Pressestimmen
"Eine wunderbare Mischung aus Fakten, Fiktion und Folklore. Gewissenhafte Recherche und zeitgenössische Illustrationen machen ‚Das Zauberer-Handbuch' zu einem unvergesslichen Werk." (Publishers Weekly )
Kurzbeschreibung
Wer war Nicolas Flamel? Und woher erhält der Stein der Weisen seine Kraft? Was sind Grindelohe? Und warum soll man Kräuter bei Vollmond ernten? Alphabetisch geordnet und mit vielen Illustrationen versehen – in diesem Nachschlagewerk findet sich alles Wissenswerte über die Welt des berühmten Zauberlehrlings.
Klappentext
"Eine wunderbare Mischung aus Fakten, Fiktion und Folklore. Gewissenhafte Recherche und zeitgenössische Illustrationen machen 'Das Zauberer-Handbuch' zu einem unvergesslichen Werk."
Publishers Weekly
Publishers Weekly
Über den Autor
Allen Zola Kronzek ist Zauberer und Autor des erfolgreichen Zauberbuchs »The Secrets of Alkazar. A Book of Magic«. Er zeigt seine Zaubershows vor allem in Schulen, Colleges, Museen und öffentlichen Büchereien, wo er auch Vorträge über die Geschichte der Zauberei hält. Seine Tochter Elizabeth Kronzek hat an der Princeton University Geschichte studiert und arbeitet als Lektorin, Autorin und Dozentin. Beide sind ausgemachte Harry-Potter-Fans und haben hier das Buch geschrieben, das sie selbst immer schon lesen wollten.
Elizabeth Kronzek hat an der Princeton University Geschichte studiert und arbeitet als Lektorin, Autorin und Dozentin.
Elizabeth Kronzek hat an der Princeton University Geschichte studiert und arbeitet als Lektorin, Autorin und Dozentin.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die meisten Harry-Potter-Fans wissen wahrscheinlich, dass Harrys wertvollster Besitz sein Besen ist. Hermines Lieblingsfach ist die Arithmantik, und ein wunderbares Wesen, der Hippogreif, half Sirius Black bei der Flucht. Aber wusstest du auch, dass man früher glaubte, Zauberer würden auf Mistgabeln fliegen, dass die Arithmantik eine alte Form des Wahrsagens ist und dass der Hippogreif zum ersten Mal von den legendären Rittern von Charlemagne geritten wurde? Oder dass Professor Dumbledores Freund Nicolas Flamel, der den Stein der Weisen erschaffen hat, tatsächlich gelebt hat?
Die außergewöhnlichen Abenteuer von Harry und seinen Freunden ziehen so schnell an uns vorüber, dass wir kaum Zeit haben, die Mythologie, den Volksglauben und die Geschichte, die unter der Oberfläche schimmern, in ihrer ganzen Vielfalt wahrzunehmen. Ein Grund, warum uns die Harry-Potter-Bücher so viel Freude bereiten, ist die in ihnen enthaltene magische Welt, deren Ursprung zum Teil in J. K. Rowlings scheinbar grenzenloser Fantasie liegt, zum Teil in den unzähligen Überlieferungen zum Thema Zauberei und Magie. Zaubertränke und Beschwörungsformeln, Riesen und Drachen, Kessel und Kristallkugeln - hinter all diesen Begriffen steckt eine faszinierende und oft überraschende Geschichte, die Hunderte, manchmal Tausende von Jahren zurückreicht. Zauberstäbe wie die, die in der Winkelgasse verkauft werden, wurden einst von Druiden aus dem Holz der heiligen Eibe geschnitzt. Das Brauen von Zaubertränken lässt sich bis zu den alten Griechen und Römern zurückverfolgen. Und Bücher mit Zaubersprüchen und Flüchen, deren Lektüre in der Schule für Hexerei und Zauberei von Hogwarts Pflicht ist, waren im Mittelalter äußerst beliebt (und wurden mit der gleichen Vehemenz abgelehnt).
