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Das dicke DDR-Buch
 
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Das dicke DDR-Buch [Gebundene Ausgabe]


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
  • Verlag: Eulenspiegel (1. November 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3359014456
  • ISBN-13: 978-3359014454
  • Größe und/oder Gewicht: 27 x 19,5 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 59.400 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Noch in den 80er-Jahren konnte man glauben, der Antifaschistische Schutzwall sei für die Ewigkeit gebaut. Und heute scheint das Land, das er umgab, nur mehr eine blasse Erinnerung zu sein: Lenin und Marx sind schon lange verabschiedet. Auffrischen kann man die Erinnerung an die Deutsche Demokratische Republik nun jederzeit mit diesem bunten, unterhaltsamen Lexikon -- ebenso geeignet für Ostalgiker wie für eingefleischte Wessis, bei denen ein plötzliches Interesse am Sozialismus und seiner Lebenswelt ausbricht.

Zu bieten hat Das dicke DDR Buch beispielsweise "die Straße der Besten" -- eine Galerie der DDR-Prominenz von Johannes R. Becher bis Markus Wolf -- und eine reich bebilderte Chronik der kurzen Geschichte des Arbeiter- und-Bauern-Staates. Es gibt ein Kuriositäten-Kabinett, Anekdoten und Geschichten, und am Ende des Buches kann man sein Wissen in einem DDR-Quiz auf die Probe stellen ("Wie hieß die Wochenzeitung der Pionierorganisation?").

"Warum hing in Fleischerläden immer noch wenigstens eine Wurst am Haken? -- Damit niemand nach Fliesen fragt." Der Leser lacht über "authentische Witze" und schmunzelt über eine Parade von DDR-Qualitätsprodukten (von Club-Cola bis Immergut-Kaffeesahne), die längst aus den Läden verschwunden sind. Humoristischer Höhepunkt bei dieser Tour durch die kommunistische Vergangenheit der Deutschen ist das Kapitel über den kreativen Umgang mit Sprache, der in der DDR gleich auf zwei Ebenen erfolgte: Die Obrigkeit führte lustige neue Begriffe ein, nannte beispielsweise die Fähnchen für die vielen Paraden und Aufmärsche "Winkelement". Das Volk andererseits konterte diese Neuschöpfungen mit Ironie -- aus Winkelementen wurden "Euphoriefetzen".

Bei 223 Seiten kann man sich durchaus dickere Bücher über die DDR vorstellen, aber kaum welche, mit denen Vergangenheitsbewältigung so viel Spaß macht. --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Die DDR heute, das ist der Gegenstand für Geschichtsschreibung und Forschung jeder Couleur, ist abgeschlossenes Sammelgebiet für Devotionalien, ist Stoff für Bilanzierungen unter beliebigem Vorzeichen - und ist doch viel mehr.
Die DDR ist und bleibt Lebenszeit und Lebensleistung vieler. Ein "dickes DDR-Buch" aus dem Hause Eulenspiegel will nicht in die wissenschaftliche Diskussion eingreifen, aber, ganz dem Sinne des Hauses verpflichtet, sehen wir das "heitere Abschiednehmen von der Vergangenheit" als unser Thema an. Und so ist ein Buch entstanden, das den Fragen und Fakten "was war" und "wer war wer" jene Facetten beifügt, die Geschichte lebendig machen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Kaum sind etwas über ein Dutzend an Jahren vorbei, schon haben viele vergessen, dass da mal was irgendwas mit zwei getrennten Deutschen Staaten war. Schon dämmert's! Als „Wessi" - wer hat nur diese hirnrissigen Worte, die es ja „andersrum" auch gab, erfunden? - und insbesondere als einer, der „Ost-Kontakt" hatte, kennt man viele der kleinen und größeren Unterschiede zwischen „Hier" und „Drüben".

Egal, ob man mit der „Ostzone" oder schon der „DDR" (in diesem Fall sind die Anführungszeichen aus Bildzeitungs-Zeiten ja wohl gestattet) aufgewachsen ist, es ist ein Teil unserer Deutschen Geschichte. Das kann man mögen oder nicht, es ist nun mal so. Und besonders ist, dass es eine nicht unwesentliche Zahl von Menschen, Bürgerinnen und Bürgern, gibt, die eine Heimat, Gefühle, Erfahrungen und Erlebnisse lebensgestaltend hatten und das alles plötzlich und (un)erwartet verloren haben. Dabei ging Vielen sicher auch ein Stück von sich selbst verloren.

Das dicke DDR-Buch kann das keineswegs wieder ändern, zurückbringen, berichtigen, wieder gut machen oder klar stellen. Aber es kann gute Erinnerungen - die es ohne Zweifel auch gab - in angenehmer Weise sachlich und doch mit ein wenig wehmütigem Humor aufzeigen. Das tut das Buch in ausgezeichneter Weise. Ohne politisches „Glatteis", ohne vorwurfsvolle Erniedrigung oder Selbstheroisierung gibt eine nach Jahren gegliederte und vor allem stichwortartig kurz gehaltene Chronologie der Deutschen Demokratischen Republik Einblick in die geschichtlichen Abläufe, Kultur und Ereignisse einer Welt, die für die Einen im Dunkel für die Anderen im Alltag lag.

