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Das dichterische Werk: Auf Grund der historisch-kritischen Ausgabe von Walther Killy und Hans Szklenar [Taschenbuch]

Walther Killy , Georg Trakl
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. März 1998

Diese Ausgabe sämtlicher Dichtungen Georg Trakls ist in Fassung und Anordnung mit der von Walther Killy und Hans Szeklenar herausgegebenen historisch-kritischen Ausgabe identisch. Dabei wird nicht nur das beeindruckende Oeuvre des großen expressionistischen Dichters in seiner Gesamtheit vorgestellt: durch den Abdruck aller noch auffindbaren Fassungen wird zugleich Trakls Arbeitsweise, die poetische Ökonomie seines Vorgehens und die Entstehung seiner Gedichte nachvollziehbar.
Zur weiteren Veranschaulichung findet sich im Anhang dieser Taschenbuchausgabe eine Auswahl des Apparatteils der historisch-kritischen Ausgabe.

»Seine Augen standen ganz fern.
Er war als Knabe schon im Himmel.
Daraum kamen seine Worte hervor
Auf blauen und weißen Wolken«
Else Laske-Schüler


Georg Trakl, geboren am 3. Februar 1887 in Krakau, war der Sohn eines Eisenwarenhändlers. bereits während der Schulzeit in Salzburg, etwa ab 1904, entstanden seine ersten Verse. Das dichterische Schaffen wurde für den drogensüchtigen und depressiven Pharmazeuten Mittel zum Überleben. Am 4. November 1914 stabr er in der Psychiatrischen Abteilung des Krakauer Garnisonsspitals. der mit vielen literarischen Zeitgenossen befreundete Dichter gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus der deutschen Literatur.


Wird oft zusammen gekauft

Das dichterische Werk: Auf Grund der historisch-kritischen Ausgabe von Walther Killy und Hans Szklenar + Interpretationen: Gedichte von Georg Trakl: (Literaturstudium) + Trakl, Georg: In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Preis für alle drei: EUR 24,85

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423124962
  • ISBN-13: 978-3423124966
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 11,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.698 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Georg Trakl wurde am 3. Februar 1887 in Salzburg geboren. Der österreichische Lyriker starb am 3. November 1914 in Krakau.

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5.0 von 5 Sternen Die Schönheit der Melancholie 7. Juni 2012
Format:Taschenbuch
Der Deutsch-Österreicher Georg Trakl wurde 1887 in Salzburg geboren und musste mangels Versetzung mit 18 Jahren das Gymnasium verlassen, was eine Herzensnot in ihm auslöste, die nach damaliger Mode eine ,Nervenkrise' genannt wurde. Er begann ein Praktikum in einer Apotheke und therapierte sich autodiagnostisch mit Chloroform (!), dessen Wirkung er ,furchtbar' nannte. In diese Zeit etwa fällt sein erstes Gedicht: "Der Heilige".

Wenn in der Hölle selbsterschaffner Leiden
Grausam-unzüchtige Bilder ihn bedrängen,
- Kein Herz ward je von lasser Geilheit so
Berückt wie seins, und so von Gott gequält
Kein Herz - hebt er die abgezehrten Hände,
Die unerlösten, betend auf zum Himmel.
Doch formt nur qualvoll-ungestillte Lust
Sein brünstig-fieberndes Gebet, (...)

Aus Schuld und ungestillter Begierde wird des noch jugendlichen Dichters Hölle gebildet, die er etwa acht oder neun Jahre später im ersten Kriegsjahre durch eine Überdosis Kokain verlassen wird. Aber bis dorthin verfeinert er seine Dichtkunst in außergewöhnlicher Weise.

Lass, wenn deine Stirne leise blutet
Uralte Legenden
Und dunkle Deutung des Vogelflugs.
(Aus: "An den Knaben Elis")

Es folgten kleinere Gedichtsammelungen mit den melancholischen Namen "Der Herbst des Einsamen", "Siebengesang des Todes", "Gesang des Abgeschiedenen" und das Prosa-Gedicht "Traum und Umnachtung".

Ein Beispiel für die sanfte Schönheit melancholisch-expressionistischer Empfindsamkeit:

Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle,
Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen.
Ein reines Blau tritt aus verfallner Hülle;
Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.
Gekeltert ist der Wein, die milde Stille
Erfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen.

Und hier und dort ein Kreuz auf ödem Hügel;
Im roten Wald verliert sich eine Herde.
Die Wolke wandert übern Weiherspiegel;
Es ruht des Landmanns ruhige Gebärde.
Sehr leise rührt des Abends blauer Flügel
Ein Dach von dürrem Stroh, die schwarze Erde.

Der erste Weltkrieg beginnt; Trakl wird als Feldspitalapotheker eingezogen und nach Galizien transportiert. Nach der Schlacht bei Gródek hält Trakl das tausendfache Elend der Verwundeten und Gefallenen nicht aus und nimmt einen Überdosis Kokain. Am Morgen des nächsten Tages (03.11.1914) wird seine Gestorbenheit sachlich registriert und poetisch als "Tod" umgedeutet.
Das vorliegende schöne Buch enthält das vollständige dichterische Werk Trakls mit etwas vereinfachtem kritischem Apparat und ausführlicher Zeittafel.
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13 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trakls Gedichte sind wie Gemälde. 14. Dezember 2001
Von Richy
Format:Taschenbuch
Er ist der Star des Expressionismus, wenn man es so nennen will. Man liest seine Gedichte nicht nur, nein man sieht sie auch: Gefühle, Beobachtungen, Beschreibungen und Eindrücke beschreibt Trakl immer direkt mit Farben. Allerdings leuchten seine Werke nicht, sondern sind düster, traurig und unheilvoll. Sein Leben kann man nicht als glücklich bezeichnen und seine Experimente mit Drogen haben das ihre dazugetan. (Mit 27 Jahren starb er an einer Kokainvergiftung). Aber trotzdem absolut empfehlenswert !!!!!!!!
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