In Das Zauberer-Handbuch kann der neugierige Leser alles »Magische«, das in den ersten vier Harry-Potter-Büchern erwähnt wird, nachschlagen und reichhaltige und überraschende Informationen finden. Woher bekam der Stein der Weisen seine Macht? Wie hießen die ersten Zauberworte? Hat sich J. K. Rowling den schrecklichen Basilisken, die verführerischen Veela oder den bösartigen Grindeloh nur ausgedacht? Und wenn nicht sie, wer dann? Das Zauberer-Handbuch gibt Antworten auf diese Fragen.
Die Geschichte der Zauberei ist unerschöpflich, und beim Schreiben dieses Buchs mussten wir viel mehr weglassen, als wir darin aufgenommen haben. Kaum Erwähnung fanden die Magie und Mythologie Chinas, Afrikas, Indiens, Japans, Australiens und Südamerikas. Vielmehr haben wir unseren Blick auf jene Überlieferungen beschränkt, die in der Welt von Harry Potter zu neuem Leben erweckt werden. Fast alle in Hogwarts gelehrten magischen Techniken gehen auf die magischen Traditionen der alten westlichen Welt des Vorderen Orients, Griechenlands und Roms zurück. Fantasiewesen wie Zentauren, der Mantikor und das Einhorn haben denselben Ursprung. Viele andere magische Wesen wie Elfen, Gnome, Kobolde, Hinkepanks oder Trolle haben ihre Wurzeln im Volksglauben Nordeuropas und Großbritanniens.
Als wir anfingen, dieses Buch zu schreiben, fragten wir die Harry-Potter-Fans, welche Themen sie am meisten interessierten. Einige wollten mehr über Zaubersprüche, Beschwörungen und Flüche wissen, andere waren interessiert an Boggarts, Rotkappen oder dem Unterschied zwischen Vettel und Hexe. Wir gehen davon aus, dass auch du ein bestimmtes Interesse hast. Dieses Buch braucht nicht in alphabetischer Reihenfolge von vorne bis hinten gelesen zu werden, auch wenn dies durchaus möglich ist. Vielleicht möchtest du mit dem Eintrag Magie beginnen, als Einführung in dieses faszinierende Thema. Doch eigentlich kannst du überall anfangen - und es kann gut sein, dass du am Ende ganz woanders herauskommst.
Wir haben versucht, in den einzelnen Einträgen einen Überblick über das jeweilige Thema und dessen Wurzeln in der Mythologie, im Volksglauben und der Geschichte zu geben. Ein fett gedrucktes Wort bedeutet, dass es dazu einen eigenen Eintrag gibt. Jedem Eintrag folgt die Angabe einer Textstelle in den Harry-Potter-Büchern, an der das Thema vorkommt.
Bei unseren Nachforschungen zu dem Zauberer-Handbuch haben wir viele seltsame Dinge gelernt, die wir uns nicht hätten träumen lassen - wie werden Teeblätter gedeutet, wie schafft man sich einen Kobold vom Hals, wie werden Alraunen am sichersten aus dem Boden gezogen und wie kann ich mit Hilfe der Arithmantik mein Frühstücksmüsli auswählen? Unser Wissen gibt uns Sicherheit, weil wir jetzt einen Dämonen erkennen können und wissen, was wir tun müssen, wenn uns ein Ghul angreift (den man nie zweimal schlagen darf). Wir hoffen, all diese Informationen sind für euch genauso interessant wie für uns. Man weiß ja nie, wann man sie einmal braucht.
Alraune
Es ist sehr selten, dass eine Pflanze den Gärtner dazu zwingt, Ohrenschützer zu tragen. Auch wenn es bekloppt scheint, dass Professor Sprouts von seinen Schülern in Kräuterkunde verlangt, sich solche Dinger aufzusetzen, wenn sie mit Alraunen arbeiten, steckt dahinter doch ein jahrhundertealter Volksglaube. In ganz Europa hieß es, die Alraune würde einen Schrei ausstoßen, wenn man sie aus dem Boden zöge, und jeder, der ihn hört, müsste sterben. Alraunen zu ernten war dennoch das Risiko wert, weil die Pflanze über mehrere gut bekannte medizinische und angeblich auch magische Eigenschaften verfügt.
