Man könnte stattdessen auch sagen: Zeig mir Deine Wohnung und ich zeige Dir, wie Du durch diese Wohnung kommunizierst.
Die Autoren versuchen dem Leser, mittels kommunikativer Fotographien, eine Psychonanalyse des sozialen Standes der jeweiligen Personen, die man in ihren Wohnzimmern fotographierte, zu liefern. Grundannahme ist, dass sich der soziale Stand im kulturellen Geschmack des Individuums wiederspiegelt. So wird anhand des vorliegenden Materials deutlich, dass sich in der Einrichtung der Wohnzimmer der soziale Stand der Menschen tatsächlich spiegeln kann: Die "obere" Klasse beliebt zum Beispiel ihren Wohnbereich mit zahlreichen Gemälden und Büchern zu schmücken, wohingegen die "untere" Klasse das Prinzip der Notwendigkeit (Ikea-Funktionalismus) bevorzugt. Deutlich erkennt man auch den Einfluss des gesellschaftlichen kulturellen Geschmacks. Für alle, die mehr über die eigene Wohnung und Einrichtungsart erfahren wollen, oder nur ein bischen schmunzeln möchten, ein Standardwerk (nicht nur für Soziologen und Ethnologen)!