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Das Zimmer: Roman [Taschenbuch]

Helen Garner , Gerhard Falkner , Nora Matocza
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. Februar 2010
Für drei Wochen will Nicola bei ihrer Freundin in Melbourne wohnen, um sich einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen; das Zimmer steht bereit. Doch Helen trifft es völlig unvorbereitet - wie desolat Nicolas Zustand ist, wie kräftezehrend ihre Pflege, wie barbarisch die Bedingungen jener obskuren Therapie, wie wundergläubig ihre todkranke Freundin und vor allem, mit welch hilflosem, unbändigem Zorn sie selbst auf all dies reagiert. Mit entwaffnender Wahrhaftigkeit beschreibt Helen Garner diese unerträgliche Situation, in der Freundschaft, Verantwortung, ja ein Leben auf dem Spiel stehen. Doch sie setzt der Verzweiflung ein Maß an kluger Menschlichkeit und beherztem Witz entgegen, die Das Zimmer zu einer bewegenden und tröstlichen, auf wunderbare Weise heilsamen Lektüre machen.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 173 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (27. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833306653
  • ISBN-13: 978-3833306655
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 250.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Als Helen ihre Freundin Nicola zu sich nach Melbourne einlädt, ist ihr nicht wirklich klar, auf was sie sich damit einlässt. Denn Nicola kommt, um sich hier für drei Wochen einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen.

Nicolas Krankheit ist weiter fortgeschritten, als es Helen bewusst war. Hinzu kommen die starken Nebenwirkungen der ziemlich fragwürdigen Therapie, so dass Helen auf einmal rund um die Uhr mit der Betreuung ihrer kranken Freundin beschäftigt ist.

Doch das Schlimmste daran ist nicht die körperlich und emotional belastende Pflege – das Schlimmste für Helen ist Nicolas künstlich aufgesetzter Optimismus. Das hartnäckige Leugnen des Offensichtlichen bringt schließlich auch Helen an ihre Grenzen. So werden diese drei Wochen für die beiden Mitsechzigerinnen zu einer Tour de Force, die sie im Angesicht des nahenden Todes viel über ihr Leben lernen lässt.

Die australische Autorin Helen Garner hat der Ich-Erzählerin des Romans nicht zufällig ihren eigenen Vornamen „Helen“ verliehen. Zwar handelt es sich bei der Geschichte erklärtermaßen um Fiktion, doch das Geschehen und die wechselhaften, oft explosiven Gefühle der Protagonistin basieren auf tatsächlichen Erlebnissen Helen Garners. Sie hat in den letzten Jahren selbst vier ihr nahestehende Menschen verloren.

Das Zimmer, der vierte Roman der Journalistin, Drehbuchautorin und Autorin Garner, erhielt in Australien bereits kurz nach seinem Erscheinen die renommiertesten Literaturpreise des Landes. Völlig zu Recht, denn der Roman überzeugt durch seine authentische, ehrliche und berührende Erzählweise und zieht den Leser schon auf den ersten Seiten in seinen Bann. Helen Garner ist in Australien schon seit langem eine Art Starschriftstellerin, während sie dem deutschen Publikum bis dato noch völlig unbekannt blieb. Mit diesem außergewöhnlichen Roman wird sich das mit Sicherheit ändern. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Man schlägt dieses Buch zu und hat das Gefühl, nicht nur einen großartigen Roman gelesen, sondern das Leben selbst erfahren zu haben. (Sunday Times) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer die Diagnose Krebs erhält, gerät in einen psychischen Ausnahmezustand, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt. Heilungsversuche und Todesfurcht halten sich die Waage.
Dieser Roman zum Thema Krankheit und Tod könnte auf einem Tatsachenbericht beruhen.

Helen lebt in Melbourne, ist um die sechzig Jahre alt und ist geschieden. Eines Tages bekommt sie Besuch von ihrer alten Freundin Nicola. Sie hat Krebs und will sich von einem Heiler und Guru, der in Melbourne arbeitet, behandeln lassen.
Als Helen ihrem guten Freund Leo, einem Psychiater, von dem bevorstehenden Besuch und von der Krankheit der Freundin erzählt, meint der, dass sie möglicherweise dazu ausersehen ist, ihr zu vermitteln, dass sie sterben wird.
Als Helen ihre Freundin vom Flughafen abholt, ist sie entsetzt über deren Zustand. Sie ist abgemagert, zusammen gefallen, wirkt uralt und krumm.

