- Gebundene Ausgabe
- Verlag: Deuticke (2001)
- ASIN: B004HN9SM2
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation
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Aber auch andere bewerben sich mit ihrem Leben. Die Konkurrenz ist groß. Rosa weiß, sie muss den Deutschen etwas bieten. Und sie hat etwas zu bieten. Ein Treffen mit Stalin, das ihren Sohn vor dem Arbeitslager bewahrt. Und einen Zettel mit Stalins Unterschrift.
Ob die Geschichte wahr oder erfunden ist, erfährt weder Dimitrij, der sie interviewt noch der Leser des Buches. Sie könnte wahr sein, mehr lässt sich darüber nicht sagen. Und alles andere, was Rosa zu erzählen weiß, ihre Kindheit in einer weißrussischen Kleinstadt, ihr Studium in Leningrad, die Begeisterung für den Aufbau des Sozialismus, endlich einmal als Jüdin nicht benachteiligt zu sein, die Enttäuschung, als alles anders kommt: all das könnte stimmen - oder der blühenden Phantasie Rosas entsprungen sein.
Fast ein Jahrhundert ist Rosa alt und ihre Geschichte oft schrecklich; wehleidig oder moralisch aber nie. Rosa ist nicht der Typ, den Kopf hängen zu lassen. Nicht mal, als sie befürchten muss, jemand hätte während der Leningrader Belagerung mit 150 gr Brotzuteilung am Tag ihre Tochter entführt, um sie aufzuessen.
Dimitrij, dem sie das alles erzählt, soll daraus einen Lebenslauf für einen Sammelband schreiben, "Leben ausländischer Mitbürger", der zum 750.ten Jahrestag der Stadt Gingricht erscheinen wird.
Leider vermag nicht nur Stalin Geschichte zu fälschen, weshalb ... . Doch das sollten Sie schon selber lesen.
Mit Rosa Masur hat Vertlib eine faszinierende Gestalt erschaffen, und die Lebensgeschichte dieser russischen Jüdin ist die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts.
(C) Hans Peter Roentgen
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