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Die Rettungsarbeiten laufen fieberhaft. Doch je mehr Zeit vergeht, desto weniger Hoffnung gibt es, noch weitere Überlebende zu finden. Dennoch ist es 21 Kumpeln gelungen, sich in 60 Meter Tiefe in einen Alten Mann zu retten -- einen Hohlraum in einem stillgelegten Teil des Schachts, der jedoch jederzeit einstürzen kann. Unter den Eingeschlossenen befinden sich auch die Freunde Franz Wolbert (Heino Ferch) und Bruno Reger (Jan Josef Liefers), die beständig den Tod durch Hunger, Nässe oder herabstürzende Felsbrocken vor Augen haben. An der Oberfläche bangen Helga Wolbert (Nadja Uhl) und Renate Reger (Heike Makatsch) gemeinsam mit den anderen Frauen verzweifelt um das Leben ihrer Männer.
Bergwerksdirektor Dr. Dietz (Günther Maria Halmer) will die Suche abrechen, aber Bohrmeister Grabowski (Armin Rohde) und Ingenieur Hansen (Sylvester Groth) geben die Hoffnung nicht auf. Während in der Kirche der Trauergottesdienst für die vermissten Kumpel abgehalten wird, trifft Grabowski bei seiner Bohrung endlich auf das erhoffte Lebenszeichen. Die Rettung scheint zum Greifen nah, doch technische Schwierigkeiten scheinen die Eingeschlossenen endgültig zum Tode zu verurteilen.
Knapp zehn Millionen Zuschauer verfolgten das TV-Ereignis bei seiner Erstausstrahlung zum 40. Jahrestag der spektakulärsten Rettung in der Geschichte des deutschen Bergbaus, die als "Das Wunder von Lengede" in die Geschichte einging: Nach 14 Tagen konnten noch elf der eingeschlossenen Kumpel gerettet werden, insgesamt 29 Männer fanden den Tod. Im Vordergrund der fiktionalisierten Geschehnisse stehen die menschlichen Schicksale der Betroffenen, die der Film zum Teil mit brutaler Offenheit schildert. Der dramatische Soundtrack ist an einigen Stellen vielleicht etwas zu dick aufgetragen, aber mit einem Budget von sechs Millionen EUR haben Regisseur Heidelbach (Tatort) und sein Team das legendäre Grubenunglück actionreich und dennoch mit viel Feingefühl eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Vor allem die exzellente Besetzung überzeugt: In weiteren Rollen sind Axel Prahl, Uwe Rohde, Gustav-Peter Wöhler und Klaus J. Behrendt zu sehen. Einzig Thomas Heinze als Reporter des Norddeutschen Rundfunks wirkt arg gekünstelt. Allerdings hat er auch die schwere Aufgabe, den bis dato nicht da gewesenen Medienrummel -- Legende war das erste Medien-Großereignis der deutschen Geschichte -- als einsamer Reporter glaubhaft zu vermitteln. --Birgit Schwenger
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Und so ist der Film ! Die wahre Geschichte wird von herragenden Darstellern getragen und zieht den Zuschauer in den Bann. Ohne lästige Werbeunterbrechungen und den gesamten Film am Stück, kann man diese deutsche Produktion nun genießen. Wenn man sich beim Ansehen vorstellt, dass es dort in Wirklichkeit kein (!) Licht gab, die Grubenlampen der Kumpel sind dramaturgisch hinzugefügt worden um das Licht im Stollen zu erklären, wird das Ganze noch viel bedrückender. Die Situation der echten Opfer muss (kaum nachvollziehbar) unglaublich gewesen sein. Trotz des eingefügten Lichtes kommt dieses rüber und nimmt einen gefangen, verursacht Beklemmungen.
Dieser Film verdient das Gütesiegel und 5 Sterne, unbedingt kaufen.
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