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Produktinformation
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»Zum Wiederlesen empfohlen. ... Die deutsche Teilung ist in Johnsons Roman ›Das dritte Buch über Achim‹ das Zentrum, um das sich alle Handlungen und Personen drehen. Johnson hat den Roman zwischen 1959 und '61 geschrieben, und wenn Johnson nicht gerade mit Rückblenden bis in die Kindheit und Jugend seiner Figuren zurückgeht, spielt die eigentliche Handlung kurz vor dem Mauerbau. ... Johnson spielt mit dem Genre der literarischen Biografie und vermengt Fakten und Fiktionen auf geniale Weise.«
(Frank Dietschreit rbb Kulturradio )»›Das dritte Buch über Achim‹ - ein bedrückendes Fazit des Versuchs eines literarischen deutsch-deutschen Projektes, zu lesen in einem Buch, das 14 Tage vor dem Beginn des Mauerbaus erschien. Johnson beschuldigt nicht, er registriert in jeder Empfindung lakonisch die Wirkung der Grenze, der Entfernung, des Auseinanderlebens. Ein Buch des wohl wichtigsten Dichters der beiden Deutschland, das über Mauerbau und den Kalten Krieg hinaus vielleicht heute mehr als früher helfen kann, bestehende Sprachlosigkeiten zu beseitigen.«
(Petra Roth Die Welt )
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Worum geht es? Der westdeutsche Journalist Karsch wird von seiner Freundin Karin zu einem Besuch in die DDR eingeladen. Dort lernt er deren Freund Achim, den berühmten Radrennfahrer kennen. Karsch wird von einem Verlag zu einer Biographie über Achim angeworben. Zwei verklärte Heldensagen über den großen Sportler gibt es schon. Das dritte Buch über Achim soll Achim als eine Art Nationalhelden porträtieren. Karsch wird vom ostdeutschen Staate hofiert. Aufenthaltsverlängerung und Reiseprivilegien inklusive. Und tatsächlich erkundet der Journalist akribisch und um Wahrheit bemüht die zum Teil dornige Lebensgeschichte von Achim. Aber die Notizen fügen sich nicht zum gewollten Ganzen. Die Darstellungsprobleme lassen sich nicht klären. Karsch kehrt frustriert nach Hamburg zurück.
Die vordergründige Handlung des Romans ist - wie oben deutlich - schnell erzählt. Dabei ging es Uwe Johnson doch um anderes. So können wir schon auf dem Umschlag lesen: Die Ereignisse beziehen sich nicht auf ähnliche sondern auf die Grenze: den Unterscheid: die Entfernung und den Versuch sie zu beschreiben. Und das will uns Uwe Johnson dann in diesem Roman auch alles erklären. Das glückt nicht immer. Oder verliert sich zwischen schwülstigen Wörtern und vertrackten Sätzen. Ein engagierter Erzähler der „beiden Deutschland" war Uwe Johnson dennoch. Er wollte es uns nie zu leicht machen. Anders ging's vielleicht auch gar nicht. Denn das Thema: die Grenze. Und in Deutschland bis 1989 damit keine Freiheit. Weder hüben noch drüben.
Bemerkenswert ist, dass der Autor durch eine sperrige Sprachgestaltung und der Syntaxbrechung die entfremdete deutsche Wirklichkeit dieser Jahre wiederspiegelt.
Exemplarisch für die damalige Zeit ist, dass Johnson die Entfremdung des Menschen im geteilten Deutschland zwischen den offiziellen Ideologien herausarbeitet und eine Wirklichkeit zeigt, in der sich die Menschen in diesem Roman "wie zu Besuch" vorkommen...
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