Das Wundermittel von Roald Dahl habe ich während der Frühstückszeit meinen Fünftklässlern vorgelesen. Die Schüler hörten so gebannt zu, dass sie teilweise sogar vergaßen zu essen. Weiterhin konnten sie kaum erwarten, dass das nächste Kapitel vorgelesen wurde. Alle dreißig (!) Schüler haben mit Interesse zugehört! Durch betontes Vorlesen ermöglicht es dieses Buch, eine Riesenspannung aufzubauen. Auch die Unterteilung in kürzere Kapitel ist günstig für das Vorlesen, da an diesen Stellen gut unterbrochen werden kann. Inhaltlich ist das Buch nicht sonderlich intellektuell. Es handelt davon, dass ein kleiner Junge das Meckern seiner Großmutter satt hat, aus vielen Hausmittelchen ein Wundermittel zusammenstellt, das die Großmutter nach dem Verabreichen wachsen lässt. Als die Eltern nach Hause kommen, soll er ein zweites Mittel nach der gleichen Rezeptur mixen, aber natürlich vergisst er einige Zutaten. Nach dem Einnehmen des neuen Präparats geschieht natürlich auch etwas... Bisher wurde mir von keinem Elternteil berichtet, dass solches Experimentieren nachgestellt wurde, insofern glaube ich, dass auch Kinder in diesem Alter Realität von Fiktion unterscheiden können, und das Lesen in dieser Altersklasse durchaus angemessen ist. Insgesamt: ein kurzweiliges und witziges Buch! Absolut empfehlenswert!