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Das asiatische Jahrhundert: China und Japan auf dem Weg zur neuen Weltmacht
 
 
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Das asiatische Jahrhundert: China und Japan auf dem Weg zur neuen Weltmacht [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Karl H. Pilny
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

03.03.2005 / Rheinischer Merkur: Tiger im Anmarsch "Wer Asiens 'Leitkulturen' kennen lernen will, wird hier mit fundierten Analysen versorgt."

01.04.2005 / Das österreichische Industriemagazin: Das asiatische Jahrhundert "Hier werden die relevanten Fakten ohne Ballast auf den Punkt gebracht."

04.04.2005 / Handelsblatt.com: Das asiatische Jahrhundert "Endlich eine differenzierte und kritische Analyse des fernöstlichen Strukturwandels."

06.04.2005 / Die Zeit: China wird noch aggressiver "Das aufschlussreiche Buch geht weit über die verbreiteten Wunsch oder Angstfantasien hinaus. Es ist gefüllt mit Fakten, geschichtlichen Erklärungen und Überlegungen dazu, wie sich Asien und mithin die Welt entwickeln kann."

22.04.2005 / n-tv.de: Im Zeichen des Drachen "Detail- und faktenreich mit historischen und kulturellen Exkursen garniert, vermag es das Buch, jederzeit die Balance zwischen seriöser Informationsvermittlung und spannender Unterhaltung zu halten."

25.04.2005 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Rivalen "Pilny beschreibt überaus kenntnisreich, wie der Streit um die Anerkennung der Schuld an den grauenhaften Massakern der Japaner an Chinesen seit langem schwelt, er greift sogar noch viel weiter in die Geschichte der beiden Länder zurück, um die 'Haßliebe' dieser Völker verständlich zu machen, und er widmet sich ausführlich den aktuellen wirtschaftlichen Verflechtungen, Abhängigkeiten und tiefen Rivalitäten."

15.05.2005 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Mächtige Asiaten "Pilnys Szenarien muten so realitätsnah an, daß sie den Leser unweigerlich in ihren Bann ziehen."

26.05.2005 / Wirtschaftswoche: Lesenswert "Kenntnis- und faktenreich ... Seine größte Stärke hat das Buch dort, wo Pilny das schwierige Verhältnis der beiden Staaten beschreibt. Facettenreich und unterhaltsam schildert er, wie das große China schon vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden den kleineren Nachbarn Japan beeinflusste."

10.06.2005 / VDI Nachrichten: Die neuen Weltmächte "Ein guter Überblick über kulturelle und soziale Kontinuitäten in Ostasien, die immer noch das Handeln in Wirtschaft und Politik bestimmen."

24.10.2005 / Das Parlament: Ein tiefer Graben des Misstrauens "Profund schildert der Autor die gegenwärtige politische, soziale und wirtschaftliche Situation in China."

Handelsblatt.com, 04.04.2005

"Endlich eine differenzierte und kritische Analyse des fernöstlichen Strukturwandels."

Rheinischer Merkur, 03.03.2005

"Wer Asiens 'Leitkulturen' kennen lernen will, wird hier mit fundierten Analysen versorgt."

Kurzbeschreibung

Schon jetzt boomt der Handel zwischen China und Japan in nie gekanntem Ausmaß.Werden wir das Entstehen einer asiatischen Großmacht erleben oder drohen schwelende Konflikte aufzubrechen, die weltweite Konsequenzen haben können? Karl H. Pilny macht die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Ostasien verständlich. Ein Buch, das erstmals die Beziehungen der mächtigsten Wirtschaftsstaaten Asiens in ihren globalen Auswirkungen behandelt.

