Rainer Erler hat mit diesen fünf 90-minütigen Fernsehspielen, die Mitte der 70iger Jahre gedreht worden sind eigentlich ein Stück Fernsehgeschichte geschrieben.
Schon damals hat er sehr deutlich Probleme, vor allem ethischer Natur, aufgezeigt, denen Forscher immer unterliegen. In den einzelnen Folgen geht es um den Nutzen der gut gemeinten Erfindung auf die Umwelt, um die Erkenntnis, dass es besser sein kann, nicht zu forschen, um Para-Normale Phänomene, um die Macht internationaler Konzerne und um Gentechnologie (!). Die Folge „das Genie" geht es sogar in die Richtung von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde", wenn auch weit feinsinniger.
Den Filmen merkt man an, dass vor mehr als 25 Jahren gedreht wurden. Es haftet ihnen derselbe Flair wie der der ersten Derrick-Folgen an. Die Schauspieler wurden aus der ersten Garde der damaligen Zeit rekrutiert. Die gesamte Serie kommt ohne große Effekte aus, ist aber dafür umso tiefgehender.
Es ist schon erstaunlich, wie Rainer Erler vor mehr als einem Vierteljahrhundert die zum Teil erst viel später deutlich zu Tage getretenen Auswirkungen der Forschung, vorausgesehen hat.