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Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau (rororo)
 
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Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau (rororo) (Taschenbuch)

von Simone de Beauvoir (Autor), Uli Aumüller (Übersetzer), Grete Osterwald (Übersetzer)
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ist "Frau sein" ein Verhängnis?
Dieses Kultbuch war eine besondere Leseherausforderung für mich, stellte ich es doch anfangs sehr in Frage. Skeptisch begann ich mit dem Lesen dieses Werkes und wurde nach und nach gefangen genommen von den Ausführungen der Autorin. Sie verführte mich dazu, über meinen Werdegang als Kind, Mädchen, Jugendliche, Frau und über meinen Körper nachzudenken. In Zusammenhang mit meinen Eltern, meiner Erziehung, meiner Ausbildung und meiner Beziehung zu Männern und auch zu Frauen, zog ich ein Resümee.

Im ersten Teil des Buches befaßt sich Simone de Beauvoir mit der Geschichte der Unterdrückung von Frauen. Diese begann mit der Bronzezeit, ihre Muskelkraft zu schwach um mit den von Männern neu erfundenen Werkzeugen umzugehen, brachte den Mann dazu, die Frau als "minderwertig" anzusehen und eine Jahrhunderte währende Herabsetzung der Frau und das Patriarchat waren die Folge. Ihr blieb die Mutterschaft und das Haus überlassen. Bis in die Gegenwart hinein hat dies Konsequenzen, elterliche Erziehung zwingt das weibliche Kind in die ihm vorgeschriebene Rolle, nämlich später Ehefrau und Mutter zu werden, passiv zu bleiben.

Im zweiten Teil analysiert sie wichtige Phasen im Leben einer Frau: Die erste Menstruation, die Entjungferung, die Eheschließung, das Klimakterium... und es wird klar, welch einschneidende Momente diese Erlebnisse für eine Frau und ihre Sexualität bedeuten. Psychosen, Neurosen und Frigidität können aus negativen körperlichen Erfahrungen entstehen, Fallbeispiele in diesem Buch berührten mich zutiefst und ließen mich Frauen mit anderem Verständnis betrachten.

Ein Standardwerk von höchstem sprachlichen und intellektuellem Niveau, das bei keiner Frau im Bücherschrank fehlen darf, und in dem auch Männer vieles über "Das andere Geschlecht" erfahren! "Die freie Frau wird gerade erst geboren"... --Claudia Berg -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das andere Geschlecht
OT Le Deuxième Sexe OA 1949 DE 1951Form Essay Epoche Moderne
Bis heute gilt Simone de Beauvoirs Essay Das andere Geschlecht mit dem Untertitel Sitte und Sexus der Frau über die Frau in der Gesellschaft als Standardwerk der Frauenbewegung und ist das meistgelesene Buch zur Emanzipation. In Details erscheint es überholt, im Wesentlichen jedoch aktuell. Weltanschaulich liegen dem Werk die Positionen des Existenzialismus zu Grunde, der Passivität und Erdulden verurteilt, die Beauvoir den Frauen vorwirft.
Inhalt: In der Einleitung definiert Beauvoir ihr Konzept des »anderen«: Der Mann sei in unserer Vorstellungswelt ohne Frau denkbar, während die Frau »mit Bezug auf den Mann determiniert und differenziert« werde. »Er ist das Subjekt, er ist das Absolute«, heißt es, »sie das Andere.« Aus den jahrtausendealten Einschränkungen der Frau resultiere ihr Unterlegenheitsgefühl.
Das Werk besteht aus zwei Büchern, das erste trägt den Untertitel Fakten und Mythen. Die Autorin untersucht die physiologische, psychologische, ökonomische, historische und literarische Situation der Frau. Nüchtern betrachtet sie die biologischen Gegebenheiten, die Feststellungen der Psychoanalyse und des historischen Materialismus zur Rolle der Frau. Auch die überlegene Körperkraft des Mannes erkläre nicht, warum die Frau sich ihm untergeordnet habe, da beim Menschen »die biologischen Gegebenheiten den Wert, den der Existierende ihnen gibt«, bestimmten. An der Theorie von Sigmund R Freud bemängelt sie, dass er bei der weiblichen Psyche »einfach das männliche Modell zugrunde gelegt« habe. Dem historischen Materialismus billigt sie zu, »wichtige Wahrheiten« erkannt zu haben. Doch erkläre Friedrich R Engels nicht, warum »das Privateigentum notwendig die Versklavung der Frau zur Folge haben soll«. Beauvoir verfolgt die Rolle der Frau im Lauf der Geschichte von den primitiven Formen der menschlichen Gesellschaft bis zur gegenwärtigen, in der die Eltern »ihre Tochter immer noch mehr im Hinblick auf die Ehe« erziehen, anstatt ihre Entwicklung zu fördern.
Das zweite Buch, das Gelebte Erfahrung überschrieben ist, beginnt mit dem Satz: »Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.« Es beschreibt den exemplarischen Werdegang der Frauen von der Geburt bis zum Beginn der Sexualität, die Situation der erwachsenen Frau in der Gesellschaft. Beauvoir entmystifiziert dabei einschneidende körperliche Erfahrungen wie Menstruation, Liebesakt und Gebären als unerfreulich oder demütigend. Den Lesbierinnen widmet sie eine eigene Betrachtung, die von modernen Feministinnen kritisiert wurde, da sie letztlich die »Normalität« für erstrebenswert halte. Nicht selten sarkastisch beschreibt sie die »Rechtfertigungen« der Frauen, die aus Frustration vor einem selbst verantwortlichen Dasein in Rollen wie die der Narzisstin oder der unterwürfigen Liebenden flüchteten.
Wirkung: Unmittelbar nach seinem Erscheinen löste das Buch in Frankreich eine leidenschaftliche Diskussion aus. Innerhalb einer Woche wurden 22 000 Exemplare des ersten Bandes verkauft, der zweite hatte ähnlichen Erfolg. Im Figaro Littéraire ereiferte sich der katholische Schriftsteller François R Mauriac: »Wir haben auf dem Gebiet der Literatur die Grenze der Verkommenheit erreicht.« Andere Literaten verteidigten die Autorin ebenso vehement. Die Zeitschrift Paris Match widmete dem Buch sieben Seiten und schrieb u. a.: »Eine Frau ruft die Frauen zur Freiheit.« Der Vatikan setzte das Buch auf den Index. Die feministischen Frauenbewegungen der Welt machten es zu ihrer theoretischen Grundlage. 1953 wurde es ins Englische, danach in andere Sprachen übersetzt und in Millionenauflagen verkauft. Es regte wissenschaftliche Untersuchungen und zahllose Dissertationen an.
In ihrer Lebensbilanz Alles in allem schrieb Beauvoir 1972: »Das andere Geschlecht mag für militante Feministen von Nutzen sein, doch ist es nicht eigentlich ein militantes Buch.« 1971 bis 1982 führte die deutsche Feministin Alice R Schwarzer Gespräche mit Beauvoir, die 1983 als Buch erschienen. 1992 ließ der Rowohlt-Verlag den fast 1000 Seiten umfassenden Essay neu übersetzen. Die Wirkung des Werks hält bis heute an. N. B.

