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Das Wunder von Leipzig - Wir sind das Volk
 
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Das Wunder von Leipzig - Wir sind das Volk

Sebastian Dehnhardt , Matthias Schmidt    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Sebastian Dehnhardt, Matthias Schmidt
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 22. Oktober 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002MSJLXU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.867 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film Kurzinfo

TV-Dokudrama anlässlich des 20. Jahrestages der Leipziger Montagsdemonstrationen, die den Mauerfall einleiteten.

Produktbeschreibungen

Der 9. Oktober 1989 in Leipzig steht für die eigentliche Wende. Dieser Tag bereitete all das vor, was danach möglich war: Die Wiedervereinigung Deutschlands und der Fall des Ostblocks.

70.000 Menschen ziehen an diesem Montag schweigend über den Leipziger Stadtring. Es ist die größte Spontandemonstration seit dem Arbeiteraufstand von 1953. Die stetig wachsende Menschenmenge und Solidarität der Bürger lähmt die Staatsmacht. Und es geschieht das Unglaubliche: Die Macht des Volkes zerreißt die Befehlsketten staatlicher Gewalt und legt damit den Grundstein für den Anfang vom Ende der DDR.

Montag, 2. Oktober 1989. Seit Wochen versammeln sich mehr und mehr Menschen vor der Nikolaikirche in Leipzig zu Friedensmärschen durch die Innenstadt. Vereint in ihrem Wunsch nach mehr Demokratie werden die Rufe der rund 25.000 Demonstranten immer lauter: "Wir sind das Volk!" und "Keine Gewalt". Auf der anderen Seite bauen sich drohend die bewaffneten Staatsorgane auf.
Samstag, 7. Oktober 1989. Es ist der 40. Jahrestag der DDR. Die SED-Spitze ist fest entschlossen, die konterrevolutionären Aktionen endgültig und wirksam zu unterbinden. "Wenn es sein muss mit der Waffe in der Hand." Die Weltöffentlichkeit befürchtet die Eskalation. Gerade erst waren die Studentendemonstrationen am Platz des Himmlischen Friedens blutig beendet worden.
Montag, 9. Oktober 1989: Die Atmosphäre in Leipzig ist zum Zerreißen gespannt. Über 10.000 bewaffnete Polizisten marschieren auf. Inzwischen stehen ihnen 70.000 Menschen gegenüber. Plötzlich zieht sich die Volkspolizei zurück, ohne dass ein einziger Schuss gefallen ist. Das Volk hat gesiegt. Es ist der Wendepunkt in


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich die Dokumentation über die Schlüsselstelle für den gewaltlosen Ablauf von Wende und Wiedervereinigung. Hervorragend ist die Chronologie der Ereignisse zusammengestellt, selbst die gespielten Szenen ergänzen die authentische Darstellung.
Leider sind im Verhältnis nur wenige von den Bildern und Eindrücken der Ausmaße des nächtlichen Demonstrationszuges eingeflossen, die einem noch heute Schauer über den Rücken treiben. Schade ist, dass Christian Führer nicht persönlich zu Wort kommt.
Für jeden der dabei gewesen ist, ein muss - für alle anderen eine absolute Empfehlung zur historischen Entstehung des Wunders eines gewaltlosen Systemzusammenbruchs.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Muggenhorst TOP 500 REZENSENT
Zu Recht erinnern die Leipziger daran, dass es vor allem die Ereignisse am 09. Oktober des Jahres 1989 in ihrer Stadt waren, die die Weichen für den letztendlich friedlichen Verlauf der politischen Wende in der DDR stellten, auch wenn man nicht vergessen sollte, dass es an jenem denkwürdigen Tag auch in anderen Städten des Landes politische Demonstrationen gab, die aber aufgrund des fehlenden bewegten Bildmaterials nicht so gut dokumentiert sind.

Dieses Doku-Drama in seinem Mix aus tatsächlichen Ereignissen nachgestellten Spielszenen, Zeitzeugeninterviews und historischen Aufnahmen schildert - seinem Titel zum Trotz - nicht nur die Geschehnisse dieses historischen Montags, als nach dem Abschluß der zeitgleich in vier Kirchen stattfindenden Friedensgebeten etwa 70.000 Menschen auf dem Leipziger Innenstadtring für Demokratie und politische Reformen demonstrieren, sondern zeigt auch die in den vorangegangenen Wochen erfolgte Eskalation, als nach ersten öffentlichen Protestbekundungen Oppositioneller mit aller Härte von den staatlichen Organen eingegriffen wird. Aufgrund dieser Vorkommnisse werden für den 9. Oktober massive Kräfte von Polizei, Staatssicherheit, Betriebskampfgruppen und der DDR-Fallschirmjäger in und um Leipzig zusammengezogen, um nach Aussage vom im Film präsentierten internen Dokumenten die "Konterrevolution ein für allemal zu zerschlagen". Dass es an diesem Abend, auch aufgrund eigenmächtiger Entscheidungen von SED-Funktionären, zu keiner "chinesischen Lösung" gab, war keinesfalls vorauszusehen und gab dem Film seinen Namen.

