Also vorab: Ich habe beide Serien von T. Canavan gelesen, aber glücklicherweise mit einigem Abstand zueinander. Glücklicherweise deshalb, weil sich die Serien grundlegend unterscheiden und die jeweiligen Welten keinen Zusammenhang haben. Daher: Gebt der Geschichte eine Chance, sie ist wirklich eigenständig zu betrachten und benötigt (zumindest bei mir) den zeitlichen Abstand!!!
Meiner Meinung nach, merkt man dem Buch an, dass die Autorin sich weiter entwickelt hat.
Im ersten Buch wird die Priesterschaft der Weißen vorgestellt, die Hauptcharaktere und wirklich viele Nebencharaktere, die die unterschiedlichen Völker und Lebenssituationen beleuchten.
Im zweiten Roman geht die Autorin auf die Gegenseite ein und das ist in dieser ausführlichen Form ein Schritt nach vorne. Da ich kein Freund von "dem ultimativen Bösen" bin, finde ich es gut, wenn Charaktere aus nachvollziehbaren Gründen handeln, anstatt "weil sie böse sind". :)
Im dritten Roman mischen sich beide Welten noch mehr und eine dritte "Macht", die der "Wilden/Unsterblichen" wird herausgeschrieben. Zudem werden die Absichten der Götter, zentrale Kraft in beiden Gruppierungen, beleuchtet.
Fazit: Wie Eingangs schon erklärt, sind "Die Gilde" und "Zeitalter der Fünf" seperat zu betrachten. Ich empfehle die Serie auf jeden Fall all jenen weiter, die Wert auf eigenständige "neue" Welten, ein starkes Religionssystem, interessante Charaktere, einen starken Hauptcharakter und Romantik/Liebe lediglich als Nebenaspekt mögen.
Einziges Minus, allerdings auch wirklich nur am Rande: die Unterschiede zwischen den Religionsgefügen sind ein wenig zu konstruiert (die einen schwarz, die anderen weiß, die einen Stern-anhänger, die anderen huldigen dem Kreis usw.)