Helen nimmt ihre Freundin ins Gästezimmer auf, und eine entsagungsvolle und aufreibende Pflegezeit beginnt für sie. Von nächtlichen Schwächeanfällen, Schweißausbrüchen und starken Schmerzen ist die Rede. Nicola bedarf ständiger Pflege und ist sichtbar schwer krank. Die vorsichtigen Einwände Helens gegen die obskuren Behandlungsmethoden bei dem Guru wischt Nicola schnell vom Tisch.
Helen betritt einen Pfad, der sie in zwiespältige Gefühle treibt. Da ist die Praxis des Gurus, in der alles oberflächlich und chaotisch, vor allem aber unseriös aussieht. Helen ist voller innerer Abwehr gegen den offensichtlich Missbrauch, der mit der Hoffnung, dem Geld und dem guten Willen der Patienten betrieben wird. Sie hält nichts von dem Hokuspokus, zumal es der Freundin immer schlechter geht.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist eines der besten Bücher über die Auseinandersetzungen mit dem Sterben und dem Tod, das ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Die australische Schriftstellerin Helen Garner hat sie in eine Geschichte verpackt, in der sie von Helen erzählt ( ist die Protagonistin mit der Autorin identisch ?), die ihre langjährige Freundin Nicola wieder trifft. Nicola hat sich quasi selbst eingeladen, um in Melbourne, dem Wohnort Helens, eine dreiwöchige spezielle Krebstherapie zu machen.

Sie hat sich einem Arzt anvertraut, der ihr für viel Geld verspricht, durch seine spezielle Therapie würde der Krebs innerhalb dieser Zeit verschwinden. Helen merkt recht bald, dass sich Nicola etwas vormacht. Vor allen Dingen ist sie darüber erschüttert, wie desolat Nicolas Zustand jetzt schon ist.

Unbändiger Zorn, gepaart mit Liebe und Respekt für die Freundin kämpfen in Helen einen erbitterten Kampf, den viele Menschen kennen, die selbst von dieser Krankheit betroffen sind als Patienten oder auch als Angehörige. Insbesondere diese Menschen werden dieses Buch verschlingen, hält es doch neben seiner entwaffnender Wahrhaftigkeit durch seinen Witz und Humor, insbesondere aber durch die von einer tiefen Menschlichkeit durchtränkte Sprache, einen großen Trost bereit.

Das Buch ist nicht nur für Betroffene eine bewegende Lektüre, die die Tiefen menschlichen Leids und freundschaftliche Liebe auslotet und ein überzeugendes Zeugnis eines barmherzigen und liebevollen Umgangs mit Todgeweihten und Sterbenden bereithält.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Notwendige Konfrontation mit dem Tod 18. Februar 2009
Von Eva-Maria
Format:Gebundene Ausgabe
Ich lese viel und bin deshalb sehr kritisch und auch wählerisch. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Viele Menschen weichen den Themen "Krebs","Tod","Pflegebedürftigkeit" permanent aus, zu ihrem eigenen Schaden. In diesem Buch findet eine sensible, ehrliche, sprachlich feinfühlige und immer realistische Annäherung an diese Themen statt. Gerade auch pflegende Angehörige können sich in dem sich anbahnenden Drama von Überforderung und einer gewissen Hassliebe gut wiederfinden und sich verstanden fühlen. Sogar die überlebensnotwendige sarkastischen Spitzen, die die Angst vor dem Tod oft am deutlichsten spiegeln sind hervorragend herausgearbeitet.
Vom Thema her ein typisches Buch für Frauen, aber auch Männer sollten sich auf den Weg machen, dieses Meisterwerk zu lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die hoffnung stirbt zuletzt 14. Januar 2010
Von robby lese gern TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Das Zimmer " von Helen Garner, ein autobiographisch durchzogenes Buch, braucht einen starken Leser, denn obwohl das Buch streckenweise sehr sachlich und schonungslos geschrieben ist, geht es dem Leser doch mehr unter die Haut, als wenn man auf Rührseligkeit gesetzt hätte.