Über den Autor

Karl H. Pilny beschäftigt sich beruflich seit zwanzig Jahren mit der Geschichte, der Kultur und der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas und Japans. Er ist Partner einer renommierten englischen Anwaltskanzlei, die sich auf internationales Wirtschaftsrecht spezialisiert hat. Karl H. Pilny lebt und arbeitet in Berlin.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Kaum ein Tag vergeht ohne Schlagzeilen und Analysen zum "Wirtschaftsgiganten China", der künftigen "Supermacht", zu unvorstellbaren Marktchancen oder ebenso kaum vorstellbaren Gefahren einer weltweiten Dominanz durch das Reich der Mitte. Die Flut der Statistiken, Hochrechnungen und griffigen Vergleiche scheint kein Ende zu nehmen. Es ist also ein guter Moment, dieses Phänomen näher zu beleuchten, solange es noch im Werden begriffen ist und bevor das Dasein vollendete Tatsachen geschaffen hat. Wichtig ist aber, nicht nur das Wellengekräusel an der Oberfläche zu erfassen, sondern die tieferen Strömungen zu verstehen. Die Rede von einem "asiatischen" Jahrhundert erfordert allerdings eine Präzisierung, da Asien in drei Regionen zu unterteilen ist: in Südasien, Südostasien und Ostasien. Die geografisch-historische Einheit Südasiens ist durch den Gebirgszug des Himalaja im Norden und die Form des indischen Subkontinentes vorgegeben. Indien wird als Zentralmacht in Südasien punktuell in diesem Buch zum Vergleich herangezogen, insgesamt soll jedoch Südasien nicht Teil der Analyse sein. Auch Südostasien, das eine sehr vielfältige Region bildet, wird im Folgenden nur eine Nebenrolle spielen als Projektionsfläche und Spielfeld für die eigentlichen Protagonisten: China und Japan. Es ist nicht einfach, die Geschichte Ostasiens in einer einheitlichen Struktur darzustellen. Die Kernregion Ostasiens besteht aus den heutigen Staaten der Volksrepublik China, Taiwan, Japan und Korea sowie dem nördlichen Vietnam. Während für China bereits seit dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend gesicherte Quellenüberlieferungen vorliegen, treten Korea erst im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und Japan sogar erst um die Zeitenwende mit staatsähnlichen Strukturen als historische Einheiten auf. Außerdem gab es nur wenige Ereignisse, die die gesamte Region gleichermaßen betrafen oder erschütterten wie etwa die Expansion der Mongolen im 13. Jahrhundert oder die Bildung eines modernen Nationalismus im 19. Jahrhundert. Das Kernthema dieses Buches ist die Beziehung der vormaligen wirtschaftlichen Supermacht Japan mit dem derzeitigen beziehungsweise kommenden ökonomischen Riesen China. Gemeinsam haben diese Länder ein unermessliches wirtschaftliches und politisches Potenzial, aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der Analyse auf ihnen, Hinzu tritt die koreanische Halbinsel, die als Puffer, Brücke, Zankapfel zwischen diesen beiden Mächten untrennbar mit deren Geschichte und Gegenwart verknüpft ist. China und Japan müssen im Kontext Asiens und Asien muss wiederum im Verhältnis zu den USA und Europa, respektive Deutschland betrachtet werden. Nur wenn man die Geschichte von China und Japan, insbesondere ihre wechselseitige Hassliebe kennt, kann man das gegenwärtige Verhältnis der beiden Länder zueinander verstehen. Und erst aus einer Untersuchung der derzeitigen Verknüpfungen in wirtschaftlicher, sozialer, historischer und weltanschaulicher Hinsicht lässt sich eine Einschätzung wagen, wie sich die beiden Länder und die Region in den nächsten dreißig bis fünfzig Jahren entwickeln könnten. Das künftige Verhältnis von China und Japan wird ohne Zweifel von enormer Bedeutung sein, nicht nur für Asien, sondern für den Rest der Welt. Es ist derzeit schwer abzusehen, ob es zwischen China und Japan zu einem Konflikt kommen wird oder ob die Annäherung der beiden Kulturen, die doch so viel gemeinsam haben, durch eine erfolgreiche Aufarbeitung und Bewältigung der dunklen Kapitel in der gemeinsamen Vergangenheit zum Nutzen aller asiatischen Länder und der Weltwirtschaft gelingen wird. Vielleicht könnte sogar eine "großasiatische Wohlstandssphäre" unter gemeinsamer chinesisch-japanischer Führung entstehen.

