"Das blaue Feuer" ist der zweite Band der Erstlingsreihe "The Healing Wars" von Janice Hardy. Die Handlung dieses Bandes setzt unmittelbar nach der des Vorgängerbandes ein. Trotzdem ergeht es dem Leser so wie den handelnden Figuren: Zwischen den im ersten Teil geschilderten Ereignissen und denen von "Das blaue Feuer" könnte ein halbes Leben dazwischen liegen, so viel ist in so wenig Zeit passiert. Nach einer kurzen Sondierung der Lage geht Janice Hardy schnell wieder in ein rasantes Handlungstempo über, was den Leser kaum zu Atem kommen lässt. Doch bei aller Geschwindigkeit bleibt die Geschichte logisch nachvollziehbar. Das Tempo wird zum einen wieder durch den kurzen zeitlichen Rahmen gegeben - auch hier wieder nur einige wenige Tage - zum anderen weiß die Autorin wirklich mit Überraschungen umzugehen und schafft es, den Leser durch immer neue Ideen mit etwas Unerwartetem zu konfrontieren und somit die Spannung aufrecht zu erhalten.
Durch die schnelle Abfolge der Aktionen erklärt sich auch, warum beim Leser der Eindruck entsteht, dass alle Hauptfiguren nur Opfer der Umstände sind und nur tun, was sie tun müssen. Zum Überlegen haben sie nur selten Zeit. Zwar versuchen die Figuren auf Seiten Nyas nur zu töten, wenn es sein muss, aber es wird deutlich, wie tödlich auch Heiler sein können - ein Widerspruch, der die ganze Reihe dominiert.
Die Karte auf den Umschlagsinnenseiten könnte ein schönes Extra sein, wenn nicht durch die Bindung die Mitte der Karte verloren gehen würde. Durch 302 Seiten getrennt, geht auch die Übersichtlichkeit verloren. Sehr schade, denn die Aufmachung der Karte ist eigentlich sehr schön.
Mit "Das blaue Feuer" ist Autorin Janice Hardy eine rasante Weiterführung von "Die Heilerin" gelungen, die definitiv Lust auf mehr macht.