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Das egoistische Gen
 
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Das egoistische Gen [Taschenbuch]

Richard Dawkins , Wolfgang Wickler , Karin de Sousa Ferreira
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Pressestimmen

Richard Dawkins ist nicht nur Biologe, sondern gilt bei vielen als einer der klügsten und unterhaltsamsten Universalgelehrten der Gegenwart. Völlig zu Recht! Im Buch "Das egoistische Gen" entführt er den Leser in die wunderbaren Mechanismen, die die Genetik uns und allen anderen Lebewesen schenkt. Spannend und humorvoll zeigt er, wo die Gene uns beherrschen und wo wir uns wiederum von ihren Vorgaben befreit haben. Er entführt den Leser in die großen Zusammenhänge des Lebens." www.zdf.de, 1.11.2008 Es ist Dawkins' Verdienst, die Evolutionstheorie anschaulich und leicht verständlich zu formulieren. Stuttgarter Zeitung, 16. 11.2007 Das glänzend geschriebene Werk, das als eines der besten wissenschaftlichen Sachbücher gilt, (...) trug wesentlich dazu bei, dass sich sowohl bei den Fachkollegen wie auch bei der interessierten Öffentlichkeit die Vorstellungen über Evolution nachhaltig veränderten. Bis heute wurde es in 27 Sprachen übersetzt (...) und hält bei einer Gesamtauflage von weit mehr als einer Million Exemplaren. Der Standard Kultur, 9.01.2007 Dawkins intelligenter Klassiker liest sich noch immer frisch und spannend. Man mag seinen radikalen Einsichten beipflichten oder sie ablehnen - in jedem Fall muß man seinen Wortwitz und die klare verständliche Sprache lieben und seine visionäre Weitsicht bewundern. Laborjournal -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Die These: Unsere von Generation zu Generation weitergebenden Gene formen uns nicht nur, sie steuern und dirigieren uns, um sich selbst zu erhalten. Alle biologischen Organismen dienen somit vor allem dem Überleben und der Unsterblichkeit der Erbanlagen und sind letztlich nur die 'Einwegebehälter' der 'egoistischen' Gene.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine radikale aber sehr spannende Idee., 6. Februar 2004
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Gebundene Ausgabe)
Der Autor Richard Dawkins führt den Leser in dreizehn Kapiteln an eine gewagte, extreme These heran. Er beginnt mit der biologischen Selektion und erläutert wie weitreichend Charles Darwin's Entdeckung war. Zu recht wird auch kritisiert, das dieses Wissen von den Wissenschaften bis heute noch nicht so gewürdigt wird, wie dies von seiner Bedeutung her richtig wäre.

Moleküle, die als Replikatoren sich selbst kopieren konnten, waren die notwendigen Erfindung, um die Selektion in Gang zu setzen. Ein extrem unwahrscheinlicher Zufall auf den ersten Blick. Rechnet man allerdings in Jahrmillionen arbeitet die Statistik eher für ein solches Ergebnis.

Die Aggregate wurden komplizierter, legten sich Hüllen zu und schlugen verschiedene Wege ein. Die so entstandenen Überlebensmaschinen erreichten irgendwann den Zustand knapper Ressourcen und die natürliche Auslese begünstigte Effizienz.

Nach den notwendigen einführenden Kapiteln kommt es zur Betrachtung des Kernthemas, das egoistische Gen. Ein Gen das fremde Gene zu verdrängen versucht und das verwandte Gene begünstigt. Zum Beispiel in Form von Altruismus gegenüber Verwandten und besonders zu den eigenen Kindern.

Nach Dawkins Ausführungen sind die Gene die eigentlichen Macher auf diesem Planeten. Pflanzen, Tieren und auch Menschen sind lediglich die Überlebenshüllen der unsterblichen Ur-DNA. Dieser Gedanke ist schon extrem und gewöhnungsbedürftig. Die Aussagen und Beispiele dazu leisten gute Überzeugungsarbeit. Die radikale Idee hat außergewöhnlich schnell ihren seriösen Platz in den Regalen der anerkannten Wissenschaften gefunden. Leider ist ihr ein breites öffentliches Interesse bisher versagt geblieben. Diese Idee so über unsere Gene zu denken, gehört in die Schulbücher und sollte auch zur Pflichtlektüre eines jeden Biologiestudenten gehören.

Das Buch enthält neben einem kurzen übersichtlichem Inhaltsverzeichnis, ein gutes Literaturverzeichnis mit weiterführender Literatur und einen nützlichen Index. Etwas umfangreich mit einhundertzehn Seiten schlagen die Nachbemerkungen zu Buche.