Ein Mangel des illustrierten „DDR-Zeitabschnittslexikons" ist die wenig kritische Geschichtsdarstellung, denn zu bekannt sind die Vorkommnisse an der menschenunwürdigen Grenze, die erniedrigende, global angelegte Dauerbespitzelung und viele andere nicht zu erahnende Vergehen des namenlosen Machtapparates. Trotzdem eignet sich das Buch ergänzend zu all dem Wissen über politische Ungereimtheiten gut, um sich normalen Alltag in dem anderen Deutschland vorstellen zu können.

So erfährt man als „Westler" (und selbstredend auch noch als „Ostler") zahlreiche Fakten über Städte, Provinzen, Ereignisse, Feiertage, Errungenschaften, Menschen und Kultur. Eine Zusammenschau - „Straße der Besten" - zahlreicher mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten stellt nahezu wertfrei deren Herkunft, Bedeutung, Verbleib und aktuelle Aktivität dar. Die Produktliste lässt die einen vermutlich wehmütig sich erinnern, die anderen aber wundern oder mindestens ein wenig irritiert lächeln.

Die so genannte „Wortschatzkammer" erläutert sozialistisch entwickelte Begrifflichkeiten in ihrer anders ausgedrückten Bedeutung. Dazu gehören auch die wortwitzigen Berufsbezeichnungen. Kuriositäten gibt es überall, so eben auch in jener Republik und wer sie nicht alltäglich erlebt hat, kann gut darüber schmunzeln. Auch die Kurzgeschichten des Lebens in der DDR, verfasst von Insidern des Alltags wecken Gefühle des Verständnisses für die „Seele" des verschwundenen Staates.

So informiert und auch unterhalten sollte es schließlich ein Leichtes sein, die „Fragen eines lesenden Arbeiters" am Ende des Buches zu beantworten. Hier wird sich zeigen, ob zusammengewachsen ist, was zusammen gehört, ob man ein gemeinsames Geschichtsverständnis hat und die unterschiedlichen Lebenserfahrungen sich gemeinsam befruchten konnten.

Das dicke DDR-Buch gehört in einen deutschen Haushalt wie das Kartoffelmesser in die Schublade. Nach der augenzwinkernden Lektüre des Buches ist eines auf jeden Fall unverbrüchlich klar: die DDR gab's wirklich. Und das Buch darüber gibt's für West- und Ostgeld gleich! © 8/2003 Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das dicke Buch der DDR 19. November 2003
Ich muß sagen, ich war überrascht wie ausführlich und toll bebildert dieses Buch gestaltet ist. Es gibt alles her, was ich mir an Wissenswertem vorgestellt habe. Von Reklame über die doch sehr ausführliche Chronik, witziges und vor allem das, was ich schon längst vergessen hatte. toll.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weißt du noch? 4. August 2003
Von Cenodoxus
Das dicke DDR-Buch vom Eulenspiegel Verlag ist ein Buch, das man gerne zur Hand nimmt und sehr ungern wieder weglegt. Seine Lesbarkeit und sein hoher Unterhaltungswert rühren dabei hauptsächlich von den zahllosen farbigen Abbildungen, vom benutzerfreundlichen Layout und von den überwiegend sehr kurzen Artikeln her, alles ähnlich einer Illustrierten und somit Kurzweil hervorrufend.

Auch inhaltlich vermag das Buch wunderbar zu unterhalten, mitunter zu amüsieren und für denjenigen, der die DDR selbst erlebt hat, dürfte es unendlich viele Erinnerungen wachrufen, zu einer Art zweitem Familienalbum werden. Für mich als Westzonler bleibt allemal interessant, was es in der DDR so alles zu kaufen gab, was "Jugendtourist" oder "Fruchtstielbonbon" waren usw. Alle in der "Strasse der Besten" aufgeführten Prominenten kann man und muss man nicht kennen, das Quiz am Ende des Buches bleibt auch nach tagelanger Lektüre noch unlösbar, aber dennoch ein sehr hübscher Einblick in den alltäglichen Sozialismus.

Hier liegt dann allerdings auch das Manko des Buches, das oft die Politik und alles Negative in den Hintergrund rückt und an einigen Stellen den ehemaligen Kadern zu sehr nach dem Mund zu reden scheint. Ungute Gefühle etwa entstehen dort, wo in der Chronik zum Jahr 1961 nur eine briefmarkengroße und dazu noch untypische Abbildung den Bau der Mauer zeigt. Einziger Eintrag hier: "Schließung der Grenzübergänge nach West-Berlin. Der Mauerbau beginnt." - Da könnte man die nötige Distanz und Lockerheit im Umgang mit der eigenen Geschichte vermissen und man wird leicht nachdenklich, ob nicht auch sonst etwas zu wenig reflektierte "Ostalgie" die Federn der Autoren geführt hat.

Aber wie sollte es auch anders sein? Der Eulenspiegel Verlag hat sich hiermit ja wohl so eine Art Hausalbum geschaffen. Wie aber die DDR sinnvoll darzustellen ist, das weiß bis heute sowieso noch keiner.
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