

2. klar strukturiert

3. leicht verständlich

4. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Michael Müller veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wichtigstes Buch
Für mich ein absolutes "Must Have". Das wichtigste Buch meines Lebens. Sollte in keiner Bibliothek fehlen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Boor Jan Robert veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ärgerlich erst heute davon zu erfahren
Ich habe mich beim lesen dieses Buches mehr als aufgeregt. Über was? Ich versuche es mal in Worte zu fassen:
Das Buch ist vor ca. 30 Jahren zum ersten mal erschienen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Andreas D. veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Überholt, veraltet und dogmatisch
Das Buch ist überholt, links wie rechts. Dass sich soziale Erfahrungen direkt im Erbmaterial niederschlagen und sogar vererben, konnten weder Darwin noch Dawkins wissen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Roman Nies veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Guter Diskussionsanstoß
Dieses Buch eklärt den ganzen Aufbau des Lebens durch die Welt der Gene. Die Meinungen Dawkins sind recht provokant und finden nicht immer Zustimmung. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von D. Neugebauer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein Muss!
Wen die Ursachen für die Entstehung von Leben interessieren, was Leben eigentlich ist und wie die Mechanismen der Evolution funktionieren, wird kein besseres Buch finden.
Vor 15 Monaten von Geistesblitz veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Blind theorizing
Dawkins writes that "the argument of this book is that we, and all other animals, are machines created by our genes" (p. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Midasin veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Unentbehrliches Grundlagenwerk
Ich las das Buch im Sommer letzten Jahres als Grundlage für das damals angekündigte, neueste Werk des Autors, "Der Gottesewahn", und war begeistert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2008 von Klaus Santa

4.0 von 5 Sternen Wichtiges Buch, allerdings mit einigen Schwächen
Eine Fähigkeit Dawkins ist, komplizierte Zusammenhang einfach und verständlich darzustellen. Das ist ihm auch und gerade in diesem - seinem wohl bekanntesten Werk - gelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2007 von Lena Waider

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