Auszug aus Das asiatische Jahrhundert von Karl H. Pilny. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Kaum ein Tag vergeht ohne Schlagzeilen und Analysen zum "Wirtschaftsgiganten China", der künftigen "Supermacht", zu unvorstellbaren Marktchancen oder ebenso kaum vorstellbaren Gefahren einer weltweiten Dominanz durch das Reich der Mitte. Die Flut der Statistiken, Hochrechnungen und griffigen Vergleiche scheint kein Ende zu nehmen. Es ist also ein guter Moment, dieses Phänomen näher zu beleuchten, solange es noch im Werden begriffen ist und bevor das Dasein vollendete Tatsachen geschaffen hat. Wichtig ist aber, nicht nur das Wellengekräusel an der Oberfläche zu erfassen, sondern die tieferen Strömungen zu verstehen.

Die Rede von einem "asiatischen" Jahrhundert erfordert allerdings eine Präzisierung, da Asien in drei Regionen zu unterteilen ist: in Südasien, Südostasien und Ostasien.

Die geografisch-historische Einheit Südasiens ist durch den Gebirgszug des Himalaja im Norden und die Form des indischen Subkontinentes vorgegeben. Indien wird als Zentralmacht in Südasien punktuell in diesem Buch zum Vergleich herangezogen, insgesamt soll jedoch Südasien nicht Teil der Analyse sein. Auch Südostasien, das eine sehr vielfältige Region bildet, wird im Folgenden nur eine Nebenrolle spielen als Projektionsfläche und Spielfeld für die eigentlichen Protagonisten: China und Japan.

Es ist nicht einfach, die Geschichte Ostasiens in einer einheitlichen Struktur darzustellen. Die Kernregion Ostasiens besteht aus den heutigen Staaten der Volksrepublik China, Taiwan, Japan und Korea sowie dem nördlichen Vietnam. Während für China bereits seit dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend gesicherte Quellenüberlieferungen vorliegen, treten Korea erst im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und Japan sogar erst um die Zeitenwende mit staatsähnlichen Strukturen als historische Einheiten auf. Außerdem gab es nur wenige Ereignisse, die die gesamte Region gleichermaßen betrafen oder erschütterten wie etwa die Expansion der Mongolen im 13. Jahrhundert oder die Bildung eines modernen Nationalismus im 19. Jahrhundert.

Das Kernthema dieses Buches ist die Beziehung der vormaligen wirtschaftlichen Supermacht Japan mit dem derzeitigen beziehungsweise kommenden ökonomischen Riesen China. Gemeinsam haben diese Länder ein unermessliches wirtschaftliches und politisches Potenzial, aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der Analyse auf ihnen, Hinzu tritt die koreanische Halbinsel, die als Puffer, Brücke, Zankapfel zwischen diesen beiden Mächten untrennbar mit deren Geschichte und Gegenwart verknüpft ist.

China und Japan müssen im Kontext Asiens und Asien muss wiederum im Verhältnis zu den USA und Europa, respektive Deutschland betrachtet werden. Nur wenn man die Geschichte von China und Japan, insbesondere ihre wechselseitige Hassliebe kennt, kann man das gegenwärtige Verhältnis der beiden Länder zueinander verstehen. Und erst aus einer Untersuchung der derzeitigen Verknüpfungen in wirtschaftlicher, sozialer, historischer und weltanschaulicher Hinsicht lässt sich eine Einschätzung wagen, wie sich die beiden Länder und die Region in den nächsten dreißig bis fünfzig Jahren entwickeln könnten. Das künftige Verhältnis von China und Japan wird ohne Zweifel von enormer Bedeutung sein, nicht nur für Asien, sondern für den Rest der Welt. Es ist derzeit schwer abzusehen, ob es zwischen China und Japan zu einem Konflikt kommen wird oder ob die Annäherung der beiden Kulturen, die doch so viel gemeinsam haben, durch eine erfolgreiche Aufarbeitung und Bewältigung der dunklen Kapitel in der gemeinsamen Vergangenheit zum Nutzen aller asiatischen Länder und der Weltwirtschaft gelingen wird. Vielleicht könnte sogar eine "großasiatische Wohlstandssphäre" unter gemeinsamer chinesisch-japanischer Führung entstehen.

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