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Das biotechnische Zeitalter: Die Geschäfte mit der Gentechnik
 
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Das biotechnische Zeitalter: Die Geschäfte mit der Gentechnik (Taschenbuch)

von Jeremy Rifkin (Autor), Susanne Kuhlmann-Krieg (Übersetzer)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als zwei schottische Wissenschaftler im Juli 1996 ein Schaf erfolgreich geklont hatten, entfachte die Nachricht eine heftige wissenschaftliche, ethische, theologische und philosophische Debatte, die die Biotechnologie zusehends aus den Laboratorien heraus auf die Titelseiten warf. Mit dem lebenden Beweis dafür, daß solche Entwicklungen nicht mehr der Stoff für Science-Fiction-Romane waren, präsentierte sich nun eine ganze Fülle von Möglichkeiten -- und Gefahren. Jeremy Rifkin ist mehr um die Gefahren dieser Technologie besorgt, und in Das biotechnische Zeitalter präsentiert er eine Vielzahl von zwingenden Gründen, warum wir es vielleicht auch sein sollten.

Viele dieser Gefahren drehen sich um die scheinbar unvermeidliche Kommerzialisierung von gentechnisch veränderten Lebensformen, die uns bevorsteht, wenn Firmen um die Rechte an Patenten für neue oder veränderte Pflanzen, Tiere oder sogar Menschen kämpfen. Rifkin warnt davor, daß "Designer"-Babies und genetisch perfekte Menschen, zusammen mit anderen künstlichen Schöpfungen, verheerende Schäden am natürlichen Genbestand und an der Natur anrichten könnten. Zwar räumt er ein, daß die Biotechnologie auch Nutzen bringt, trotzdem macht er klar, daß zum jetzigen Zeitpunkt die Risiken bei weitem überwiegen, und drängt auf größere Zurückhaltung und Verantwortung gegenüber dem Öffnen einer möglichen Büchse der Pandora. --Marcus Polke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Literatur

Ingenieure des Lebens

Die erfolgreiche Klonierung eines Schafes markierte 1997 einen Höhepunkt der neuen Biotechnologien. Mittlerweile ist unübersehbar geworden, welche Wissenschaft das 21. Jahrhundert nachhaltig prägen wird: Die Anwendung gen- und biotechnologischen Wissens werde alle Bereiche des täglichen Lebens bestimmen. So Jeremy Rifkin in seinem Porträt der neuen Ära. Nicht erst seitdem das «Time Magazine» ihn zum meistgehassten Mann der Wissenschaft erkoren hat, ist er als kritischer Autor bekannt. Hier äussert sich ein Mahner, der die Möglichkeiten und Vorteile der Entwicklung zwar explizit anerkennt, aber auch die Risiken und gesellschaftlichen Veränderungen wahrgenommen wissen will. Das Charakteristikum des neuen Zeitalters werde durch den Begriff «Algenie» erfasst. Während die Alchemisten die Materie veredeln wollten, versuchten die Algenisten die Lebewesen zu wandeln. Der Wissenschafter mutiere dabei zum Ingenieur, dessen Denken auf die Kategorien Effizienz und Wirtschaftlichkeit beschränkt bleibe, was dazu führe, dass industriell-ökonomische Erwägungen über moralische Zweifel dominierten.

Die Schrift deutet – wenn auch gelegentlich etwas zu drastisch – an, wie sich das Gesicht der Welt verändern kann, wenn dem technisch Machbaren Tür und Tor geöffnet wird, ohne dass es auf Sinn, Nutzen und Gefährlichkeit ausreichend überprüft wird. Rifkins Argumentation ist keineswegs beliebig, denn er beschränkt sich nicht nur darauf, die Dringlichkeit von Einzelfragen hervorzuheben. Er erhellt auch die Veränderungen des Naturverständnisses, das die belebte Natur nicht nur erforschen und wissenschaftlich-neutral erklären wolle, sondern zahlreichen Wissenschaftern auch der Rechtfertigung ihres Handelns diene. In der neuen Sichtweise und damit im neuen Sprachgebrauch würden Tier und Mensch zu genetischen Informationseinheiten degradiert. Die Hemmschwelle, solche Einheiten zu manipulieren, sei somit deutlich gesenkt worden. Diese Einstellungen und Betrachtungsweisen, die hinter den nackten Anwendungsproblemen stehen, abzuleiten und zu benennen, macht eine Stärke des Buches aus.

Olaf Schmidt -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen rifkin - as usual, 18. Januar 2001
Von Ein Kunde
kein zufall, dass die meisten leser eines buches von jeremy rifkin auch den großteil seiner anderen arbeiten besitzen, oder dies bald danach nachholen. wieder einmal toll recherchiert, unterhaltsam und spannend geschrieben. rifkin geht ebenso in disziplinäre tiefe, als auch in interdisziplinäre kontexte. er beschreibt realistische szenarien, anerkennt die leistungen der gentechnik, weist aber auch illusionslos auf die gefahren hin. auch soziologisch sehr interessant. fazit: äußerst empfehlenswert für technologie-fans, jeremy rifkin-leser und gentechnologie-interessierte. jeder, der an der börse in biotech-aktien investiert, sollte sich dieses buch nicht vorenthalten!
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