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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wird nicht oft genug gelesen, 14. Juni 2005
"Das andere Geschlecht" von Simone de Beauvoir ist so etwas wie die Bibel des Feminismus, eine sehr detaillierte Auseinandersetzung mit der Situation der Frauen in Vergangenheit und Gegenwart (1949). Es wirkt auch nach 56 Jahren nur sehr wenig angestaubt, nicht mehr als das bei Marx, Freud oder Darwin der Fall ist. Das ist natürlich kein Grund, einen "Klassiker" zu überarbeiten, da er dadurch seinen historischen wissenschaftlichen Wert verlieren würde. Auch die Tatsache, dass das Buch aus Sicht des Existenzialismus geschrieben ist, scheint nur anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Man merkt schnell, dass dabei einfach die Freiheit als höchster Wert gesetzt wurde, was nicht verkehrt ist (ein Unterdrückter kann nicht wählen, frei zu sein, ein freier Mensch allerdings kann ein Sklavendasein wählen, wenn er das will). Mit seinen 900 Seiten samt umfangreichem Anhang und dem streckenweise sehr schwierigen Vokabular ist "Das andere Geschlecht" ein ziemlich schwerer Brocken, was aber weder Männer noch Frauen davon abhalten sollte, es zu lesen. Im Gegenteil, meiner Meinung nach ist das Buch als Schullektüre zu empfehlen (wo doch die Gleichstellung der Geschlechter heutzutage sogar gesetzlich verlangt wird).
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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Meilenstein feministischer Theorie, 26. November 1999
Von Ein Kunde
Ein neunhundert Seiten dicker Wälzer, der auch mich vor einer Lektüre zuerst zurückschrecken ließ; doch es lohnt sich, sich hindurchzuarbeiten durch die Ansammlung von Zeugnissen aus der "Geschichte der Frau" oder die vielfältigen Frauenbilder, die sich berühmte Autoren wie beispielsweise Breton und Stendhal zurechtgelegt haben, um sich den "Mythos Weiblichkeit" erklärbar zu machen. Dies sind jedoch nur zwei Aspekte der vielfältigen Auseinandersetzung der in Paris geborenen Schriftstellerin mit dem, was Frau ist, sein sollte und wozu sie in der Gesellschaft gemacht wird, geschrieben unter dem theoretischen Gesichtspunkt des Existentialismus, das Leben der ständigen Vervollkommnung der eigenen Fähigkeiten zu widmen. Daraus ergibt sich für Beauvoir notwendig die Konsequenz, als Frau keine Kinder zur Welt bringen zu dürfen, strebt frau beispielsweise eine wissenschaftliche Karriere an.

Trotz aller kritikwürdigen Punkte, die, positiv gedeutet, einen weiten Raum für die Diskussion eröffnen, ist letzteres ein noch heute relevantes Problem, welches Beauvoir aufdeckt und beispielhaft belegt. Ein Buch, das der Frauenbewegung entscheidende Impulse zugetragen hat und meiner Meinung nach den Ausgangspunkt einer feministisch orientierten Lektüre bilden sollte! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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13 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wissenschaftlich genau und doch nicht "trocken", 28. Juni 2000
Von Ein Kunde
Es ist ein schwieriger Balanceakt, den Simone de Beauvoir in ihrem Buch "Das andere Geschlecht" wagt. Das Thema Frau in der Gesellschaft wird hier wissenschaftlich sehr fundiert diskutiert, wobei die Argumentation stets sehr verständlich bleibt. Simone de Beauvoir argumentiert mit einer Stringez, die auch dann beeindruckt, wenn man nicht ihrer Meinung zustimmen würde. Insgesamt ein interessantes, nicht immer ganz einfaches Buch, das auch für Männer geeignet ist.
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5.0 von 5 Sternen Veraltet? Keineswegs..!
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Vor 20 Monaten von Taim veröffentlicht

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Erotikbeststeller "Das andere Geschlecht" 0 Januar 2008
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