Ausgehend vom Ziegenproblem liefert der Autor einen übersichtlichen Einblick in die Wahrscheinlichkeitslehre. Doch was ist das Ziegenproblem überhaupt? Nun, viele haben bestimmt schon einmal die Game-Show "Geh aufs Ganze" gesehen. In ihrer amerikanischen Urfassung bekam ein Kandidat im Endspiel drei Türen zur Wahl, hinter einer war der Hauptgewinn, hinter den anderen beiden eine Ziege, auch "Zonk" genannt. Der Kandidat wählt eine Tür, der Moderator präsentiert eine Niete (=Ziege) und fragt den Kandidaten, ob er bei seiner Wahl bleiben oder lieber auf die verbleibende Tür wechseln möchte. Diese Frage hat unter Mathematikern und Nicht-Mathematikern zu der Diskussion geführt, ob es günstiger sei zu wechseln oder bei der getroffenen Wahl zu bleiben. Der Autor gibt die Antwort am Ende des Buches, auf dem Weg dorthin präsentiert er allgemein verständlich die grundlegenden Begriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung und plaudert ein wenig über den Verlauf des Ziegenproblems. Das Buch macht also sehr anschaulich klar, wofür die trockene Mathematik im Alltag verwendet werden kann. Mein Stochastik-Professor hat es als Weihnachtsgeschenk empfohlen, und er hat gut daran getan. Denn die Lösung des Ziegenproblems ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint und der Autor versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten, so daß der Leser die einfach aber korrekt erklärte Theorie hinter der Lösung auf dem Weg zur endgültigen Erklärung faszieniert aufnimmt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)