Aus der Amazon.de-Redaktion
Wie oft haben wir uns schon darüber geärgert, wenn der deutsche Titel eines aus dem Amerikanischen übersetzten Buches in die Irre führt. Das Gegenteil ist hier der Fall!
Das andere Amerika. Jenseits von Krieg und falschen Versprechungen heißt die deutsche Ausgabe von Wesley Clarks Wahlkampfansage an George W. Bush, die er in den USA vor Beginn des Rennens um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten vorgelegt hat und die im Original etwas irreführend mit
Winning Modern Wars. Iraq, Terrorism and the American Empire überschrieben war. Mittlerweile steht zwar fest, dass der Vier-Sterne-General nicht gegen den amtierenden Präsidenten wird antreten dürfen. Doch was der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber zu sagen hat, ist davon völlig unabhängig von einigem Interesse!
Des Pazifismus gänzlich unverdächtig, zeigt Clark schonungslos, aber ohne jede Polemik, die Schwächen der derzeitigen sowohl (welt-)politischen wie militärischen Strategie der US-Regierung auf, die seiner differenziert dargelegten Einschätzung nach von Beginn an zum Scheitern verurteilt war. Und er zeigt sich überzeugt, dass die Bush-Regierung bei allem, was sie tut, das Gegenteil von dem bewirkt, was sie erreichen will: So sei durch den Krieg gegen den Irak, der angeblich Teil des Kampfes gegen den Terror sein sollte, der Terrorismus nicht nur nicht geschwächt worden, er habe im Gegenteil vermutlich enormen Auftrieb erhalten. Zudem sei die Weltöffentlichkeit im Vorfeld und auch während des Krieges auf eine vollkommen inakzeptable Weise getäuscht worden. Und schließlich habe man mit der Brüskierung der Vereinten Nationen sowie Europas völlig falsche Signale in eigentlich jede Richtung gesendet.
Die Zukunft könne das "neue amerikanische Imperium" auf diese Weise nicht gewinnen. Ohnehin sei die klassische Vorstellung eines Imperiums längst überholt. Eine interdependente Welt werde die diskriminierende Vorherrschaft einer Nation nicht mehr hinnehmen. "Erfolg", so Clarks Fazit, "verspricht nur eine Strategie, die auf der Zusammenarbeit, der Gemeinschaft und auf den Werten der Toleranz, der Freiheit und der Gerechtigkeit beruht." --Andreas Vierecke
Pressestimmen
»Ein außergewöhnliches Buch, unverblümt und leidenschaftlich.« The New York Times »Sie scheinen ein integrer Mann zu sein, Sie scheinen keine Angst zu haben, die Wahrheit zu sagen.« Michael Moore