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Ausgabe, 18. Januar 2008
Auf den Inhalt des Buches wurde in den vielen Rezensionen bereits genug eingegangen. Ich möchte kurz auf die Jubiläumsausgabe zu sprechen kommen.
Das Buch ist angenehmer Schrift und sehr hellen Seiten gedruckt. Die Aufmachung ist stabil. Das Buch ist sowohl mit dem Vorwort der ersten Ausgabe als auch mit einem aktuellen Vorwort versehen worden, sowie einigen Einleitungen von Kritikern. Das vermittelt schon vor dem eigentlichen Buch sehr viel darüber was auf den Leser nun zukommt. Vor allem das aktuelle Vorwort Dawkins nimmt einem die Angst ein veraltetes Buch zu lesen.

Diese Ausgabe wurde auch großzügig durch aktuelle Kommentare ergänzt und zwar nicht als störende Fußnoten sondern jeweils nummeriert und nach Kapiteln geordnet am Ende des Buches. Diese Ergänzungen fand ich mitunter das Beste an dieser Ausgabe. Wann immer Dawkins eine strittige These aufstellt geht er im Kommentar dazu kurz auf die danach entstandene Kritik ein und wie er darauf reagiert. Ausserdem gibt es Dawkins die Möglichkeit veraltete Sachverhalte, z.B. Computertechnologien kurz um aktuelle Informationen zu ergänzen.

Für diese Ausgabe gibt es ganz ohne Beachtung des Inhalts (obwohl ich auch diesen hoch bewerte) auf jeden Fall 5 Sterne, vor allem im Preis/Leistungsvergleich mit anderen Büchern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Wichtiges Buch, allerdings mit einigen Schwächen, 10. Dezember 2007
Von 
Lena Waider "Leseratte" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Eine Fähigkeit Dawkins ist, komplizierte Zusammenhang einfach und verständlich darzustellen. Das ist ihm auch und gerade in diesem - seinem wohl bekanntesten - Werk gelungen. Eine seiner wichtigsten Aussagen ist: Die Fortpflanzung erfolgt nicht zur Arterhaltung, sondern aus Eigennutz. Im Vordergrund steht für ihn nicht einmal der Eigennutz des Individuums, sondern der seiner Gene, die nach möglichst starker Verbreitung im Genpool "strebten". Auf diesen Zusammenhang werden dann auch andere soziale Verhaltensweise wie Kooperation und Altruismus zurückgeführt.

Daneben liefert er noch einen möglichen Erklärungsmechanismus für die kulturelle Evolution: Hier schlägt er sogenannte Meme vor, die danach "strebten", möglichst viele Gehirn zu erreichen.

Das Buch ist insgesamt sehr lehrreich. Auch war es für die Geschichte der Evolutionstheorie von großer Bedeutung. Allerdings weist es m. E. auch einige entscheidende Schwächen auf. Beispielsweise kann Dawkins nicht plausibel erklären, was eigentlich ein Gen ist. Gemäß ihm ist ein Gen "ein möglichst kleines DNA-Stückchen". "Möglichst klein" sind aber keine Begriffe, auf denen man eine Theorie aufbauen kann. Dawkins zeigt nicht, woher die kleinen DNA-Stückchen ihren Egoismus herbekommen sollten.

Ferner gibt es hinreichend viele Beobachtungsfälle, die mit Dawkins Theorie kaum vereinbar sind. Beispielsweise ist eine Honigbienen-Jungkönigin (bei einem Königinnen-Wechsel) mit den bei ihr verbliebenen Arbeiterinnen zunächst nur relativ schwach verwandt (es handelt sich um Halbschwestern). Ihre Nachkommen, die die bisherigen Arbeiterinnen sukzessive ersetzen werden, sind mit den Alt-Arbeiterinnen aber fast überhaupt nicht mehr verwandt. Das steht in klarem Widerspruch zu Kernannahmen der Theorie der egoistischen Gene.

Und schließlich ist die Mem-Theorie äußerst spekulativ, zumal sie mit vielen Ontologien (z. B. dem systemischen Materialismus gemäß Bunge/Mahner) nicht kompatibel ist.

Dawkins Ausführungen sind wirklich sehr interessant, und deshalb empfehle ich dieses Buch auch, aber man sollte viele Dinge doch mit Vorbehalt lesen: Es könnte so sein, wie es dargestellt wird. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass alles ganz anders ist.
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