Man sagt, die dicke braune Wurzel der Alraune, die bis zu einen Meter tief in die Erde hinabreicht, sei am - wirksamsten. Die Wurzel ist oft gegabelt und sieht mit etwas Vorstellungskraft wie ein Mensch aus. In Pflanzen- und Kräuterbüchern wurde die Alraune (die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört) oft mit menschlichen Zügen abgebildet - als Mann mit langem Bart oder als Frau mit buschiger Haarmähne. Diese Ähnlichkeit ließ sich noch erhöhen, wenn die Wurzel mit einem Messer zurechtgeschnitzt wurde. Das Aussehen erklärt natürlich, warum man glaubte, dass die Alraune schreit, wenn sie aus dem Boden gezogen wird - wie ein Mensch, der aus einem warmen Bett gerissen wird.
Trotz des Mitleids, das der Mensch mit einer entwurzelten Alraune verspüren mag, wurde sie recht häufig aus der Erde gezogen und zu einer Vielzahl von Zwecken benutzt. In der Antike diente sie als Schmerz- und Schlafmittel, und in großen Dosen ein genommen, löste sie beim Menschen angeblich Deliriumszustände oder sogar Wahnsinn aus. Sie wurde Patienten, die unter chronischen Schmerzen litten, zur Beruhigung verabreicht und auch zur Behandlung von Melancholie, Krämpfen und Rheuma empfohlen. Die Römer verwendeten die Alraune als Anästhetikum: Sie gaben dem Patienten vor einer Operation ein Stück der Wurzel, das er kauen sollte.
Unsere Vorfahren aus der Antike und ihre Nachkommen im mittelalterlichen Europa schätzten die Alraune auch wegen ihrer magischen Eigenschaften. Sie war eine beliebte Zutat bei Liebestränken (siehe Zaubertrank) und wurde angeblich von Circe verwendet, der bekanntesten Hexe der griechischen Mythologie, die damit ihre höchst wirkungsvollen Elixiere braute. Der angelsächsischen Überlieferung zufolge konnte die Alraune Dämonen austreiben, und viele Menschen glaubten, sie könnte, in getrockneter Form als Amulett getragen, das Böse abhalten. Andererseits hieß es in manchen Volkssagen, dass gerade in der Wurzel Dämonen hausten, und der Besitz einer geschnitzten Alraunenwurzel führte hin und wieder zu einer Anklage wegen Hexerei. Die ganz Misstrauischen behaupteten, die Alraune wachse am besten unter dem Galgen hingerichteter Mörder.
Die Alraune wurde auch zum Wahrsagen verwendet. Wahrsager meinten, die puppenähnliche Wurzel würde als Antwort auf Fragen über die Zukunft mit dem Kopf nicken. In Deutschland umsorgten die Bauern ihre geschnitzten Alraunenpuppen, befestigten Getreidekörner als Augen, kleideten sie an und legten sie nachts in winzige Betten - alles, um sie bei Laune zu halten, wenn sie eine wichtige Frage beantworten sollten.
Die außergewöhnlichen Abenteuer von Harry und seinen Freunden ziehen so schnell an uns vorüber, dass wir kaum Zeit haben, die Mythologie, den Volksglauben und die Geschichte, die unter der Oberfläche schimmern, in ihrer ganzen Vielfalt wahrzunehmen. Ein Grund, warum uns die Harry-Potter-Bücher so viel Freude bereiten, ist die in ihnen enthaltene magische Welt, deren Ursprung zum Teil in J. K. Rowlings scheinbar grenzenloser Fantasie liegt, zum Teil in den unzähligen Überlieferungen zum Thema Zauberei und Magie. Zaubertränke und Beschwörungsformeln, Riesen und Drachen, Kessel und Kristallkugeln - hinter all diesen Begriffen steckt eine faszinierende und oft überraschende Geschichte, die Hunderte, manchmal Tausende von Jahren zurückreicht. Zauberstäbe wie die, die in der Winkelgasse verkauft werden, wurden einst von Druiden aus dem Holz der heiligen Eibe geschnitzt. Das Brauen von Zaubertränken lässt sich bis zu den alten Griechen und Römern zurückverfolgen. Und Bücher mit Zaubersprüchen und Flüchen, deren Lektüre in der Schule für Hexerei und Zauberei von Hogwarts Pflicht ist, waren im Mittelalter äußerst beliebt (und wurden mit der gleichen Vehemenz abgelehnt).
