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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das erste globale Weltreich, 10. März 2009
Peter Wende hat eine gute Zusammenfassung der Geschichte des britischen Empires geschrieben. Das Buch ist dabei in 3 Phasen gegliedert :
- der Aufstieg bis zur Bildung des älteren Empires im östlichen Nordamerika, die Fussfassung in der Karibik, endend mit der Unabhängigkeit der Vereingten Staaten
- das neuere Empire mit seinem östlichen Schwerpunkt in Indien, die Bildung der Dominions in Australien,Neuseeland und Südafrika sowie der Koloniebildung in Afrika
- der Niedergang des Empires mit der Unabhängigkeit Indiens und der afrikanischen Staaten, sowie der Bildung des Commonwealth
Der Autor zeigt die jeweiligen Entwicklungen dieser Phasen, erklärt hierbei die nationalen und internationalen Einflüsse, die Besonderheiten zwischen Auswanderern als Siedlern (Händler, Auswanderer aus sozialen oder religiösen Gründen, deportierte Sträflinge), den Aufbau eines internationalen Handelsnetzes (mit anfangs merkantilistischen Zügen, dann Dominanz des Freihandels) und einer Flotte, das Ausschalten der europäischen Konkurrenz (Spanien, Niederlande, Frankreich), die Ausbeutung verschiedener Gebiete und das Ausrichten Englands als Mittelpunkt des Empires. Jede Phase wird dann jeweils in einer Zwischenbilanz noch einmal unter die Lupe genommen.
Trotz dem späteren Niedergang des Empires kann man behaupten dass die britische Expansion prägend für das heutige Weltbild ist.
Verschiedene Facetten werden ausführlicher beleuchtet, andere weniger. Insgesamt ist ein lebendig geschriebenes Werk enststanden, welches die Entwicklung der 300 - 400 Jahre des britischen Empires hervorragend wieder gibt.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesenswerte Darstellung, 1. Juli 2008
"Die Weltgeschichte kennt nichts Großartigeres als das Britische Empire", so Lord Curzon - Vizekönig von Indien - um 1900. Ein wenig von dieser Begeisterung für das Empire steckt auch in diesem Buch von Peter Wende, der es versteht, diese auf den Leser zu transponieren; gleichwohl handelt es sich um eine sachliche und fundierte Darstellung, wissenschaftlichen Maßstäben und Ansprüchen angemessen.
Die Idee des Autoren ist, chronologisch den Aufstieg Britanniens zum Empire bis in seine letzten Züge darzulegen; und dies in drei großen Themenkomplexen (I. Das ältere Empire; II. das klassische Empire; III. Ende und Erbe). Doch handelt es sich keineswegs einfach um eine Aneinanderreihung historischer Ereignisse und Daten. Beispielsweise geht der Autor besonders - thematisch geordnet, hilfreich sind die immer wieder gezogenen Zwischenbilanzen - auf Charakteristika, Probleme einzelner Kolonien sowie auf die wechselseitige Geschichte zwischen diesen und dem Heimatland ein. Hier werden unterschiedliche Politikstile des englischen Mutterlandes deutlich, die nicht immer einem einheitlichen Muster und Zielen folgen. Immer wieder kommt es zu Spannungen durch die politische Selbstbestimmung in Engalnd und einer Politik in London, die die Kolonien dem Willen der Zentrale zu unterwefen sucht; erst langsam nimmt England Abstand von dieser Politik, da es an militärischer Macht fehlt; die ruht im Imperium vornehmlich auf der maritimen Stärke als See- und Handelsmacht. Waren anfangs der britischen imperialen Expansion noch die Westkolonien Amerikas zentraler kolonialer dreh- und Angelpunkt, so rückten ab Ende des 18 Jahrh. besonders Indien, Australien und Afrika in den Fokus Englands. Die Transformation vom Empire zum Commonwealth bildet den Abschluss der Darstellung. Insgesamt erweist sich diese als äußerst kompakt sowie sprachlich und inhaltlich lesenswert - für alle Interessierten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
es fehlen nur die Bilder, 17. Dezember 2008
Peter Wende ist ein Kenner der englischen Geschichte. Sein neuestes Buch ist die Geschichte des Britischen Empire. Dieses Empire ist allerdings nicht so leicht zu fassen, wie ein Staat. Immerhin handelt es sich um ein politisches Gebilde, mit Zentren, die über den ganzen Erdball verstreut waren und deren lokale Geschichte schon sehr kontrovers diskutiert wird. Bisher gab es keine deutschsprachige Überblicksdarstellung für das Britische Empire. Zwar verwunderlich, wenn man sich dessen historische Bedeutung verinnerlicht aber verständlich, wenn man die Komplexität dieser Geschichte übersieht.
Man kann konstatieren, dass es Wende gelungen ist, eine verständliche und umfassende Darstellung dieses Herrschaftsgebildes zu schreiben. Zuerst einmal beschreibt er, warum England "zu spät", als sich Portugal und Spanien daran machten, die außereuropäische Welt unter sich aufzuteilen. Aber bald schon zog England nach und Peter Wende macht deutlich, dass sich auch die englische Herrschaft in den Kolonien ebenso auf Gewalt stützte, wie in den spanischen und portugiesischen Kolonien. Es ist ein Phänomen, dass sich Europäer, egal welcher Nation, in fremden
Gefilden das Recht nehmen, Gebiete zu unterjochen und ihrer eigenen Herrschaft einzuverleiben.
Der Autor zeigt, welche innenpolitischen Umstände die englische Expansion begünstigten, die sich zuerst auf Nordamerika konzentrierte. Ein extra Kapitel widmet Peter Wende dem Handel,wobei er deutlich macht, dass gerade dieser die Quelle für den raschen Erwerb von Reichtum war. Bereits die Anfänge in Nordamerika (Ostküste und karibische Inseln) waren auf diesen Aspekt ausgerichtet.
Selbstverständlich geht Wende auf die Rolle der Schifffahrt ein. Denn ohne seine stetig wachsende Flotte wäre England nie in der Lage gewesen, dieses weltumspannende Empire aufzubauen. Kanonen und Laderaum spielten eine wichtige Rolle bei dieser Entwicklung. So konstatiert der Verfasser, dass der Schiffsraum innerhalb von 100 Jahren um das Dreifache zunahm. Dabei spielte der Schiffbau in den nordamerikanischen Kolonien eine wachsende Rolle.
Peter Wende unterteilt seine Abhandlung in drei große historische Abschnitte: das ältere Empire (1607-1783), das klassische Empire (1784-1914) und das Ende, den Übergang zum Commonwealth.
Die Darstellung ist sehr gut lesbar und auch für den Laien eine sehr unterhaltsame und informative Lektüre. Vieles, was das Erbe des britischen Empire noch heute ausmacht, wird man nach dem Lesen dieses Buches besser verstehen.
Der Verlag sollte sich vielleicht überlegen, mit diesem Material einen publikumswirksamen Bildband zu gestalten.
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