Konstanze Fliedl bietet eine facettenreiche Sammlung an Essays deutschsprachiger Autoren und Autorinnen zu altbekannten Themenfeldern an, die bis heute das Bild und scheinbar auch das Selbstbild Österreichs maßgeblich zu prägen scheinen. Die Essays, Ausschnitte und poetischen Beiträge werden in kleinen, übersichtlichen "Bündeln" dem Leser zu folgenden Themenkomplexen dargeboten: Das alte Österreich - Heimat und keine - Poesie im Exil - Die Stimme Österreichs - Schwere Wege - Grillparzer im Sturz oder: gutes Land-böses Land - So und anders. Interessanterweise entsteht, trotz der nahezu schon als herkömmlich zu bezeichnenden Schwerpunktlegung, ein anschauliches und schichtenreiches Mosaik der österreichischen Gesellschaft. Beitragende Autoren sind u.a. Ilse Aichinger, Jean Améry, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Elfriede Gerstl, Franz Grillparzer, Peter Handke, Elfiede Jelinek, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Jakov Lind, Robert Musil, Elisabeth Reichart, Joseph Roth, Arthur Schnitzler, Hilde Spiel und Gernot Wolfgruber.