In Das Zauberer-Handbuch kann der neugierige Leser alles »Magische«, das in den ersten vier Harry-Potter-Büchern erwähnt wird, nachschlagen und reichhaltige und überraschende Informationen finden. Woher bekam der Stein der Weisen seine Macht? Wie hießen die ersten Zauberworte? Hat sich J. K. Rowling den schrecklichen Basilisken, die verführerischen Veela oder den bösartigen Grindeloh nur ausgedacht? Und wenn nicht sie, wer dann? Das Zauberer-Handbuch gibt Antworten auf diese Fragen.
Die Geschichte der Zauberei ist unerschöpflich, und beim Schreiben dieses Buchs mussten wir viel mehr weglassen, als wir darin aufgenommen haben. Kaum Erwähnung fanden die Magie und Mythologie Chinas, Afrikas, Indiens, Japans, Australiens und Südamerikas. Vielmehr haben wir unseren Blick auf jene Überlieferungen beschränkt, die in der Welt von Harry Potter zu neuem Leben erweckt werden. Fast alle in Hogwarts gelehrten magischen Techniken gehen auf die magischen Traditionen der alten westlichen Welt des Vorderen Orients, Griechenlands und Roms zurück. Fantasiewesen wie Zentauren, der Mantikor und das Einhorn haben denselben Ursprung. Viele andere magische Wesen wie Elfen, Gnome, Kobolde, Hinkepanks oder Trolle haben ihre Wurzeln im Volksglauben Nordeuropas und Großbritanniens.
Als wir anfingen, dieses Buch zu schreiben, fragten wir die Harry-Potter-Fans, welche Themen sie am meisten interessierten. Einige wollten mehr über Zaubersprüche, Beschwörungen und Flüche wissen, andere waren interessiert an Boggarts, Rotkappen oder dem Unterschied zwischen Vettel und Hexe. Wir gehen davon aus, dass auch du ein bestimmtes Interesse hast. Dieses Buch braucht nicht in alphabetischer Reihenfolge von vorne bis hinten gelesen zu werden, auch wenn dies durchaus möglich ist. Vielleicht möchtest du mit dem Eintrag Magie beginnen, als Einführung in dieses faszinierende Thema. Doch eigentlich kannst du überall anfangen - und es kann gut sein, dass du am Ende ganz woanders herauskommst.
Wir haben versucht, in den einzelnen Einträgen einen Überblick über das jeweilige Thema und dessen Wurzeln in der Mythologie, im Volksglauben und der Geschichte zu geben. Ein fett gedrucktes Wort bedeutet, dass es dazu einen eigenen Eintrag gibt. Jedem Eintrag folgt die Angabe einer Textstelle in den Harry-Potter-Büchern, an der das Thema vorkommt.
Bei unseren Nachforschungen zu dem Zauberer-Handbuch haben wir viele seltsame Dinge gelernt, die wir uns nicht hätten träumen lassen - wie werden Teeblätter gedeutet, wie schafft man sich einen Kobold vom Hals, wie werden Alraunen am sichersten aus dem Boden gezogen und wie kann ich mit Hilfe der Arithmantik mein Frühstücksmüsli auswählen? Unser Wissen gibt uns Sicherheit, weil wir jetzt einen Dämonen erkennen können und wissen, was wir tun müssen, wenn uns ein Ghul angreift (den man nie zweimal schlagen darf). Wir hoffen, all diese Informationen sind für euch genauso interessant wie für uns. Man weiß ja nie, wann man sie einmal braucht.
