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Das dunkle Schweigen: Denglers zweiter Fall
 
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Das dunkle Schweigen: Denglers zweiter Fall [Broschiert]

Wolfgang Schorlau
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 333 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Aufl. (18. November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462036149
  • ISBN-13: 978-3462036145
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.308 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Schorlau
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der zweite Kriminalroman mit dem Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler, dem trinkfesten, an allem zweifelnden Helden aus »Die blaue Liste« – »Wolfgang Schorlau hat einen Detektiv erfunden, der an den Säulen der Gesellschaft sägt«. Neue Ruhr Zeitung »Es geht um eine Erbschaftssache«, sagt Robert Sternberg. Er beauftragt den Privatermittler Georg Dengler, Licht in eine merkwürdige Familienangelegenheit zu bringen. In den Unterlagen seiner verstorbenen Mutter hat er einen Vertrag von 1947 gefunden, in dem sein Großvater das alte Schlosshotel in Gündlingen an die Familie Roth überschreibt. Ohne erkennbare Gegenleistung. »Vielleicht können wir den Kontrakt rückgängig machen«, sagt Sternberg. Der Notar, der den Vertrag damals beurkundete, lebt noch. Er rät Georg Dengler von weiteren Nachforschungen ab. »Lassen Sie die Dinge auf sich beruhen«, sagt er, »es bringt kein Glück, alles wieder ans Tageslicht zu zerren«. Dengler befragt mögliche Zeugen in dem kleinen Ort – und stößt auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens. Schicht für Schicht enthüllt er die Lügen um ein unfassbares Verbrechen in den letzten Tagen des Krieges. Und als er der Wahrheit ganz nahe ist, eröffnen Unbekannte die Jagd auf ihn ... Wie in seinem ersten, von der Kritik gefeierten Roman »Die blaue Liste« montiert Schorlau aus wahren Begebenheiten eine neue, verblüffende, aber auch beängstigende Sichtweise auf unsere heutige Wirklichkeit.

Der Verlag über das Buch

Die Dinge sind stets anders, als sie scheinen – Ein neuer Fall für Georg Dengler

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Ursula Kempf TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
"Dengler wollte etwas sagen, aber brachte nichts heraus. Er fühlte sich wie ein Pilger, der am Ende seiner Reise angelangt ist. Alle Verlorenheit wich von ihm."
Endlich am Ziel seiner Träume angelangt darf der Ex-Superbulle vom BKA Georg Dengler den Bluesklängen seiner Ikone Junior Wells in "Theresa`s Lounge", dem dunkelsten Harlem Chicagos, live lauschen. Daheim blieben erfolgversprechende Aufträge für sein neu gegründetes Privatermittlungsbüro eher aus. So musste er sich über die Wintermonate mit der Verfolgung untreuer Ehefrauen, Jagd auf Drückeberger und Sozialschmarotzer für die Stadtverwaltung und der Tätigkeit als Bodyguard auf einer Milliardärsparty über Wasser halten. Der einzig interessante Fall zu einem Erbschaftsstreit hatte ihn an einer Mauer des Schweigens aller Beteiligten abprallen lassen. Erst der neue Auftrag aus Chicago bringt Licht ins Dunkel und führt Dengler unter Einsatz seines Lebens zu einem entsetzlichen Verbrechen, geschehen in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges.

Die Idee zu seinem zweiten Kriminalroman mit dem Privatermittler Georg Dengler kam Wolfgang Schorlau, der genau wie Dengler in Stuttgart lebt, bei der Lektüre eines Zeitungsartikels mit dem Titel "Mordermittlungen nach Skelettfund-Ist ein US-Bomberpilot von Bauern gelyncht worden?" Gemeint ist ein bis heute wenig erforschtes Gebiet deutscher Zeitgeschichte in den Jahren des Kriegsende nach dem zweiten Weltkrieg, in der viele alliierte Piloten nach dem Absturz von der Zivilbevölkerung gelyncht wurden. Als sogenannte Volksjustiz wurden diese Verbrechen von den Nazis nicht nur toleriert, sondern gar unterstützt. Zusätzliche politische Brisanz bekommt der Plot durch die Tatsache, daß es sich hier um einen schwarzen Bomberpiloten handelt, der im Himmel als Held gefeiert und auf Erden als Nigger beschimpft wurde.

