Lieber Thomas Glavinic,
ich nehme mal an, dass Sie als egomanischer Schriftsteller nicht nur permanent Ihre Mails, sondern auch die Buchbesprechungen -beispielsweise hier bei Amazon - lesen. Da ich leider Ihre Mail-Adresse nicht habe, hoffe ich, dass meine Nachricht Sie auf diesem Weg erreicht. Also: Ich habe mich selten mit einem Buch so amüsiert wie mit diesem. Es ist leider das erste von Ihnen, das ich gelesen habe, aber wenn "Die Arbeit der Nacht" auch nur halb so gut ist und tatsächlich "Gut gegen Nordwind" stattdessen auf die Longlist gekommen ist, dann können Sie wirklich auf den Deutschen Buchpreis pfeifen (ich fand den "Nordwind" recht durchschnittlich, allerdings "Das Wetter vor 15 Jahren" richtig gut). Obwohl so ein Buchpreis natürlich gut für die Verkaufszahlen ist, wie man am Buch Ihres Freundes Kehlmann sieht, das den Erfolg aber auch verdient hat. Ich habe es bereits mehrfach gekauft und verschenkt. Allerdings hat der auch von Geburt an einen dicken Vorteil Ihnen gegenüber: Kehlmann kann man sich einfach leichter merken als Glavi.... ' ich weiß noch immer nicht, wie sich Ihr Name ausspricht, das muss ich erstmal üben, um den in einer Buchhandlung flüssig herausbringen zu können.
An die restlichen Leser der Amazon-Kritiken: "Das bin doch ich" ' unbedingt kaufen! Es ist herrlichste Unterhaltungslektüre, wunderbar geschrieben, urkomisch und von der ersten bis zur letzten Seite ein riesiger Lesespaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Über den Inhalt brauche ich hier nicht zu referieren, das haben andere schon ausführlich getan. Aber verlassen Sie sich darauf: Das Buch ist einfach köstlich.