Alraune
Es ist sehr selten, dass eine Pflanze den Gärtner dazu zwingt, Ohrenschützer zu tragen. Auch wenn es bekloppt scheint, dass Professor Sprouts von seinen Schülern in Kräuterkunde verlangt, sich solche Dinger aufzusetzen, wenn sie mit Alraunen arbeiten, steckt dahinter doch ein jahrhundertealter Volksglaube. In ganz Europa hieß es, die Alraune würde einen Schrei ausstoßen, wenn man sie aus dem Boden zöge, und jeder, der ihn hört, müsste sterben. Alraunen zu ernten war dennoch das Risiko wert, weil die Pflanze über mehrere gut bekannte medizinische und angeblich auch magische Eigenschaften verfügt.
Man sagt, die dicke braune Wurzel der Alraune, die bis zu einen Meter tief in die Erde hinabreicht, sei am - wirksamsten. Die Wurzel ist oft gegabelt und sieht mit etwas Vorstellungskraft wie ein Mensch aus. In Pflanzen- und Kräuterbüchern wurde die Alraune (die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört) oft mit menschlichen Zügen abgebildet - als Mann mit langem Bart oder als Frau mit buschiger Haarmähne. Diese Ähnlichkeit ließ sich noch erhöhen, wenn die Wurzel mit einem Messer zurechtgeschnitzt wurde. Das Aussehen erklärt natürlich, warum man glaubte, dass die Alraune schreit, wenn sie aus dem Boden gezogen wird - wie ein Mensch, der aus einem warmen Bett gerissen wird.
Trotz des Mitleids, das der Mensch mit einer entwurzelten Alraune verspüren mag, wurde sie recht häufig aus der Erde gezogen und zu einer Vielzahl von Zwecken benutzt. In der Antike diente sie als Schmerz- und Schlafmittel, und in großen Dosen ein genommen, löste sie beim Menschen angeblich Deliriumszustände oder sogar Wahnsinn aus. Sie wurde Patienten, die unter chronischen Schmerzen litten, zur Beruhigung verabreicht und auch zur Behandlung von Melancholie, Krämpfen und Rheuma empfohlen. Die Römer verwendeten die Alraune als Anästhetikum: Sie gaben dem Patienten vor einer Operation ein Stück der Wurzel, das er kauen sollte.
Unsere Vorfahren aus der Antike und ihre Nachkommen im mittelalterlichen Europa schätzten die Alraune auch wegen ihrer magischen Eigenschaften. Sie war eine beliebte Zutat bei Liebestränken (siehe Zaubertrank) und wurde angeblich von Circe verwendet, der bekanntesten Hexe der griechischen Mythologie, die damit ihre höchst wirkungsvollen Elixiere braute. Der angelsächsischen Überlieferung zufolge konnte die Alraune Dämonen austreiben, und viele Menschen glaubten, sie könnte, in getrockneter Form als Amulett getragen, das Böse abhalten. Andererseits hieß es in manchen Volkssagen, dass gerade in der Wurzel Dämonen hausten, und der Besitz einer geschnitzten Alraunenwurzel führte hin und wieder zu einer Anklage wegen Hexerei. Die ganz Misstrauischen behaupteten, die Alraune wachse am besten unter dem Galgen hingerichteter Mörder.
Die Alraune wurde auch zum Wahrsagen verwendet. Wahrsager meinten, die puppenähnliche Wurzel würde als Antwort auf Fragen über die Zukunft mit dem Kopf nicken. In Deutschland umsorgten die Bauern ihre geschnitzten Alraunenpuppen, befestigten Getreidekörner als Augen, kleideten sie an und legten sie nachts in winzige Betten - alles, um sie bei Laune zu halten, wenn sie eine wichtige Frage beantworten sollten.