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Kommentar: Berlin Verlag Taschenbuch, Taschenbuch, 2010 - Guter bis sehr guter Zustand, Ecken gering berieben, keine nennenswerten Gebrauchsspuren im Buch, kein Mängelexemplar
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Das Zimmer: Roman Taschenbuch – 27. Februar 2010

4.4 von 5 Sternen 22 Kundenrezensionen

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Als Helen ihre Freundin Nicola zu sich nach Melbourne einlädt, ist ihr nicht wirklich klar, auf was sie sich damit einlässt. Denn Nicola kommt, um sich hier für drei Wochen einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen.

Nicolas Krankheit ist weiter fortgeschritten, als es Helen bewusst war. Hinzu kommen die starken Nebenwirkungen der ziemlich fragwürdigen Therapie, so dass Helen auf einmal rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer kranken Freundin beschäftigt ist.

Doch das Schlimmste daran ist nicht die körperlich und emotional belastende Pflege – das Schlimmste für Helen ist Nicolas künstlich aufgesetzter Optimismus. Das hartnäckige Leugnen des Offensichtlichen bringt schließlich auch Helen an ihre Grenzen. So werden diese drei Wochen für die beiden Mitsechzigerinnen zu einer Tour de Force, die sie im Angesicht des nahenden Todes viel über ihr Leben lernen lässt.

Die australische Autorin Helen Garner hat der Ich-Erzählerin des Romans nicht zufällig ihren eigenen Vornamen „Helen“ verliehen. Zwar handelt es sich bei der Geschichte erklärtermaßen um Fiktion, doch das Geschehen und die wechselhaften, oft explosiven Gefühle der Protagonistin basieren auf tatsächlichen Erlebnissen Helen Garners. Sie hat in den letzten Jahren selbst vier ihr nahestehende Menschen verloren.

Das Zimmer, der vierte Roman der Journalistin, Drehbuchautorin und Autorin Garner, erhielt in Australien bereits kurz nach seinem Erscheinen die renommiertesten Literaturpreise des Landes. Völlig zu Recht, denn der Roman überzeugt durch seine authentische, ehrliche und berührende Erzählweise und zieht den Leser schon auf den ersten Seiten in seinen Bann. Helen Garner ist in Australien schon seit langem eine Art Starschriftstellerin, während sie dem deutschen Publikum bis dato noch völlig unbekannt blieb. Mit diesem außergewöhnlichen Roman wird sich das mit Sicherheit ändern. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Man schlägt dieses Buch zu und hat das Gefühl, nicht nur einen großartigen Roman gelesen, sondern das Leben selbst erfahren zu haben. (Sunday Times) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Gebundene Ausgabe
Wer die Diagnose Krebs erhält, gerät in einen psychischen Ausnahmezustand, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt. Heilungsversuche und Todesfurcht halten sich die Waage.
Dieser Roman zum Thema Krankheit und Tod könnte auf einem Tatsachenbericht beruhen.

Helen lebt in Melbourne, ist um die sechzig Jahre alt und ist geschieden. Eines Tages bekommt sie Besuch von ihrer alten Freundin Nicola. Sie hat Krebs und will sich von einem Heiler und Guru, der in Melbourne arbeitet, behandeln lassen.
Als Helen ihrem guten Freund Leo, einem Psychiater, von dem bevorstehenden Besuch und von der Krankheit der Freundin erzählt, meint der, dass sie möglicherweise dazu ausersehen ist, ihr zu vermitteln, dass sie sterben wird.
Als Helen ihre Freundin vom Flughafen abholt, ist sie entsetzt über deren Zustand. Sie ist abgemagert, zusammen gefallen, wirkt uralt und krumm.

Helen nimmt ihre Freundin ins Gästezimmer auf, und eine entsagungsvolle und aufreibende Pflegezeit beginnt für sie. Von nächtlichen Schwächeanfällen, Schweißausbrüchen und starken Schmerzen ist die Rede. Nicola bedarf ständiger Pflege und ist sichtbar schwer krank. Die vorsichtigen Einwände Helens gegen die obskuren Behandlungsmethoden bei dem Guru wischt Nicola schnell vom Tisch.
Helen betritt einen Pfad, der sie in zwiespältige Gefühle treibt. Da ist die Praxis des Gurus, in der alles oberflächlich und chaotisch, vor allem aber unseriös aussieht. Helen ist voller innerer Abwehr gegen den offensichtlich Missbrauch, der mit der Hoffnung, dem Geld und dem guten Willen der Patienten betrieben wird. Sie hält nichts von dem Hokuspokus, zumal es der Freundin immer schlechter geht.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist eines der besten Bücher über die Auseinandersetzungen mit dem Sterben und dem Tod, das ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Die australische Schriftstellerin Helen Garner hat sie in eine Geschichte verpackt, in der sie von Helen erzählt ( ist die Protagonistin mit der Autorin identisch ?), die ihre langjährige Freundin Nicola wieder trifft. Nicola hat sich quasi selbst eingeladen, um in Melbourne, dem Wohnort Helens, eine dreiwöchige spezielle Krebstherapie zu machen.

