Diesen Roman konnte ich nicht aus der Hand legen, bis ich beim allerletzten Satz angelangt war. Wow!
Der Autor baut die Spannung von Seite zu Seite mehr auf, und wenn man denkt, jetzt, jetzt, endlich, dann kommt nochmal ein Hammer. Es ist wirklich Gänsehaut und Spannung bis zum letzten Buchstaben präsent.
Eine Schulklasse bestehend aus elf Schülern und zwei Lehrkräften fährt für eine Woche in ein altes Landhaus ans Meer. Die Schüler gehören einem musischen Elitegymnasium an. Nacheinander und in sehr lockeren Dialogen werden die einzelnen Personen vorgestellt, gemischt mit den losen Sprüchen der Schüler.
Die Schüler finden die Klassenreise nicht so doll und das alte feuchte Haus ohne Fernseher und ohne Handys geht schon gar nicht. Was sollen sie eine ganze Woche lang tun? Kein Shoppen, keine Videos, keine Spiele, nur langweilige Natur.
Aber es soll nicht lange langweilig bleiben! Schon in der ersten Nacht geschehen seltsame Dinge. Der rationale Verstand versucht sie wegzuerklären. Zunächst scheint dies nur einzelnen Personen zu geschehen. Aber nach und nach zeigt sich, dass jeder etwas Komisches bemerkt oder erlebt hat. Das Puzzlespiel hat begonnen.
Zudem existiert ein unheimlicher Keller unter dem Haus mit dem Sarg eines auf See verstorbenen Mannes, der das Haus hat für sich erbauen lassen........
Nach und nach kommt immer mehr Gruseln auf, das Puzzle wird immer vollständiger, aber wirklich erst am Ende aufgelöst.
Wer jetzt eine übliche Gruselgeschichte mit Geistern oder so erwartet, den muss ich enttäuschen. Es ist ganz anders! Viel schauriger! Der Autor hat wirklich einen tollen Spannungsbogen aufgebaut. Wie eine Sehne in einem echten Bogen, die sich erst nach dem abgeschossenen Pfeil wieder in ihre Elastizität begibt. Der "Pfeil" wird im letzten Satz des Buches abgeschossen!