Simon R. Green gelingt mit "Das dunkle Fort" das mittlerweile in der Fantasy-Literatur nicht mehr übliche Werk des reinen Unterhaltungsromans ganz passabel! Da es sich um ein Werk von 1993 handelt, das nur das erste Mal auf deutsch erschien, kann man es wohl als Relikt aus der Vergangenheit sehen...
Der Anführer einer Ranger-Gruppe mit Namen McNeil, bekommt zusammen mit seinen Gefährten, der Hexe Constance und den Kämpfern Jessica Flint und Giles Blunt den Auftrag, in einem Fort am Rande eines fremden Reiches nach dem rechten zu sehen.
Gleichzeitig machen sich die Ganoven Hammer, Wilde und deren Führer durch den Wald, Vogelscheuchen-Jack, ebenfalls auf den Weg dorthin, da sie dort große Mengen an Gold erbeuten möchten.
Beide Gruppen merken schnell, dass sich etwas unsagbar Böses dort eingenistet hat, das man seit dem vor Jahren beendeten Dämonenkrieg vernichtet glaubte.
Als die beiden Gruppen im verlassenen und von dunklen Kreaturen bevölkerten Fort eintreffen, müssen sie sich verbünden, um eine Chance gegen die dunklen Mächte zu haben, die noch eine böse Überraschung in der Hinterhand haben...
Zugegeben - die Handlung ist ziemlich simpel gestrickt und wird auch ohne große Überraschungen zu Ende geführt. Dennoch ist man mit diesem einbändigen Dämonen-Roman gut bedient, wenn man nur mal etwas Fantasy-Atmosphäre zwischendurch schnuppern möchte. Es gibt besagte Dämonen, Magie, tapfere Recken beiderlei Geschlechts und die Naturverbundenheit mit dem Wald etc.
Alles in Allem also eine gute Wahl. Einziger Wermutstropfen ist die Charakterisierung der Hauptpersonen, die rein äußerlich völlig klischeehaft und vom Charakter her kaum ausgearbeitet erscheinen.
Die 302 Seiten vergehen wie im Flug ohne große Überraschungen - als Film wäre dieses Buch vergleichbar mit einer Jerry Bruckheimer-Produktion!