Helen und Nicola, Freundinnen seit 15 Jahren , werden auf eine harte Probe gestellt, als die totkranke Nikola ihre Freundin bittet, für 3 Wochen bei ihr unterkommen zu dürfen, um sich einer alternativen Krebstherapie zu unterziehen.
Lange Zeit haben sie sich nicht gesehen und so ist Helene doch sehr erschrocken, als sie ihre Freundin am Flughafen abholt und sie in einem körperlich desolaten Zustand antrifft.Doch sie läßt sich nicht abschrecken und ist guter Hoffnung, dass sie beide das schaffen werden.Doch was sie in diesen kommenden drei Wochen erwartet, ist mehr als sie verkraften kann. Die intensive Pflege ihrer Freundin bringt sie an körperliche Grenzen, doch am schwersten zu ertragen ist die Tatsache, dass Nikola ihre Krankheit und dessen fortschreitendes Stadium negiert.Helen merkt, da sie ihre Freundin teilweise zu den Therapien begleitet, dass Nikola einem Scharlatan aufgesessen ist, der das Leiden und die damit verbundene große Hoffnung auf Heilung seiner Patientin schamlos ausnutzt , um sich zu bereichern. Doch der nach den Therapien ausgesprochen schlechte Zustand ihrer Freundin macht ihr am meisten zu schaffen und so entscheidet sie sich zu einem drastischen Liesesdienst.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Der Artikel hat mich sehr gefreut und ich bin gut zufrieden , bei...
Der Artikel hat mich sehr gefreut und ich bin gut zufrieden , bei Bedarf werde ich wieder diesen Artikel bestellen -
Vor 11 Monaten von Hermann Hemkendreis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen traurig und nachdenklich
Für mich war dieses Buch eine sehr traurige und zugleich eine Geschichte die mich sher nachdenklich gemacht hat. Da wird eine Freundschaft auf eine sehr harte Probe gestellt.
Vor 11 Monaten von 11ie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Helen und Nicola
Nicola ist schwer Krebskrank. Anstatt der Schulmedizin zu vertrauen, vertraut sie dubiosen alternativen Heilmethoden. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Bücherwurm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein stilles Buch über das Sterben
Als Helen von ihrer krebskranken Freundin Nicola gebeten wird, sie für drei Wochen aufzunehmen, damit sie sich einer neuen Krebstherapie unterziehen kann, ist das für... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2012 von Thaila
5.0 von 5 Sternen ...wenn Freundschaft über Grenzen geht
In dem Buch geht es um eine Frau, die ihre krebskranke Freundin eine Zeitlang pflegt. Es hat mich sehr berührt zu lesen, wie die Frau sich mit ihren eigenen Ängsten um... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2011 von Kalinke
5.0 von 5 Sternen Schnörkellos und wunderschön.
Ein Buch, das von der Wahrheit der Geschichte und der beim Lesen erzeugten Stimmung lebt: Die langjährige, innige Freundschaft zwischen zwei Frauen, von denen eine ihre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. April 2010 von H. Kamp
5.0 von 5 Sternen Diagnose: Letal
Helen und Nicola sind Mitte 60 und enge Freundinnen, als Nicola an Krebs erkrankt. Als alle konventionellen Behandlungsmethoden gescheitert sind, nistet sich Nicola für drei... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2009 von Willi und Anette Schfer
2.0 von 5 Sternen Botschaft gesucht
Ich sage es gleich vorne hinweg, ich habe die Botschaft des Buches nicht gefunden oder verstanden. Deshalb kann ich nur die blumige und unerschrockene Schreibweise, die keine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. August 2009 von Herbstkind
3.0 von 5 Sternen hm
Wahrscheinlich hatte ich ganz einfach andere Erwartungen. Jedenfalls wurden sie nicht erfüllt. Auch der Klappentext ist mir zu euphorisch, was die schriftstellerische... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. August 2009 von anderer name
5.0 von 5 Sternen Das Zimmer
ein hervorragendes Buch zum Thema Tod und Freundschaft.

ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2009 von Gediesch
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