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Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2001
Stefan Weidner stellt eine Autorin aus dem islamischen Kulturkreis vor, die hier nur wenigen bekannt sein dürfte, die aber, wie Weidner weiß, in Ägypten ein breites Echo habe. Der Plot ihres neuesten Buches, den er kurz anreißt, vermittelt die Unfreiheit eines Mädchens aus einer islamischen Beduinenfamilie. Die Perspektivlosigkeit und das Fehlen einer Entwicklung mache die Geschichte so bedrückend, findet Weidner, und er weiß, dass einige hier beschriebene Erfahrungen autobiographisch sind. Die Autorin, informiert er, stamme selbst aus einer Beduinenfamilie und fühlte sich, obwohl sie studieren konnte, dem traditionellen Milieu lange verhafte. Weidner hofft, dass ihr erster Roman mit dem Titel "Die blaue Aubergine", der seiner Meinung nach wesentlich mehr gesellschaftlichen Sprengstoff enthält, bald vom Unionsverlag nachgereicht werde.
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Über den Autor
Miral al Tahawi wurde 1968 in Sharqiya geboren. Sie absolvierte ein Studium der Literaturwissenschaften und war Lehrbeauftrage an der Kairoer Universität. Sie veröffentlichte zwei Romane. 2000 erhielt sie den staatlichen Förderpreis für Literatur.