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Das blaue Kleid
 
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Das blaue Kleid [Taschenbuch]

Doris Dörrie
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Doris Dörries Film Keiner liebt mich besucht die Heldin Fanny einen Volkshochschulkurs zum Thema "Selbstbestimmtes Sterben" inklusive Do-it-yourself-Sarg und Probebeerdigung. Auch in Dörries Büchern spielt der Tod immer wieder eine Rolle -- und natürlich die Liebe. In ihrem zweiten Roman gehen diese zwei großen Themen der Literatur eine dramatische Verbindung ein: Der Zufall bzw. Das blaue Kleid bringt zwei Menschen zusammen, denen der Tod ihren Liebsten entrissen hat.

Dörries Figuren sind immer auf der Suche: nach der großen Liebe, dem kleinen Glück im Alltag oder dem Sinn des Lebens. Manchmal findet man allerdings Unerwartetes, so wie Florian. Er sucht das blaue Kleid, um für Alfred -- verstorbener Geliebter und zudem genialer Modedesigner -- eine "Gedächtnismodenschau" zu veranstalten. Und findet dabei Babette, die ihren Mann bei einem Verkehrsunfall auf Bali verloren hat. Die beiden ungleichen Leidensgenossen freunden sich an, erproben gemeinsam mit vorsichtigen Schritten ein Leben nach dem Schicksalsschlag.

Das Schöne an dem Roman und eigentlich an allen Werken der Autorin und Regisseurin: Das Tragische ist immer nur einen Katzensprung vom Komischen entfernt. Selbst bei einem solchen Thema verlässt Doris Dörrie, die selbst vor einigen Jahren ihren Mann durch Krebs verloren hat, nie ihr Sinn für Humor und ihre Fähigkeit das Leben in seiner Komplexität und existenziellen Schwere federleicht in Worte zu fassen.

Am Ende der Geschichte fliegen Babette und Florian gemeinsam nach Mexiko, wo an Allerheiligen der Friedhof zur Partyzone wird: Musik, Tanz und Totenköpfe aus Zucker, die man seinen Lieben schenkt -- der Verlorenen gedenken und zugleich das Leben feiern. Und genau das gelingt auch diesem Roman auf eindrucksvolle Weise. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Audiobook-Rezensionen

Zwei Menschen verlieren ihre Partner und versuchen, damit leben zu lernen. Ein Dritter hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und weiß sich auch nicht mehr so richtig im Leben zurecht zu finden – die Misere des Trennungsschmerzes, der in der Anonymität stattfindet. Im Mittelpunkt dieser Trauer steht ein blaues Kleid, von dem inzwischen toten Modeschöpfer entworfen, und von Babette gekauft. Doris Dörrie fügt hier kunstvoll verschachtelte Geschichten, in denen Leben, Hoffen, Angst und Tod die Hauptrollen spielen, zusammen.

Am Anfang scheint es, als haben Babette Schröder, die ihren Mann bei einem tragischen Unfall auf Bali plötzlich und ohne Vorwarnung verloren hat, und Florian, der seinen Lebenspartner Alfred bis zuletzt durch den Krebs begleitet hat, nichts miteinander zu tun. Allein das blaue Kleid verbindet sie! Denn als Babette es mehr gezwungen als überzeugt kaufte, rief Alfred begeistert aus „Das Kleid wird ihr Leben verändern!“ In dem vergeblichen Versuch über eine Gedächtnismodenschau für Alfred mit seinem Schmerz fertig zu werden, lernt Florian Babette kennen. Nach kurzer Zeit zieht Florian sogar bei Babette ein. Zwischen Thomas, dem Anästhesisten, und Babette – sie haben sich auf dem Friedhof kennen gelernt –hingegen scheinen gewisse Grenzen nicht überwunden werden zu können: Zusammenziehen möchte er nicht, außerdem nimmt er Viagra, was sie verletzt.

Schicht für Schicht schält sich das, was für Babette und Florian vor dem Tod der für sie wichtigsten Menschen passiert ist, heraus. In der Ich-Form erzählen sie sich gegenseitig davon. Beispielsweise, dass Babette so unglücklich über ihr „langweiliges“ Leben war und genau in dem Moment, als Fritz überfahren wurde, von ihrem geheimnisvollen Chinesen träumte. Florian erinnert sich, dass immer Alfred im Mittelpunkt stand ...

Doris Dörrie wurde 1985 mit ihrer Komödie „Männer“ im In- wie im Ausland bekannt. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Seit 1987 veröffentlicht sie Kurzgeschichten und Erzählungen. Die Autorin liest die vollständige Fassung ihres Buches. Angenehm unpathetisch spricht sie von der Trauer (ihr Mann starb 1996 an den Krebs) und dem Schmerz. Ihr Humor und die versteckte Komik können beim Versuch, wieder glücklich zu sein, bestimmt helfen. Autorenlesung, Spieldauer: ca. 282 Minuten, 4 CDs. Auch als MC erhältlich. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Doris Dörrie ist eine Meisterin des befreienden Lachens; das ist ihr Geheimnis." (Siegfried Schober, Die Zeit)
"Doris Dörrie versteht das Handwerk der Erzählerin, und sie schreibt Geschichten, für die ich jeden Fernsehabend sausen lassen würde." (Annemarie Stoltenberg, Norddeutscher Rundfunk)

Kurzbeschreibung

Das ärmellose Kleid aus azurblauem Organza ist das schönste Kleid in Alfreds Sommerkollektion 2001. Florian muss es zurückhaben, denn er möchte für seinen verstorbenen Freund eine Gedächtnismodenschau organisieren. Aus jeder Kollektion braucht er dafür das glanzvollste Modell. Die Suche nach dem blauen Kleid führt ihn zu Babette, deren Mann Fritz bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Die beiden ungleichen Leidensgenossen freunden sich an und versuchen, gemeinsam über ihren Verlust hinwegzukommen.

Über den Autor

Doris Dörrie, geb. 1955 in Hannover, war nach dem Abitur längere Zeit in den USA, studierte Theaterwissenschaften und Schauspiel in Kalifornien und New York, entschloss sich dann aber nicht vor, sondern hinter der Kamera zu stehen. Ihre Abschlussarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen 'Der erste Walzer' wurde auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, 'Männer', ihr dritter Kinofilm, in der ganzen Welt. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Ihr erster Roman 'Was machen wir jetzt?' war monatelang auf den Bestsellerlisten. Doris Dörrie lebt in München.
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