Eine hochemotionale Reise in die Geschichte wird hier geboten, in der sich die Filmemacher auch nicht scheuten, neben Dissidenten, Ost- und Westjournalisten, Pfarrern oder ganz normalen Bürgern, die sich der Demonstration anschlossen, auch die Gegenspieler aus dem Sicherheits- und Parteiapparat zu Wort kommen zu lassen, eine in meine Augen nur faire Geste. Unverständlich hingegen, warum ein Auftritt des damaligen Pfarrers der Nikolaikirche, Christian Führer, fehlt, bildete doch sein Gotteshaus das Ausgangszentrum des Geschehens. Aber vielleicht bildeten die heutzutage nahezu unbekannten und erst in einer jüngsten Ausgabe des SPIEGEL thematisierten politischen Differenzen zwischen den Kirchenfunktionären und den teilweise im Film auftretenden Bürgerrechtlern ein zu großes Hindernis.

Desweiteren hätte ich mir erinnernde Statements von Kurt Masur und Bernd-Lutz Lange gewünscht, denn neben dem zu Wort kommenden Mitglied der SED-Bezirksleitung Kurt Meyer, zweier dessen Parteigenossen und dem Pfarrer Peter Zimmermann zeichneten diese für einen legendären Aufruf verantwortlich, der die Demonstranten zu Besonnenheit und Gewaltlosigkeit mahnte und der an jenem Abend mehrfach über die Lautsprecher des Leipziger Stadtfunks gesendet wurde.

Zwei weitere Kritikpunkte sind noch anzumerken. Die Filmmusik ist stellenweise sehr aufdringlich und eine Spur zu dramatisch eingesetzt, dabei sprechen die Bilder auch ganz allein für sich. Dies ist aber noch zu verschmerzen, ganz im Gegensatz zu einer Stelle, die mich sehr verärgert hat, da sie durch aus dem Kontext gerissene historische Zitate Geschichtsverfälschung betreibt. Zu hören sind gleich zu Beginn zwei kurze Originaltöne der ZK-Mitglieder Karl Kayser ("Ich habe geglaubt an die Partei, ich bin erschüttert über all das, was ich hier gehört habe! In mir ist alles zerbrochen! Mein Leben ist zerstört!") und Bernhard Quandt ("Wir haben im Staatsrat die Todesstrafe aufgehoben, ich bin dafür, dass wir sie wieder einführen und wir alle standrechtlich erschießen, die unsere Partei in eine solche Schmach gebracht haben!") zu hören, die beweisen sollen, dass die SED-Oberen die Niederschlagung der Demokratie mit allen Mitteln planten. Aber: Ersteres Zitat stammt vom 10. November 1989, zweiteres gar vom 3. Dezember des Jahres (nachzuhören u. a. auf der empfehlenswerten CD des Deutschlandfunks "Götterdämmerung im Zentralkomitee - Tonprotokolle aus den letzten Sitzungen des ZK der SED Oktober bis Dezember 1989") und beide beziehen sich explizit auf die zu diesem Zeitpunkt bereits abgesetzten Honecker & Co. Das hätte absolut nicht sein müssen und schmälert die Glaubwürdigkeit eines ansonsten sehr empfehlenswerten Stücks Zeitgeschichte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut Sehenswert 31. Oktober 2009
Von C. Kluge
Als Leipzigerin finde ich diese Dokumentation echt beeindruckend. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind (10 Jahre) war, kann ich mich an diese Stimmung und die Ereignisse nicht mehr erinnern, gerade deshalb habe ich mir die DVD gekauft. Es war mir nie bewusst gewesen, dass die Demonstrationen mit solch einer Gewalt seitens des Staates unterdrückt worden sind. Ich finde die Dokumentation sehr nachvollziehbar dargestellt, die Kommentare von Demonstranten, Fotografen, Pfarrern, Polizisten und ehemaligen SED-Funktionären machen diese Doku so lebendig.Allerdings hört die Doku für mich mit der Demonstration am 9.10. zu plötzlich auf. Ich hätte mir als Ende noch mehr Eindrücke/Schilderungen von den Demonstranten, dem Pfarrer, der Polizei etc. gewünscht. Wie ging es danach weiter in Leipzig??? Was ist z.B. mit Udo Hartmann passiert, der im Gefängnis saß. Schließlich wird in der Doku gezeit, wie sie am Tag der Demo am 9.10. heftig gegen die Türen schlagen. Aber was passierte danach? Wie ging es weiter? Wie erlebten die Leipziger den Mauerfall? Der 9.10. war natürlich ein bewegter Tag, aber auch die Tage und Momente danach hätte ich mir gewünscht, noch zu sehen. Entweder im Film eingebaut oder als Bonusmaterial. Was ist aus den Menschen in der Doku heute geworden?
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