Wie in seinem ersten, von der Kritik gefeierten Roman Die blaue Liste: Denglers erster Fall montiert Schorlau aus wahren Begebenheiten eine neue, verblüffende, aber auch beängstigende Sichtweise auf unsere heutige Wirklichkeit. In zwei Erzählsträngen auf zwei unterschiedlichen Zeitachsen, die 60 Jahre auseinander liegen, verwebt Schorlau geschickt eine Geschichte, die sich so oder ähnlich 1945 tatsächlich zugetragen haben könnte und die Menschen bis heute beeinflusst. Mit anhaltend subtiler Spannung fesselt der Autor den Leser von der ersten Seite bis zur Auflösung auf der wirklich allerletzten Seite des Buches. Aufgelockert wird der dramatische zeitgeschichtliche Hintergrund durch einige recht amüsante Einlagen. Denglers Einsatz als Bodyguard der Superreichen zwischen Champagner, Koks und Kaviar oder die heldenhafte Lektion, die Dengler dem schmierigen Berufskollegen Wiesel" bei der menschenverachtenden Razzia einer Hartz IV-Empfängerin erteilt hat, haben mir persönlich besonders gut gefallen.

War Dengler in der blauen Liste im Wesentlichen noch ein Einzelkämpfer, so hat er inzwischen in Martin Klein und Olga feste Freunde gefunden. Auch in Liebesdingen gibt es Hoffnung. Läßt ihn seine Auftraggeberin und spätere Geliebte aus dem ersten Band schmählich im Stich, so findet er nach kurzer Trauerphase wieder ein neues Liebesglück. Zudem fährt er mächtig Sympathiepunkte beim Leser ein. Nicht nur, daß er als rettender Wohltäter einer alleinerziehenden jungen Mutter auftrumpft, sondern zudem rettet er das Leben seiner eigenen Mutter durch sofortiges und beherztes persönliches Eingreifen. Dengler - mein neuer Held!

"Tatsächlich sehe ich während des Schreibens den Ort, rieche seine Düfte oder seinen Gestank, höre Verkehrslärm oder Liebesgeflüster und empfinde Sympathie, Hass oder Argwohn gegen die auftretenden Personen ..." sagte Schorlau 2006 in einem Interview und ich finde ... das spürt man. 2006 wurde "Das dunkle Schweigen" mit dem 3. Preis des Deutschen Krimipreises ausgezeichnet und von mir gibt es heute 5 Sterne für einen sprachlich anspruchsvollen Kriminalroman mit einem durchgehenden Spannungsbogen und einem zeitgeschichtlich hoch interessanten und brisanten, bisher wenig bekannten Thema.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschichte als Geschichte 30. März 2012
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Im zweiten Fall schickt Wolfgang Schorlau seinen Helden etwas weiter in die Vergangenheit, Die blaue Liste: Denglers erster Fall. Er tauscht Aktualität gegen Nachdenklichkeit. Leider verliert Schorlau damit in seinem zweiten Fall auch einen Teil des Thrills. Lesenswert bleibt "Das dunkle Schweigen" allemal.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Nehmen wir es gleich vorweg: Das zweite Buch Wolfgang Schorlaus und damit der zweite Fall seiner Romanfigur Dengler kann m. E. an den Erfolg des ersten Buches nicht heranreichen. Aber so ist das oft in der Literaturbranche: Der Erfolg zwingt zur baldigen Nachfolge - und die gerät dann nicht immer gleich gut wie das erste Werk.

In der Tat wirkt die Handlung des Buches etwas arg konstruiert. Schorlau webt sein aus dem ersten Buch bereits bekanntes Bluesidol Junior Wells bzw. dessen Vater mit in die Geschichte ein. Auch der "Show-down" am Ende mutet ein wenig herbeigeschrieben an und ist wenig logisch. Gleichwohl tragen die parallelen Handlungsstränge zweier Geschichten aus unterschiedlichen Zeiten (ein seit Jahren und spätestens seit Hennnig Mankell geläufiges Stilmittel gerade in der Krimigattung) durchaus zur Spannung bei.

Ansonsten versucht Schorlau seinen Romanhelden als Charakter weiter zu entwickeln, lässt die Beziehung zu Olga gedeihen und Aufträge sprießen.

Erfreulich ist auch in diesem Buch das letzte Kapitel "Finden und erfinden", das als Nachwort die Entstehung des Romans noch einmal beschreibt.

Fazit: Trotz alledem solide deutsche Krimikost. Schauen wir doch mal, wie der dritte Band geraten ist und bilden uns dann ein abschließendes Urteil.
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Na bitte - geht doch!
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Vor 3 Monaten von Marina veröffentlicht
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Das dunkle Schweigen - Denglers zweiter Fall
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