Sie hat sich einem Arzt anvertraut, der ihr für viel Geld verspricht, durch seine spezielle Therapie würde der Krebs innerhalb dieser Zeit verschwinden. Helen merkt recht bald, dass sich Nicola etwas vormacht. Vor allen Dingen ist sie darüber erschüttert, wie desolat Nicolas Zustand jetzt schon ist.

Unbändiger Zorn, gepaart mit Liebe und Respekt für die Freundin kämpfen in Helen einen erbitterten Kampf, den viele Menschen kennen, die selbst von dieser Krankheit betroffen sind als Patienten oder auch als Angehörige. Insbesondere diese Menschen werden dieses Buch verschlingen, hält es doch neben seiner entwaffnender Wahrhaftigkeit durch seinen Witz und Humor, insbesondere aber durch die von einer tiefen Menschlichkeit durchtränkte Sprache, einen großen Trost bereit.

Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine bewegende Lektüre, die die Tiefen menschlichen Leids und freundschaftliche Liebe auslotet und ein überzeugendes Zeugnis eines barmherzigen und liebevollen Umgangs mit Todgeweihten und Sterbenden bereithält.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich lese viel und bin deshalb sehr kritisch und auch wählerisch. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Viele Menschen weichen den Themen "Krebs","Tod","Pflegebedürftigkeit" permanent aus, zu ihrem eigenen Schaden. In diesem Buch findet eine sensible, ehrliche, sprachlich feinfühlige und immer realistische Annäherung an diese Themen statt. Gerade auch pflegende Angehörige können sich in dem sich anbahnenden Drama von Überforderung und einer gewissen Hassliebe gut wiederfinden und sich verstanden fühlen. Sogar die überlebensnotwendige sarkastischen Spitzen, die die Angst vor dem Tod oft am deutlichsten spiegeln sind hervorragend herausgearbeitet.
Vom Thema her ein typisches Buch für Frauen, aber auch Männer sollten sich auf den Weg machen, dieses Meisterwerk zu lesen.
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Von JOKO TOP 500 REZENSENT am 14. Januar 2010
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Das Zimmer " von Helen Garner, ein autobiographisch durchzogenes Buch, braucht einen starken Leser, denn obwohl das Buch streckenweise sehr sachlich und schonungslos geschrieben ist, geht es dem Leser doch mehr unter die Haut, als wenn man auf Rührseligkeit gesetzt hätte.

Helen und Nicola, Freundinnen seit 15 Jahren , werden auf eine harte Probe gestellt, als die totkranke Nikola ihre Freundin bittet, für 3 Wochen bei ihr unterkommen zu dürfen, um sich einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen.
Lange Zeit haben sie sich nicht gesehen und so ist Helene doch sehr erschrocken, als sie ihre Freundin am Flughafen abholt und sie in einem körperlich desolaten Zustand antrifft.Doch sie läßt sich nicht abschrecken und ist guter Hoffnung, dass sie beide das schaffen werden.Doch was sie in diesen kommenden drei Wochen erwartet, ist mehr als sie verkraften kann. Die intensive Pflege ihrer Freundin bringt sie an körperliche Grenzen, doch am schwersten zu ertragen ist die Tatsache, dass Nikola ihre Krankheit und dessen fortschreitendes Stadium negiert.Helen merkt, da sie ihre Freundin teilweise zu den Therapien begleitet, dass Nikola einem Scharlatan aufgesessen ist, der das Leiden und die damit verbundene große Hoffnung auf Heilung seiner Patientin schamlos ausnutzt , um sich zu bereichern. Doch der nach den Therapien ausgesprochen schlechte Zustand ihrer Freundin macht ihr am meisten zu schaffen und so entscheidet sie sich zu einem drastischen Liesesdienst.
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